Kinder bereiten Süßspeise zu

Eiszeit im Schulzentrum

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Andreas hat sein Eis mit etlichen Leckereien verziert: Marshmallows, Schokolade und Sahne durften da nicht fehlen.

Br.-Vilsen - Von Vivian Krause. „Ihr dürft alles!“, diesen Satz hören Kinder sicher gerne. Vor allem, wenn es um Eis geht. In der „Eis-Fabrik“ war der Kreativität der Sechs- bis Zwölfjährigen keine Grenzen gesetzt. Sie stellten am Montag bei einer Ferienkisten-Aktion ihr eigenes Eis her.

Neben den Klassikern Schokolade und Vanille favorisieren die Kids in der Schulküche exotischere Sorten: Melone, Apfel oder Himbeere. Heute stehen Zitrone und Vanille auf dem Rezeptblock. Und fest steht: geschmacklich kommen beide gut an.

Organisiert haben die Aktion Christina Alonso vom Verein Lebenswege begleiten und Umwelt- und Erlebnispädagogin Julia Grimpe-Nagel. Etwa 200 Kinder hatten sich für den Kurs „Eis-Fabrik“ beworben, daran teilnehmen konnten nur 14.

Vier Eismaschinen surren in der Schulküche vor sich hin. Für rund 30 bis 45 Minuten bleibt die Masse, die die Kinder zuvor anrührt haben, dort drin, bis sie verköstigt wird. Doch die Zwischenzeit wird genutzt. Und zwar mit was? Na klar, Eis machen. Bei der „Eis-Fabrik“ steckt schließlich drin, was drauf steht.

Ida-Marie und Luisa haben sich für die Farbe Blau bei ihrem Überraschungseier-Eis entschieden.

Die gelben Hülsen, die sich im Inneren eines Überraschungs-Eis befinden, dienen dabei als Art Eismaschine. Zunächst mischen die Kids erneut eine Eismasse an: Sahne, Milch, Vanillezucker, Agavendicksaft und, was darf beim Rezept für die Überraschungseier-Hüllen nicht fehlen? Ein Ei. Jede Gruppe darf mit Lebensmittelfarbe ihren eigenen Farbton bestimmen. 

Damit sich nun der Zustand von fest zu cremig verändert, werden die mit den bunten Flüssigkeiten gefüllten Plastikeier in Tiefkühlbeutel mit Zippverschluss gesteckt. Dazu kommt Crushed-Eis und etwas Salz. Dann heißt es: schütteln, bis das Eis friert. „Das kann man zu Hause auch nochmal nachmachen“, sagt Ida-Marie. Etwa zehn Minuten lang kommt zum Surren der Eismaschinen noch ein Rascheln der Gefrierbeutel hinzu. 

Das Ergebnis: Etliche bunte Mini-Leckereien, die sofort ausgelöffelt werden. „Schmeckt milchig“, sagt Luisa. „Bäh, salzig“, kommt ein Kommentar aus der anderen Ecke der Schulküche. Da ist wohl etwas Salz in die Plastikeier geraten. Macht nichts, es gibt ja noch ausreichend Nachschub.

Dann ist es an der Zeit, ein „Eisbüfett“, wie die Organisatorinnen es nennen, aufzubauen. Neben Eiswaffeln stehen auf einer Arbeitsfläche außerdem Becher, Löffel und allerlei Leckeres: Marshmallows, Schokolade, Zuckerdekorationen, Erdbeeren, Sahne und Schokosoße. In einer Schlange warten die Kinder darauf, von ihrem Ergebnis aus den Eismaschinen zu kosten. „Mmmmmh, lecker“, das einstimmige Urteil, auch wenn die Kugeln eher einem Milchshake gleichen. Ein Eis zum Trinken – für die Kids auch in Ordnung. Schließlich zählt der Geschmack.

Zauber-Eis als Überraschung

Dann haben die Organisatorinnen noch eine Überraschung: „Lasst noch ein kleines bisschen Platz in eurem Bauch. Es gibt noch ein Zauber-Eis“, sagt Alonso. Sie hat es bereits einen Tag zuvor zubereitet und gekühlt. Mehrere Farben vereinen sich in der Kreation mit echtem Vanillemark. „Das sieht aus, wie ein Marmorkuchen“, sagt die Sozialtherapeutin. Oben drauf gibt es goldenen Glitzer. Auch geschmacklich überzeugt das Eis.

„Es gibt unzählige Möglichkeiten, Eis herzustellen. Von ganz einfach bis ziemlich kompliziert“, sagt Julia Grimpe-Nagel. Sie und Christina Alonso haben vorab einige Sorten ausprobiert und sich schließlich für Zitrone und Vanille entschieden. Die zwei bieten zum ersten Mal eine Ferienkisten-Aktion an. Und der Eisworkshop lag nahe: „Es ist ja Sommer“, sagt Alonso. „Das gehört einfach dazu.“

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