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Tag der offenen Töpferei in Bruchhausen-Vilsen

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Von: Lisa Hustedt

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Blick in eine Töpferei
In der Töpferei von Monika Reinhardt in Bruchhausen-Vilsen entstehen unter anderem Becher, Tassen, Töpfe, Uhren, Schalen, Seifenhalter, Kerzenständer und vieles mehr. © Lisa Hustedt

Br.-Vilsen – Ein paar Häuser und Bäume erstrahlen bereits in vielfältigen Farben, einige sind noch so weiß wie der Rest der Vase, auf der sie allesamt thronen: Mit vorsichtigen Pinselstrichen verwandelt Monika Reinhardt eines ihrer Töpferwerke in ein einzigartiges Kunstobjekt. Bald schon wird es fertig sein, um im Ofen gebrannt zu werden, bevor es fertiggestellt werden kann.

Vor mehr als 40 Jahren entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Töpfern. Jetzt lädt sie am 12. und 13. März interessierte Besucher in ihre Werkstatt in der Syker Straße 22-24 (Bundesstraße  6) ein, um ihr bei der Arbeit zuzusehen und ihnen einen Einblick in das einzigartige Material Ton zu geben. „Dann findet nämlich der Tag der offenen Töpferei statt“, schildert Reinhardt, „und das mittlerweile zum 17. Mal“. In ganz Deutschland beteiligen sich weit mehr als 100 Werkstätten an der Aktion. Reinhardt selbst sei seit 14 Jahren mit dabei.

„Der Tag ist eine tolle Möglichkeit die Leute zu erreichen. Normalerweise kommen immer richtig viele vorbei, vor allem Familien mit Kindern. Leider war aufgrund der Corona-Krise zuletzt nicht mehr das volle Programm möglich, doch dank der Lockerungen gelten jetzt nur noch die FFP2-Masken-Pflicht sowie die 3G-Regel“, erläutert die 64-Jährige weiter. Anmeldungen im Voraus seien ebenfalls nicht mehr notwendig, jeder könne dann vorbeikommen, wann es ihm am besten passt.

In Bruchhausen-Vilsens Ortsteil Dille können Besucher Reinhardt bei ihrer Arbeit an der Töpferscheibe zusehen, ihre Werkstatt besichtigen oder selbst kreativ werden. „Ich werde Töpfern für Kinder anbieten, aber wenn einer der Erwachsenen das Arbeiten mit Ton ausprobieren möchte, geht das natürlich auch“, betont die Künstlerin.

Sie persönlich fasziniert das Material Ton gleich auf zweierlei Art und Weise: „Einerseits ist es einfach toll, dass man komplette kreative Freiheit bei der Arbeit hat – so vieles lässt sich umsetzen. Und andererseits ist es wunderbar, den kompletten Werdegang eines Objekts begleiten zu können“, erläutert Reinhardt.

Dass sie mit diesem bereits bestens vertraut ist, spiegelt sich sowohl in den vielen Bechern, Tassen, Uhren, Seifenschalen und Kerzenständern wider, die überall in ihrer Werkstatt zu finden sind, als auch in ihrer detaillierten Beschreibung der nötigen Arbeitsschritte.

Ein immer wiederkehrendes Motiv in ihren Werken sind Häuser und Bäume, nebeneinander auf dem Vasenrand aufgereiht oder zu einer Szene arrangiert. „Die Idee hatte ich vor einigen Jahren. Bei Kunden kam sie super an und auf allen Töpfermärkten, die ich in der Zwischenzeit besucht habe, war ich die einzige mit solchen Motiven“, schildert die 64-Jährige. Neben den Töpferstücken, die Reinhardt auf Vorrat produziert, nehme sie ebenfalls Auftragsarbeiten entgegen. „Gerne mehrere auf einmal“, so die Künstlerin. Desto kürzer dauere es nämlich, die Stücke fertigzustellen. „Ich mache meinen Ofen nur dann an, wenn ich ihn voll bekommen“, so Réinhard. Schließlich brauche es ganze zwei Wochen um ihn auf- und wieder abheizen zu lassen. „Gerade jetzt, wo die Heizkosten so steigen, passe ich da genau auf“, erzählt die 64-Jährige.

Informationen und Kontakt: www.tag-der-offenen- toepferei.de, Monika Reinhardts Werkstatt liegt in der Syker Straße 22/24 in Bruchhausen-Vilsen. Zu erreichen ist sie unter Telefon 04252/1666 oder per E-Mail an keramik@restaurator- reinhardt.de.

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