Kontakt zu anderen Kulturen

Gymnasiasten nehmen am Projekt „SchulBrücke“ teil

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Lehrer und Schüler sind vom Projekt „SchulBrücke“ begeistert: (von links) Lena Brickwedel, Reinhard Heinrichs, Insa Büscher, Henning Schockemöhle, Jasmin Neumann und Julika Giese.

Br.-Vilsen - Von Nala Harries. Es ist eine Erfolgsgeschichte: Bereits zum sechsten Mal nahm das Gymnasium Bruchhausen-Vilsen in diesem Sommer am Projekt „SchulBrücke“ teil. Drei Gymnasiasten reisten für eine Woche nach Weimar: Henning Schockemöhle, Jasmin Neumann und Julika Giese.

Die „SchulBrücke“ ist ein gemeinsames Projekt der Deutschen Nationalstiftung sowie der Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte EJBW. Jedes Jahr treffen sich Elft- und Zwölftklässler aus Deutschland und anderen Ländern, um sich gemeinsam mit einem bestimmten Thema auseinanderzusetzen. Dieses Mal ging es um Reformation, Revolution und Transformation.

Der Veranstaltungsort passte da perfekt. Schließlich ist in Weimar immer wieder über Freiheit, Frieden und Humanität gestritten worden. Die Epoche der Weimarer Klassik (etwa von 1786 bis 1832) steht auch für die Geburt der Europaidee und europäischer Werte, meint „SchulBrücke“-Leiter Thomas von der Gönna. „In Weimar trafen sich Intellektuelle aus ganz Europa, diskutierten über die Zukunft des Kontinents, die Ideale der Französischen Revolution und die totalitären Gefahren, die von Idealen ausgehen.“

Spannende Diskussionen lockten also in Goethes Wahl-Heimatstadt. „Die Schüler konnten sich für die Teilnahme an dem Projekt bewerben. Dabei ging es nicht nur um ihre Noten, sondern auch um ihr Engagement und ihr Interesse an Europa“, erklärt Reinhard Heinrichs, Leiter des Gymnasiums Bruchhausen-Vilsen. Darüber hinaus sollten die Teilnehmer offen gegenüber anderen Kulturen sein, damit ein Austausch stattfinden konnte.

Verschiedene Workshops mit internationalen Gästen

Die drei Bruchhausen-Vilser gehörten zu insgesamt 50 Jugendlichen aus Niedersachsen, Berlin, Südtirol, Bulgarien und der Slowakei, die gemeinsam verschiedene Workshops besuchten sowie Ausflüge und eine Stadtrallye machten. „Es wurde besonders darauf geachtet, dass sowohl die Zimmer in der Jugendbegegnungsstätte als auch die Workshops gemischt belegt waren. Also darauf, dass nicht nur Schüler aus Niedersachsen zusammenarbeiteten, sondern sich alle untereinander kennenlernten“, erzählt Lehrerin Insa Büscher, die die Gymnasiasten aus Bruchhausen-Vilsen auf ihrer Reise begleitete. Eine weitere Betreuerin war Lehrkraft Lena Brickwedel.

Während der Projektwoche erarbeiteten die Schüler gemeinsam Texte und präsentierten ihre Ergebnisse auf Plakaten. Es ging um ökonomische, ökologische oder genderspezifische Probleme. Selbstständigkeit wurde in den Arbeitsphasen großgeschrieben. „So konnten wir völlig eigenständig arbeiten und uns unsere eigene Meinung bilden“, sagen die drei Gymnasiasten.

Spaß kam nicht zu kurz

Trotz der anspruchsvollen Arbeit hatten die Jugendlichen viel Spaß. Jasmin Neumann gefiel insbesondere ein Kunst-Workshop. „Die Atmosphäre war schön. An einem Morgen durften wir zum Beispiel in einem Park auf einer Staffelei Goethes Gartenhaus malen. Das war toll“, sagt die Schülerin. Auch die Stadtrallye kam gut bei den Jugendlichen an.

Das Ziel des Projekts ist es, den Zusammenhalt untereinander und das Verständnis für Europa zu stärken. Außerdem soll der Kontakt zu anderen Kulturen gefördert werden und den Schülern einen Perspektivwechsel ermöglichen. „Man lernt die Geschichte anderer Menschen und deren Land und Kultur kennen. So bekommt man auch einen ganz anderen Blickwinkel“, erklärt Schülerin Julika Giese begeistert.

Das Ende der Projektwoche war tränenreich. Der Abschied fiel einigen Teilnehmern schwer, denn es hatten sich Freundschaften entwickelt.

Um anderen Schülern ebenfalls ein solches Erlebnis zu bieten, will das Gymnasium Bruchhausen-Vilsen im nächsten Jahr wieder am Projekt „SchulBrücke“ teilnehmen.

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