Pläne für Veranstaltungen

Eule-Verein durch Pandemie ausgebremst: Das sind die Ideen für 2021

Robberts Huus ist bereit für neue Gäste: Die Mitglieder der Eule nutzten die Zeit während der Pandemie und strichen die Türen und Fenster des Gebäudes, polierten den Boden und setzten eine neue Fluchttür ein.
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Robberts Huus ist bereit für neue Gäste: Die Mitglieder der Eule nutzten die Zeit während der Pandemie und strichen die Türen und Fenster des Gebäudes, polierten den Boden und setzten eine neue Fluchttür ein.

Schwarme – Der Veranstaltungskalender von Hermann Schröder ist leer. Kein Tag in diesem Jahr weist bislang eine Notiz auf. Keine Theateraufführung, kein Vortrag, kein Auftritt von Musikern. Eigentlich präsentiert sich der Schwarmer Verein Eule, der auch das Robberts Huus betreibt, jedes Jahr mit einem vielfältigen Programm. So begann 2020 vielversprechend mit einem Auftritt der Uhlenspeeler.

Doch nach nur einem Wochenende war Schluss. Die Corona-Pandemie versetzte dem Verein und seinen Planungen einen gewaltigen Dämpfer und schränkte die Möglichkeiten für die sonst so geselligen Veranstaltungen erheblich ein. Anschließend folgte eine Absage nach der anderen. Erneut für Enttäuschungen sorgen, das möchte Eule-Chef Hermann Schröder nicht, weswegen er sich gemeinsam mit den Mitgliedern dazu entschieden hat, in diesem Jahr den Veranstaltungskalender vorerst leer zu lassen. „Aber wir stehen in den Startlöchern und es gibt zahlreiche Ideen“, sagt er.

Da die Theatergruppe Uhlenspeeler ihre Saison nicht beenden konnte und somit auch nicht jeder, der eine Karte gekauft hat, das eingeübte Stück „Heinrich und dat Etablissement“ zu sehen bekam, wollen sich die Schauspieler sobald als möglich wieder auf die Bühne stellen und zu Ende bringen, was sie begonnen haben. Zwei volle Wochenenden mit Auftritten würden noch ausstehen, erklärt Hermann Schröder. Im Frühjahr vergangenen Jahres hatten viele von ihnen noch gehofft, dass es im Winter bereits weitergehen könnte. Aber dann kam der erneute Lockdown.

„Die Uhlenspeeler sind bereit und wollen wieder auf die Bretter. Doch umso länger es dauert, desto mehr kommen sie natürlich aus der Übung“, so der Eule-Vorsitzende. Der Plan ist, noch einmal zu proben, sobald sich die Corona-Regeln lockern, um das Stück dann in gewohnter Form vorführen zu können. Falls Auftritte in der Diele nicht möglich seien, gebe es die Idee, das Theaterstück draußen an der Scheune aufzuführen.

„Allerdings haben die Uhlenspeeler ihr Schauspiel auf die Bühne angepasst, da muss man erst sehen, wie sich das draußen umsetzen lässt“, merkt Hermann Schröder an. Besonders die Akustik könne dann zu einem Problem werden. Müsste nämlich der Abstand von zwei Metern zwischen den Reihen eingehalten werden, säßen die letzten Gäste rund 20 Meter von der Bühne entfernt.

Auch die Backtage sollen so schnell wie möglich wieder stattfinden. Schon 2020 griff der Verein zu einer Alternativlösung, um das Event zu ermöglichen. „Wir haben das Butterkuchenbacken draußen an der Scheune organisiert, jedoch mit dem nötigen Abstand und ohne Sitzgelegenheiten.“ Trotz der Einschränkungen sei die Resonanz riesig gewesen.

„Wir haben mehr verkauft als sonst. Ich glaube, die Leute waren einfach froh über eine Besonderheit in einer solchen Krisensituation“, meint Hermann Schröder. Lässt die Pandemie es zu, will die Eule die Backtage zwischen Mai und Oktober wieder an jedem ersten Sonntag im Monat anbieten.

Bei einer Lockerung der Regeln hat auch die Wandergruppe zugesagt, Rundgänge durch Schwarme anzubieten, und anschließend in Robberts Huus zusammenzukommen, um sich zu stärken. „Ob und inwiefern wir das ermöglichen können, ist noch nicht klar“, bedauert der Vereins-Chef.

Robberts Huus hat viele Veranstaltungen zu bieten. Die meisten mussten 2020 jedoch ausfallen.

Darüber hinaus hätten sich bereits viele Künstler angeboten, unter anderem das Bremer Trio Loco sowie die Rock Tales. „Letzteres Duo sollte jetzt am Wochenende auftreten anlässlich des Geburtstages des Robberts Huus. Vor 20 Jahren haben wir es eingeweiht“, verrät der Eule-Chef. Der Verein wollte dafür etwas ganz Besonderes auf die Beine stellen, wofür sich nach Überzeugung von Hermann Schröder die Hamburger Rock Tales bestens eigneten.

Die beiden Männer hätten bereits mit Größen aus dem Rockmusikgeschäft zusammengearbeitet und würden diesbezüglich freudig aus dem Nähkästchen plaudern. „Zwischendurch spielen dann Stücke von den jeweiligen Künstlern“, sagt der Vereinsvorsitzende. Doch auch diese Vorstellung sowie die Geburtstagsfeier fiel dank der Krise nun ins Wasser.

Auch wenn Eule-Events wieder möglich sind, mit einen großen Andrang darauf rechnet Hermann Schröder zunächst nicht. „Viele wollen ja auch gar nicht mit Mundschutz in eine Theatervorstellung. Zudem ist ein Großteil der Ü60-Generation besorgt um das Infektionsrisiko. Die werden sich daher sicherlich zurückhalten.“ Andererseits sei es möglich, dass Gäste wieder in das Robberts Huus kommen, denn „man erkennt den Wert von etwas meistens erst dann, wenn es nicht mehr da oder nicht mehr möglich ist“.

Trotz der Streichung der Veranstaltungen im vergangenen Jahr waren die Mitglieder der Eule nicht untätig. Sie nutzten die Zeit beispielsweise, um Sanierungen und kleinere Reparaturen in Robberts Huus vorzunehmen. „Wir haben die Fenster und Türen gestrichen sowie den Boden poliert und eine neue Fluchttür eingebaut“, sagt der Vereinsvorsitzende.

Darüber hinaus organisierten sie im Frühjahr eine Pflanzaktion im Rahmen der Flurbereinigung. Rund 60 bis 80 Eichen und Obstbäume erhielten damit im Bruch ein neues Plätzchen. Im Herbst sollte das Projekt weitergeführt werden, doch eine Lieferung von Bäumen sei aufgrund der Pandemie nicht möglich gewesen. Auch die Anlegung einer Blühwiese im Bereich hinter dem NP-Markt stand auf dem Programm. „Die Fläche soll in diesem Jahr sogar noch erweitert werden.“

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