Kinderfreizeit „Zauberland“ in Süstedt

Elfen, Trolle und Zauberer in der Nolteschen Mühle

Die Tanzgruppe der Ferienfreizeit „Zauberland“ präsentierte am letzten Tag ihr Können. Die Förderung der Fantasie stand während der drei Tage in Süstedt im Mittelpunkt. - Foto: Alina Pleuß

Süstedt - Von Alina Pleuß. Nachdem in den vergangenen Jahren „Aliens“ in Süstedt gelandet sind, der Wilde Westen mit Cowboys und Indianern ausgebrochen ist und Piraten mit ihren Schiffen angelegt haben, wurde es von Dienstag bis Donnerstag zauberhaft: Die dreitägige Ferienfreizeit an der Nolteschen Mühle stand unter dem Motto „Zauberland“.

Susanne Block, freischaffende Musiklehrerin, bietet diese Aktion bereits seit mehr als 15 Jahren an – jedes Mal unter einem anderen Motto. 21 Kinder und 13 jugendliche Betreuer waren mit dabei. „Ich organisiere das hier alles privat. Ohne die Unterstützung meiner Helfer und der Eltern wäre das gar nicht möglich“, erzählte Block. „Viele meiner Helfer waren selbst einmal Teilnehmer bei der Ferienfreizeit. Es ist schön zu sehen, dass sie immer gerne wiederkommen.“

Im Team erschufen Block und die anderen Betreuer in der Nolteschen Mühle sowie drumherum eine Fantasiewelt. „Die Kinder konnten sich gleich zu Beginn überlegen, ob sie eine Elfe, eine Fee, ein Troll, ein Zwerg oder ein Zauberer sein wollen“, sagte Block.

Kinder retten das Elfenreich

Susanne Block

Während der Freizeit wurde dann viel gebastelt, musiziert, getanzt, ein Theaterstück einstudiert und vieles mehr. „Wir haben uns am Mittwoch das Ziel gesetzt, das Elfenreich zu retten. Je weniger die Menschen daran glauben, umso mehr wird es zerstört. Schließlich lebt das Elfenreich in unserer Fantasie – aber auch in der Natur. Und diese ist ebenfalls durch den Menschen bedroht“, erklärte Block. Also ging es mit den Kleinen in den Wald, wo sich einige Betreuer kreative Aufgaben für die Kinder einfallen ließen. „Am Ende konnten sie den Frieden zwischen dem Elfenreich und der Menschenwelt herstellen“, berichtete Block in ernstem Ton. Für sie sei es wichtig, die Fantasie der Kinder anzuregen. Sie sollen sich in dieses Thema reinversetzen und nicht denken, es sei „nur ein Spiel“.

Während der „Schlummerrunden“, die immer abends stattfanden, besprachen die Kinder bei Kerzenschein, was ihnen an dem Tag besonders gut und was ihnen eher nicht gefiel. „In dieser Zeit sollten die Kleinen zur Ruhe kommen“, sagte Block.

Am Donnerstag stand schließlich die große Aufführung an: Mit selbstgemachten Kostümen, Zauberstäben, gebastelten Elfenflügeln und Hüten empfingen die Sechs- bis Elfjährigen ihre Eltern. Unter den Bäumen auf der Wiese hinter der Nolteschen Mühle präsentierten die Kinder, was sie in der kurzen Zeit erarbeitet hatten. Zu Gitarrenmusik und Tönen aus der Blockflöte tanzten kleine Feen und Elfen, eine Gruppe von Trollen und Zwergen stellte ihr Theaterstück vor und zwischendurch wurden immer wieder Lieder dargeboten, die von fantasievollen Welten handelten.

„Das Schönste ist, dass wir Betreuer während der Freizeit nur eine Richtung vorgeben – die Kinder bringen ihre Ideen ein und stellen Großartiges auf die Beine“, sagte Block.

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