Autor Frank Maria Reifenberg lässt bei einer Lesung im Forum Fiktion und Realität verschmelzen

Ein feines, kleines Bühnenereignis

Kinder- und Jugendbuchautor Frank Maria Reifenberg las im Forum des Schulzentrums vor Schülern der Grundschule (Bild), der Oberschule und des Gymnasiums. Foto: Horst Friedrichs

Br.-Vilsen – „Ha!“, peitscht Mister Lugosis Stimme durch den Saal. Und jäh herrscht atemlose Spannung im Forum. Eine fallende Stecknadel hätte sich in diesem Moment angehört wie eine klirrende Eisenstange. Denn der unheimliche Mister Lugosi hat einen Eindringling in seinem düsteren Laden entdeckt. Es ist Pepper, der Romanheld, der seine verschwundene Schwester Angelina sucht. Fiktion und Realität verschmolzen jetzt im Forum des Schulzentrums Bruchhausen-Vilsen. Der das zustandebrachte war Frank Maria Reifenberg, Autor von Kinder- und Jugendbüchern.

Fiktion war der Text seines Romans „Mister Lugosi und die verschwundenen Kinder“, aus dem er vorlas. 130 Mädchen und Jungen aus der Grundschule Bruchhausen-Vilsen konnten gar nicht genug von der hochspannenden Geschichte hören. Begeistert waren sie bei der Sache, antworteten auf Fragen des Autors, stellten selbst Fragen und beteuerten immer wieder, dass sie noch lange nicht zu müde zum Zuhören seien. Auch am Vortag hatte Frank Maria Reifenberg im Forum aus einem seiner Romane gelesen. Da war es „Die Schattenbande legt los“, und ebenfalls 130 Schüler aus Oberschule und Gymnasium lauschten den Auszügen aus dem Krimi.

Die Realität bestand in Reifenbergs Fähigkeit, seine Lesung als versierter Sprecher mit schauspielerischem Talent in ein feines, kleines Bühnenereignis umzusetzen. Ute Zickmantel von der Bücherei Bruchhausen-Vilsen hatte den aus Köln angereisten Autor eingeladen und konnte am Ende der zweiten Veranstaltung auf eine gelungene Aktion in Sachen Lesestoff für Kinder- und Jugendliche zurückblicken. Aus der Grundschule waren es die dritten und vierten Klassen, die teilnahmen, aus Oberschule und Gymnasium die fünften Klassen. Finanzielle Unterstützung hatte Ute Zickmantel vom Förderverein und von der Büchereizentrale Niedersachsen erhalten.

Dass seine Romane auch mit einer gehörigen Portion Humor gewürzt sind, zeigten die Lacher aus hellen Kinderstimmen, die immer wieder durch das Forum hallten. Und etwa dann, wenn Homer, die Bulldogge, in Mister Lugosis Laden ihren Kommentar in Form eines Hundefurzes abgab, wollte die Heiterkeit der Mädchen und Jungen kaum enden. Auch wenn sie auf Frank Maria Reifenbergs besorgte Nachfrage „Könnt ihr noch?“ mit vielstimmigem und begeistertem „Ja!“ antworteten, ließ er seine jungen Zuhörer zur Auffrischung ihres Konzentrationsvermögens doch ein paar Lockerungsübungen machen. So blieb die Spannung erhalten, und am Ende mag so mancher Wunsch wachgeworden sein, der da lautete: „Dieses Buch muss ich unbedingt haben.“

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