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Mehr Feuerwerk beim Brokser Heiratsmarkt? Stimmen Sie jetzt ab!

Das Feuerwerk im Rahmen des Brokser Heiratsmarkts soll in diesem Jahr gleich zweimal stattfinden: Freitag und Dienstag. Archivfoto: Oliver Siedenberg
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Das Feuerwerk im Rahmen des Brokser Heiratsmarkts soll in diesem Jahr gleich zweimal stattfinden: Freitag und Dienstag.

Seit jeher wird der Brokser Heiratsmarkt am Freitag unter anderem mit einem Feuerwerk eröffnet. Nun überlegen die Organisatoren, ein zweites Höhenfeuerwerk zu zünden. In einer Umfrage können Sie hier Ihre Meinung dazu beitragen.

  • Der Brokser Heiratsmarkt soll am Dienstagabend attraktiver werden
  • Die Marktleitung denkt über ein zweites Feuerwerk nach
  • Mit einer Umfrage begleitet kreiszeitung.de diese Diskussion

Update vom 4. Februar 2020: Der Marktausschuss für den Eigenbetrieb „TourismusService“ des Fleckens Bruchhausen-Vilsen befasste sich während der jüngsten Sitzung mit dem Festprogramm für den diesjährigen Brokser Heiratsmarkt. Hintergrund: Gefeiert wird vom 21. bis 25. August das 375-jährige Bestehen. Nicht unumstritten ist das Vorhaben, am Marktdienstag ein zweites Feuerwerk zu zünden. 

Marktmeister Ralf Rohlfing bezeichnete dies während der Sitzung als „krönenden Abschluss um 22 Uhr am Marktdienstag“. Üblicherweise kommen die Marktbesucher lediglich freitags zusammen, um sich das Spektakel am Himmel anzuschauen. 

Die Meinung von Kommunalpolitiker Arend Meyer (CDU) zu einem zweiten Feuerwerk lautete: „Wenn man sich mal umhört, dann ist das umstritten.“ Ist es das wirklich? Die Kreiszeitung fragt Leser an dieser Stelle: „An wie vielen Abenden sollte es beim Brokser Markt ein Feuerwerk geben?“. (vik)

Originalmeldung vom 24. Januar 2020: Zum 375-jährigen Bestehen des Brokser Heiratsmarkts in diesem Jahr plant eine Arbeitsgruppe seit geraumer Zeit den Ablauf der Feierlichkeiten. Zur Sitzung des Marktausschusses am Donnerstagabend brachte Marktmeister Ralf Rohlfing die Kommunalpolitiker auf den neuesten Stand der Planungen. 

Nicht unumstritten dabei ist das Vorhaben, am Marktdienstag ein zweites Feuerwerk zu zünden. Rohlfing kündigte dies als „krönenden Abschluss um 22 Uhr am Marktdienstag“ an. Arend Meyer (CDU) stellte daraufhin die Frage: „Muss das wirklich sein? Da gibt es aus vielerlei Gründen Widerspruch. Wenn man sich mal umhört, dann ist das umstritten.“ Die Arbeitsgruppe habe sich darüber unterhalten, sagte Rohlfing. „Wir wollen am Dienstagabend noch einmal etwas Besonderes bieten, das finden auch die Schausteller gut. Außerdem sind Ferien und wahrscheinlich mehr Menschen als in anderen Jahren unterwegs.“

Ausschussvorsitzender Hermann Hamann (SPD) begründete das Vorhaben folgendermaßen: „Wir haben überlegt, wie wir am Dienstagabend noch einmal mehr Leute auf den Markt bekommen. Der Dienstag bricht sonst ab 20 Uhr immer ab. Eine Lasershow hatten wir schon einmal, das hat nicht funktioniert. Von einem Zapfenstreich haben wir auch Abstand genommen. Die Deutsche Umwelthilfe hat gesagt, dass man ein einzelnes Feuerwerk nicht mit den Silvesterfeuerwerken vergleichen kann.“ Ulf Schmidt (Die Grünen) bemerkte, man müsse „kritisch darüber nachdenken, die Arbeitsgruppe könne ja noch einmal nach Alternativen suchen“.

Der 375. Geburtstag

Ansonsten laufen die Planungen für den diesjährigen Heiratsmarkt weiter. Los geht es am 8. März mit der Eröffnung der historischen Ausstellung „Zeitreise“ im Rathaus in Bruchhausen-Vilsen. Am 19. April wandert die Ausstellung ins Alte Gaswerk, und an allen fünf Markttagen – vom 21. bis 25. August – werden Teile dieser auf dem Marktplatz vor dem Sportplatz zu sehen sein.

Hermann Hamann informierte den Ausschuss darüber, dass er eine Dokumentation erarbeite, „die aber erst nach dem Markt fertig werden wird“. Darin will er auch die Geschichte des Markts im Ersten und Zweiten Weltkrieg beleuchten sowie das Schicksal der Sinti, Roma und jüdischen Familien, die als Schausteller auf dem Markt unterwegs waren und verfolgt wurden.

Am Donnerstag vor der offiziellen Markteröffnung ist ein Festkommers geplant, „mit vielen Ehrengästen“, sagte Rohlfing. Die Programmpunkte am Freitag: die Eröffnung am Denkmal, der Empfang im Festzelt, zu dem auch ehemalige „Brautpaare des Jahres“ und Heiratsvermittler eingeladen werden, und das Feuerwerk um 22 Uhr. Am Samstag beginnt um 12 Uhr ein Festumzug durch den Ort. „Wir haben schon Anmeldungen, aber es können sich gerne noch Gruppe und Firmen bei uns melden“, erläuterte der Marktmeister. Am Sonntag steht ein Festgottesdienst sowie die Hochzeitsmesse „Braut im Glück“ an. Am Montag startet der Marktausschuss zu seinem Marktrundgang. Und der Dienstag steht im Zeichen des Pferdmarkts, der 25. Fohlenschau sowie dem schon beschriebenen „krönenden Abschluss“.

Haushalt 2020

Der Finanzhaushalt 2020 für den Brokser Markt sieht Einnahmen von 349 200 Euro und Ausgaben von 338 100 Euro vor. Somit ist ein Überschuss von 11 100 Euro eingeplant. Für das Jubiläum stehen 20 000 Euro im Haushalt des Fleckens. Das Zahlenwerk empfahl der Marktausschuss einstimmig.

Jahresabschluss 2018

Im Wirtschaftsjahr 2018 erwirtschaftete der Teilbereich Markt des Eigenbetriebs einen Jahresgewinn von 14 970,83 Euro, wie Ralf Rohlfing darstellte. „Davon werden 7 900 Euro als Eigenkapitalverzinsung an den Haushalt des Fleckens abgeführt sowie 7 070,83 Euro als Gewinn für 2018 der Rücklage zugeführt.“ Diesen Beschluss empfahl der Ausschuss einstimmig.

Der Festumzug:

Wer Interesse hat, am Festumzug teilzunehmen, meldet sich beim „TourismusService“ unter Telefon 04252/930050.

Kommentar von Karin Neukirchen-Stratmann 

Für mehr Umweltschutz: Sucht klimaneutrale Alternativen!

„How dare you?“ hätte die Klimaaktivistin Greta Thunberg wohl am Donnerstagabend den Marktausschuss gefragt. Ein „krönender Abschluss“ soll die Feierlichkeiten des Brokser Markts in diesem Jahr in Form eines zweiten Feuerwerks beenden. Ein zweites Feuerwerk? Ja, richtig. Die Diskussion um Klimaschutz blendet die örtliche Politik da einfach mal aus. Luftkurort? Egal. Entwicklung eines Klimaschutzkonzepts? Egal. Lasershow ist schon einmal gefloppt? Das war vor etlichen Jahren. 

Inzwischen ist die Technik auf einem anderen Stand, wie man anhand der Bilder aus vielen Städten an Silvester sehen konnte. Eine Suche im Internet präsentiert einem auch gleich zahlreiche Anbieter einer modernen Lasershow. Sicher, die wird vermutlich teurer als ein Feuerwerk sein. Umweltverträglicher ist sie aber allemal. Alternativ: Warum nicht das Feuerwerk vom Freitag auf den Dienstag verlegen? Für dieses besondere Jahr sollte das mit der richtigen Kommunikation kein Problem sein und man könnte sich gleich den Umweltschutz auf die Fahnen schreiben. Der einzige Luftkurort zwischen Bremen und Hannover präsentiert sich mit E-Ladesäulen, E-Autos als Dienstwagen im Rathaus, Blühstreifen und der Werbung als grüne Oase. Zwei Feuerwerke innerhalb von fünf Tagen passen da nicht ins Bild. Also, liebe Politiker, rauft euch zusammen und sucht klimaneutrale Alternativen!

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