Kandidat für Kirchenvorstandswahl

Falko Bodendieck: „Die Gemeinschaft stärken“

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Falko Bodendieck aus Hustedt kandidiert für den Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Martfeld. In der Gemeinde spielt er freitags in der Gitarrengruppe.

Hustedt - Freitags übt er mit der Gitarrengruppe der Kirchengemeinde Martfeld, samstags geht’s zum Reiten nach Eitzendorf, zwischendurch paddelt er beim Wassersportverein (WSV) in Hoya, das Übungsschießen bei den Hustedter Schützen steht mittwochs an, und dann sind da noch die Hühner und Wellensittiche, die umsorgt werden wollen.

Falko Bodendieck ist vielseitig interessiert. Dass er neben seinen Hobbys und seinem Job noch Zeit für die Arbeit im Kirchenvorstand finden würde, da ist er sich jedoch sicher. Der 18-Jährige kandidiert erstmals für einen von fünf zu vergebenen Posten im Vorstand der Kirchengemeinde Martfeld.

Getauft und konfirmiert wurde er in der St.-Georg-Kirche in Eitzendorf. „Wir sind vor fünf Jahren von Eitzendorf nach Hustedt gezogen“, sagt Falko Bodendieck. Dort lebt er mit seinen Eltern und seinem Großvater.

Gut erinnert der 18-Jährige sich an seine Konfirmandenzeit. Für die Konfirmation sammelte Falko Bodendieck, wie jeder Konfirmand, Unterschriften – je eine pro besuchtem Gottesdienst. Er benötigte 40. „Ich habe einen neuen Rekord aufgestellt“, sagt der 18-Jährige und lächelt. 85 Mal ging er innerhalb von zwei Jahren in den Gottesdienst. Zuvor hatte der Rekord bei 83 gelegen. „Pastorin Friederike Werber hat mir für meinen Erfolg ein Buch geschenkt“, sagt der 18-Jährige, holt das Werk mit dem Titel „Auf der Suche nach Gott“ aus seinem Zimmer ins Wohnzimmer und legt es auf den Tisch. Er schlägt das Cover auf und zeigt auf die Widmung der Pastorin. Noch immer lächelt er.

Autor beim „Heimatbote“

Während der Konfirmandenzeit schrieb Falko Bodendieck für das regionale Kirchenmagazin „Heimatbote“. Er steht erneut auf und holt einige Artikel, die er in Klarsichtfolien aufbewahrt. Darin geht es zum Beispiel um die Konfirmandenzeit. Mal wieder etwas für das Magazin zu schreiben, dann als Kirchenvorsteher, könnte der 18-Jährige sich gut vorstellen.

Sollte er Erfolg bei den Wahlen haben, möchte Falko Bodendieck die Kirche für Jüngere spannender machen. „Es sind viele ältere Leute in den Gottesdiensten“, sagt er. Und fügt an: „Und Konfirmanden.“ Als Beispiel für eins seiner Ziele nennt er die Organisation eines Abendgottesdiensts, „statt immer nur sonntags in die Kirche gehen zu können“. Auch gemeinsame Spieleabende der Gemeindemitglieder seien laut ihm gut, um die Gemeinschaft zu stärken.

Apropos Erfolg: In einer Vitrine im Zimmer des 18-Jährigen stehen etliche Pokale. Die hat er mit seinem Hobby Geflügelzucht errungen. Die Rasse hat er mehrere Male gewechselt, jetzt sind es Silberbrakel. Die Hühner stehen laut Falko Bodendieck auf der roten Liste, also der Liste mit vom Aussterben bedrohten Tieren. „Sie sind gering gefährdet“, sagt er. „So züchte ich nicht nur aus Spaß, sondern auch für den Artenerhalt.“ Er besucht mit seinen Tieren regelmäßig Ausstellungen. Einmal bekam eines seiner Tiere ein „hervorragend“, also die beste Note.

Unterstützung von Familie und Freunden

Für sechs Jahre würde der 18-Jährige, wenn er genug Stimmen bekommt, das Amt des Kirchenvorstehers bekleiden. Derzeit macht er eine Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel in Syke. Täglich pendelt er von seinem Elternhaus dorthin. Ob er ans Wegziehen denke? Diese Frage beantwortet Falko Bodendieck mit einem verdutzten Blick und einem klaren „Nein“.

Unterstützung von seiner Familie und seinen Freunden bei der Kandidatur hat Falko Bodendieck. „Die meisten finden es gut“, sagt er. „Manche sind aber auch überrascht.“

Dass Gott ihn begleitet, spüre er in kleinen Momenten. „Wenn man glaubt, dass es nicht weitergeht; wenn man glaubt, man steht vor einer Wand, dann gibt es schon eine Kraft, die einen unterstützt.“ Nun hofft der 18-Jährige, dass er genug Unterstützung bei der Wahl bekommt. Einsatzbereitschaft und neue Ideen bringt er jedenfalls mit. 

vik

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