Rund 60 Kräfte nach Kleinenborstel gerufen / Personenrettung, Vermisstensuche und ein Brand

Feuerwehrübung erfordert großen Einsatz

Die abgelegene Unglücksstelle erforderte das Legen einer 700 Meter langen Schlauchleitung zum nächsten Hydranten – und bis zu deren Fertigstellung einen Pendelverkehr der Tanklöschfahrzeuge.

Martfeld - Es war alles nur gespielt bei einer Feuerwehrübung am Samstag in Martfeld. Aber diese Übung erforderte gegen 14 Uhr von rund 60 Feuerwehrleuten aus Kleinenborstel, Martfeld und Hustedt viel Engagement und Materialeinsatz, wie Pressewart Christian Wolters mitteilt.

Er schildert das Szenario so: Der unsachgemäße Versuch, einen Baum zu fällen, führte am Rand eines Waldgebiets in Kleinenborstel zu einem folgenschweren Unfall. Bei seiner Erkundung stellt Einsatzleiter Jürgen Brüning-Kuhlmann eine eingeklemmte Person und eine Brandentwicklung fest, weil der Baum auf eine Hochspannungsleitung gefallen ist. Außerdem werden zwei weitere, vermutlich unter Schock stehende Waldarbeiter vermisst. „Aufgrund der komplexen Lage müssen umgehend weitere Kräfte aus Schwarme und Bruchhausen-Vilsen alarmiert werden“, berichtet der Kleinenborstler Einsatzleiter.

Löschwasser in ländlicher Lage nicht problemlos zu beschaffen

So kam auch die „Einsatzleitung Ort“ der Samtgemeinde zur Unterstützung der Einsatzleitung und zur Koordination mehrerer Einsatzabschnitte.

Sofort leitete die Feuerwehr die Menschenrettung mithilfe von schwerem technischen Gerät ein. Gleichzeitig begann sie mit der Brandbekämpfung.

„Die sehr ländliche Lage brachte Probleme bei der Löschwasserversorgung mit sich“, bilanzierte Brüning-Kuhlmann zwischenzeitig. Bis eine 700 Meter lange Schlauchleitung zum nächsten Hydranten ausgelegt war, mussten die Tanklöschfahrzeuge im Pendelverkehr Löschwasser bringen. Zugleich forderte die Personensuche zahlreiche Kräfte. Schließlich konnte sie mithilfe einer Wärmebildkamera abgeschlossen werden.

Über eine Stunde waren die über Sirenen und Meldeempfänger alarmierten Kameraden mit zwölf Fahrzeugen vor Ort im Einsatz. Die abschließende Manöverkritik im Kleinenborstler Gerätehaus fiel rundweg positiv aus. „Von Beginn an wurden die richtigen Schritte eingeleitet“, lobte Brüning-Kuhlmann.

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