Hoffest der Nutztier-Arche Wolters ein großer Erfolg / „Das Angler Sattelschwein kenne ich noch“

Ein Engel zieht Kutsche

Schwarznasenschafe haben ein angsteinflößendes Gehörn, gelten aber als zutraulich. - Foto: Dieter Niederheide

Schwarme - Von Dieter Niederheide. „Was ist denn hier los?“, mögen sich die beiden Diepholzer Gänse am Eingang der Nutztier-Arche Wolters in Schwarme am Tulpenweg gedacht haben, als kürzlich zahlreiche Besucher an ihnen vorbeiströmten. Die Menschen kamen von Nah und Fern zum Hoffest, um zu sehen, wie die vom Aussterben bedrohten Nutztierrassen in der Arche leben.

Eltern und Kinder waren begeistert, und manche Großeltern erinnerten sich: „Ja, das Angler Sattelschwein kenne ich noch.“ Diese Schweinerasse ist kein Reittier für Angler, sie stammt vielmehr von der schleswig-holsteinischen Halbinsel Angeln und hat daher ihren Namen. Zwischen dem schwarzen Hinter- und dem schwarzen Vorderteil des Schweins breitet sich, wie ein Sattel, ein helles Zwischenteil aus. Die bedrohten Tiere gewinnen wegen ihrer guten Fleischqualität langsam wieder an Interesse.

Das „Nagelkloppen“ machte den Kindern Spaß. - Foto: nie

Die Gastgeber Melanie und Rainer Wolters freuten sich über den großen Zuspruch. Wer Lust hatte, konnte an einer Führung mit Melanie Wolters teilnehmen und dabei die verschiedenen Tiere beobachten, zum Beispiel die Wollschweine, die mit ihrem dicken Fell in der Sonne lagen. Die aus Ungarn stammende Rasse lebte einst wild in Herden und wurde später zur Trüffel-Suche eingesetzt.

Wie ein Engel sieht „Angel“, ein Höhenviehochse, beileibe nicht aus. Aber er zieht lammfromm eine Kutsche. So auch beim Hoffest.

Familie Wolters möchte die Tiere durch Zucht erhalten. Das gilt auch für die Schwarznasenschafe, die trotz ihres angsteinflößenden Gehörns als zutraulich gelten. Daneben zeigte sich ein Zwergzebu, eine kleine Rinderrasse aus Südasien. Celler Gänse und einiges andere Federvieh waren ebenfalls bei Wolters zu finden.

Neben der bunten Tierwelt gab es beim Hoffest auch einige Aktionen, die beim Publikum bestens ankamen. Die „Circle-Indianer“ aus Bremen waren mit Hengst „Tinto“ dabei. Reitvorführungen von „La Compania Alegre“, Line Dance und Quadfahren rundeten das unterhaltungsreiche Programm ab. Die jüngeren Besucher konnten sich im „Nägelkloppen“ probieren oder sich schminken lassen.

Das Hoffest ähnelte einem kleinen, gut besuchten Volksfest mit Flohmarkt, Kuchen, Kaffeespezialitäten und deftigen Leckereien. Entsprechend zufrieden waren Schriftführerin Tanja Struß und der stellvertretende Vorsitzende Patrick Boetzel vom rührigen Förderverein der Nutztier-Arche. Patrick Boetzel, beruflich Personaldisponent, sagte gegenüber unserer Zeitung: „Für mich ist die ehrenamtliche Arbeit auf dem Nutztierhof, einer Wohlfühloase, ein beruflicher Ausgleich.“

Auch die Teenager Melanie (17) und Marie (18) setzen sich gerne für die Nutztier-Arche ein. Sie waren beim Hoffest mit Shetlandpony „Danny“ unterwegs.

Gastgeberin Melanie Wolters sagte: „Es war für uns ein wunderschöner, perfekter Tag. Einige Besucher haben Patenschaften für Tiere übernommen, andere sind dem Förderverein beigetreten.“

www.nutztierarche-wolters.com

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