Sinfonietta Aller-Weser gibt am 18. September ein Konzert

„Das Ensemble ist sehr homogen und klingt wirklich klasse“

Bereiten sich aktuell auf ihr in diesem Jahr britisch gefärbtes Konzert in Bruchhausen-Vilsen vor: die Musiker der Sinfonietta Aller-Weser mit ihrer Solo-Violinistin Antje Weltzer-Pauls, Dirigent Karsten Dehning-Busse und Orchestermanager Dr. Günter Bode (vorne, von links). - Foto: Ulf Kaack

Schwarme - Von Ulf Kaack. Von Lampenfieber keine Spur: Die Sinfonietta Aller-Weser mit Musikern aus der Region bereitet sich momentan auf ihr Konzert am Sonntag, 18. September, in der Mensa des Schulzentrums Bruchhausen-Vilsen vor. Wir haben den ambitionierten Musikern bei den Proben in Robberts Huus in Schwarme über die Schultern geschaut.

„Das Fis nicht zu früh spielen – nicht auf vier, nicht auf viereinhalb, exakt auf sechs ist korrekt“, korrigiert Dirigent Karsten Dehning-Busse seine 50 Musiker in ruhig-überlegter Weise. „Das Cello etwas akzentuierter und leiser, so leise wie es geht!“

Der Laie mag sich während eines Konzerts fragen, was denn eigentlich so wichtig ist an dem schwarz gekleideten Mann mit dem Taktstock in der Hand. Hier kann man es erleben: Takt für Takt geht Karsten Dehning-Busse mit dem Ensemble die Partituren durch. Der 59-Jährige dirigiert seit zwei Jahrzehnten, ist hauptberuflich Cellist, Komponist und Musikpädagoge. Der Profimusiker aus Lilienthal greift immer wieder ein, wenn es um Lautstärke, Rhythmik oder die instrumentale Ausdrucksweise geht. Er formt letztendlich das gesamte Klangspektrum des Vorgetragenen.

Die Sinfonietta Aller-Weser ist ein aus hoch qualifizierten Amateuren bestehendes Projektorchester, das seit neun Jahren existiert. Der jüngste Musiker ist 14 Jahre alt, der älteste wird in Kürze 80. Jeweils im Frühjahr und im Herbst wird ein Programm einstudiert und in Lunsen sowie in Bruchhausen-Vilsen zur Aufführung gebracht.

„Die musikalischen Inhalte werden langfristig festgelegt, und jeder einzelne Musiker studiert für sich im stillen Kämmerlein seine Sequenzen ein“, erklärt Ensemble-Manager Dr. Günter Bode aus Schwarme die Arbeitsweise. „Wir treffen uns anschließend an zwei aufeinander folgenden Wochenenden in Robberts Huus zu intensiven Proben. Am dritten Wochenende finden der Feinschliff und die Generalprobe statt, am Sonntagnachmittag um 16 Uhr beginnt schließlich das eigentliche Konzert. Bereits eine Stunde zuvor gibt es eine Konzerteinführung, in der Karsten Dehning-Busse dem Publikum die einzelnen Werke und ihre Komponisten vorstellen wird.“

Das diesjährige Konzert steht unter dem Titel „Von den britischen Inseln“. Intoniert werden „Die Hebriden-Ouvertüre“ und die Sinfonie Nr. 3 a-moll, „Schottische“ aus der Feder von Felix Mendelssohn-Bartholdy sowie das Konzert für Violine und Orchester „The Lark Ascending“ des englischen Komponisten Ralph Vaughan Williams.

Das Programm hat das Orchester auf Vorschlag seines Dirigenten ausgewählt. „Wir spielen Kompositionen, die allen Musikern Spaß machen“, erklärt Karsten Dehning-Busse die Stückauswahl. „Selbstverständlich haben wir auch den Geschmack unseres Publikums, übrigens zu 80 Prozent Stammhörer, dabei im Auge. Das bevorzugt nach unseren Erfahrung vor allem kontrastreiche und harmonische Klänge. Um dem Ganzen eine thematische und auditive Struktur zu geben, legen wir immer einen inhaltlichen Titel fest, einen akustischen roten Faden. In diesem Jahr hat Großbritannien das Rennen gemacht.“

Während die Bläser an ihrem Satz feilen, verhalten sich die übrigen Musiker mucksmäuschenstill. „Disziplin und Teamgeist sind innerhalb des Orchesters äußerst wichtig“, sagt Dr. Günter Bode. „Unsere Instrumentalisten sind dabei sehr professionell, denn jeder brennt natürlich für seinen Job und freut sich auf den Auftritt. Darauf haben alle lange hingearbeitet, viel Energie und Herzblut investiert. Nun wollen sie ihren Enthusiasmus in ein perfektes Konzert ummünzen.“

Bereits zum dritten Mal tritt die Solistin Antje Weltzer-Pauls mit der Sinfonietta Aller-Weser auf. Sie ist Profimusikerin, studierte in England, Hannover und Bremen Violine. Als Mitglied verschiedener großer und kleiner Ensembles hat sich die 39-jährige Brandenburgerin in der Klassik-Szene eine gehörige Portion Renommee erspielt.

„Hier habe ich die wunderbare Gelegenheit, die Solo-Geige spielen zu können“, freut sich die Saitenvirtuosin auf das Konzert in einer Woche. „Das Ensemble ist sehr homogen, klingt wirklich klasse und hat eine stimmige Chemie. Man kennt und schätzt sich. Zu den Proben bringt jeder zu Essen mit. Alle besitzen einen eigenen Kaffeebecher, auf dem neben dem Namen auch das jeweilige Instrument gedruckt ist. Eine tolle Truppe, eine große Familie.“

Karten gibt es für 15 Euro an der Tageskasse, in der Volksbank und der Sparkasse in Schwarme, in der Buchhandlung Meyer und im „Tourismus Service“ in Bruchhausen-Vilsen sowie unter dem Eule-Telefon 04258/983574 und im Internet.

www.robberts-huus.de

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