Entspannen und erleben mit Stil

„Skulpturenpark“ in Kuhlenkamp: Schon die Atmosphäre ist ein Kunstwerk   

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Das Spektrum des Gezeigten ist weit abgesteckt.

Kuhlenkamp- Von Ulf Kaack. Hohe Bäume, die Schatten spenden, dazu bunte Sträucher und Blüten sowie der Duft von frisch gemähtem Gras. Und über allem ein sommerlicher Himmel. Eingebettet in dieses Ambiente wurde am Pfingstsonntag zum sechsten Mal der „Skulpturenpark“ des Kunstvereins Artes auf dem Hof Otterpohl in Asendorf-Kuhlenkamp eröffnet. Wer dieses Kleinod verpasst hat, der hat am nächsten Wochenende erneut Gelegenheit zu einer entspannten Visite.

Schon die Atmosphäre ist ein Kunstwerk für sich. Eine 5 000 Quadratmeter große, parkähnliche Gartenanlage bildet die Kulisse für ein Kunstevent, das Kulturbeflissene aus dem ganzen norddeutschen Raum tief hineinzieht ins Ländliche. Die Autokennzeichen auf dem Parkplatz zeugen von Gästen unter anderem aus Hamburg, von der niederländischen Grenze und aus Schleswig-Holstein. Ganz sicher: Der Weg hat sich für die Weitgereisten gelohnt.

Erleben und entspannen mit Stil. Vor diesem Hintergrund hat der Asendorfer Kunstverein Artes, allen voran Gastgeber Marita und Alex Otterpohl, zum sechsten Mal das Open-Air-Spektakel auf die Beine gestellt. Doch halt, „Open Air“ stimmt nicht ganz, denn ein kleiner Teil der zumeist wetterempfindlichen Exponate wird in der kleinen Hofgalerie ausgestellt.

Das Spektrum des Gezeigten ist weit abgesteckt. Ein kreativer Pool, der Malerei und Zeichnungen ebenso abbildet wie Skulpturen aus Metall und Holz, Fotokunst oder Arbeiten aus Porzellan und Keramik. Filigrane und mächtige Werke sind zu sehen, Introvertiertes, schreiende Farbigkeit und Wohlgeformtes. Dinge, die scheinbar unterschiedlicher nicht sein können, harmonieren hier in unmittelbarer Nachbarschaft hervorragend miteinander.

Die Kunst fügt sich in die Natur ein zu einem harmonischen Gesamtbild. - Foto: Ulf Kaack

Aus Nah und Fern kommen auch die ausstellenden Künstler: Brunhilde Ahrens aus Rehburg-Loccum zeigt Keramik, während Porzellanarbeiten im Zentrum von Katharina Berzbach aus Fischerhude stehen. Die Achimerin Ute Gajus formt Naturobjekte, Karin König aus Lillienthal stellt Lithografien aus. Metallkünstlerin Junie Kuhn kommt aus Bremen, Jürgen Maisenbacher fertigt seine Skulpturen und Objekte in Achim, während Fotokünstler Helmut Wieben in Bassum lebt. Aktionskünstlerin Anne Richard stammt aus Langwedel und bemalt und installiert Objekte. Bleibt am Ende dieser Aufreihung noch der Gastgeber Alex Otterpohl mit seinen Skulpturen und Objekten, gefertigt aus Holz und Metall, dabei oftmals als Hybridkomposition.

Das Präsentierte ist das Eine, das Andere der Ort und die Art der Präsentation. Das Ausstellungsareal ist geprägt durch die großen Laubbäume – darunter Ahorn, Lärchen, Eichen und Buchen sowie Mammutbäume, japanischer Ahorn und Ginkgo. Ein Gartenteich, die heimische Vogelwelt … Allein das erfüllt die Freiluftgalerie mit Lebendigkeit. Die Kunst übernimmt gar nicht erst den Versuch, diese natürliche Vitalität zu überflügeln. Sie fügt sich ein zu einem harmonischen Gesamtbild, unterwirft sich dabei den permanent wechselnden Einflüssen von Licht und Schatten, des Windes, der herrschenden Temperaturen, der Gerüche. Dazu gibt’s Musik und ausgesuchte kulinarische Spezialitäten. Wirklich alle Sinne sind hier gefragt. Das ist das Wesen des „Skulpturenparks“, das macht ihn so einzigartig.

An beiden Tagen des kommenden Wochenendes gibt es erneut Gelegenheit durch den malerischen „Skulpturenpark“ zu wandeln, zu träumen und sich inspirieren zu lassen. Und zwar von 11 bis 18 Uhr in Asendorf-Kuhlenkamp, Vor den Bahlen 2. Kleiner Tipp: Ein Navigationsgerät ist für Ortsunkundige hilfreich.

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