Ausstellung „Energiewende(n)“ macht Schule

Eine Zeitreise durch die Geschichte der Elektrizität

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Kurator Werner Koch erklärt den Schülern Fynn Weidinger und Stefan Golea (von links) die Ausstellung. 

Br.-Vilsen - Von Anne Schmidtke. Spannende Einblicke in die Energieversorgung der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erhalten derzeit Schüler der Oberschule und des Gymnasiums Bruchhausen-Vilsen. Sie besuchen klassenweise die Ausstellung „Energiewende(n) – eine Zeitreise durch die Elektrizität“ in der örtlichen Tagungs- und Begegnungsstätte Altes Gaswerk.

Die Ausstellung zeigt in einem chronologischen Abriss die Entwicklung der Elektrizität in den vergangenen 130 Jahren, informiert über Hintergründe der aktuellen Energieversorgung in Deutschland und lenkt den Blick auf innovative Zukunftsprojekte. An einigen interaktiven Stationen werden den Besuchern physikalische Prinzipien und die Komplexität funktionierender Energiesysteme vermittelt. Zudem versucht die Ausstellung folgende Fragen zu beantworten:

– Was hat die Politik mit der Energiewende zu tun? 

– Gibt es in der Geschichte bereits gelungene Energiewenden? 

– Wie können die Stromnetze zukunftsfähig ausgebaut werden? 

– Warum benötigt man Höchstspannungsleitungen? 

– Was ist E-Mobility?

Die Idee, die Ausstellung ins Alte Gaswerk zu holen, sei ihnen bei einem Besuch des Museums für Energiegeschichte(n) des Strom- und Gasversorgungsunternehmens Avacon in Hannover gekommen, berichtete Peter Schmidt-Bormann, Vorsitzender des Kultur- und Kunst-Vereins (KuK). Dort war er mit Wilfried Müller, Vorsitzender des Gaswerk-Auschusses im Verschönerungsverein Bruchhausen-Vilsen, und Bürgermeister Peter Schmitz. „Das, was wir gesehen haben, hat uns sehr gut gefallen“, sagte Schmidt-Bormann. Er und seine Mitstreiter hätten daraufhin Hermann Karnebogen, Avacon-Kommunalreferent, gefragt, ob man ein Extrakt der Ausstellung nicht auch in Bruchhausen-Vilsen zeigen könnte. Sie stießen bei ihm auf offene Ohren – und seit dem 1. September ist die „Energiewende“ im Alten Gaswerk nachzuvollziehen.

Von dem Angebot profitieren vor allem Schüler. Denn die Ausstellung ist nur am Sonntag, 4. September, für die Öffentlichkeit zugänglich. Insgesamt sollen bis Freitag, 9. September, rund 570 Schüler des achten bis zehnten Jahrgangs der Oberschule und des neunten bis elften Jahrgangs des Gymnasiums die Exponate bestaunen, die Schautafeln durchlesen und die interaktiven Stationen nutzen.

Jugendliche müssen auch mal aus der Schule herauskommen

Am Freitag führte Kurator Werner Koch die Klasse 10a der Oberschule durch die Ausstellung und erklärte ihr alles. „Das ist sehr interessant“, sagte Fynn Weidinger. Und Stefan Golea ergänzte, dass er die Ausstellung ganz gut finde. Ihm habe besonders gefallen, dass auch Auszubildende von Avacon vor Ort gewesen seien. Sie berieten Interessierte über die verschiedenen Ausbildungsberufe in der Energiewirtschaft. „Es ist toll, dass die Azubis hier stehen und von ihren Erfahrungen berichten“, sagte Jürgen Schiffbach, zweiter Konrektor der Oberschule. Schließlich müssten sich seine Schützlinge demnächst für Lehrstellen bewerben. Der Lehrer sei auch dankbar, dass mal eine Ausstellung im Ort stattfinde und er mit den Schülern nicht erst in einen Bus steigen und irgendwo hinfahren müsse. „Für die Jugendlichen ist es wichtig, außerschulische Lernorte kennenzulernen.“ Sie müssten auch mal aus der Schule herauskommen und etwas anderes sehen. Schiffbach habe schon viele positive Rückmeldungen von Mädchen und Jungen erhalten, die die Ausstellung bereits besucht hätten.

Alle Interessierten haben Sonntag von 14 bis 17.30 Uhr die Möglichkeit, die Ausstellung „Energiewende(n)“ im Alten Gaswerk (Am Gaswerk 1) zu besuchen. Der ehemalige Avacon-Mitarbeiter Willi Werner führt die Besucher herum. Der Eintritt ist frei.

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