Eine neue, alte Diskussion

Anwohner beantragen Poller im Baugebiet „Niebuhrs Feld“

BR.-Vilsen/Süstedt - Von Karin Neukirchen-Stratmann. Sollen Poller im Baugebiet „Niebuhrs Feld“ in Süstedt aufgestellt werden? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Anlieger haben beantragt, die Verbindung der Gemeindestraßen „Kirchfeld“ und „Niebuhrs Feld“ durch Pflöcke für den Verkehr zu sperren. Der Wegeausschuss des Fleckens beschäftigte sich während seiner jüngsten Sitzung im Rathaus Bruchhausen-Vilsen mit dem Antrag. Am Ende einigten sich die Politiker darauf, nach einer neuen Verkehrszählung wieder darüber zu beraten.

Neu ist das Thema nicht. „Der alte Süstedter Rat hat sich 2007 schon damit befasst“, erklärte Reinhard Thöle (SPD), der bis zur Fusion mit dem Flecken 2016 Bürgermeister der Gemeinde Süstedt war. „Damals wurde auch vor allem die nicht angepasste Geschwindigkeit bemängelt. Die Poller wurden errichtet. Dann aber gab es Beschwerden von anderen Anwohnern, die befürchteten, dass das Baugebiet so geteilt würde. Also hat der Rat entschieden, dass die Poller wieder wegkommen.“

Nun also ein neuer Vorstoß. Der Ratsherr und Anwohner des Baugebiets Söhnke Schierloh (SPD) erklärte im Wegeausschuss: „Der neue Antrag wurde gestellt, weil das Baugebiet sehr stark frequentiert wird. Wir vertun uns nichts, wenn wir die Poller wieder hinstellen.“

Wegeausschuss vertagt Entscheidung

Die unterzeichnenden Anwohner, 22 an der Zahl, begründen ihren Antrag damit, dass die „Durchgangsstraße“ zwischen der „Harmisser Straße“ und der „Süstedter Dorfstraße“ stark genutzt werde und durch die überhöhte Geschwindigkeit der motorisierten Verkehrsteilnehmer erhebliche Gefahren für die Kinder entstehen. Söhnke Schierloh hat den Antrag auch unterschrieben.

Bei den Straßen im Baugebiet handelt es sich um Spielstraßen mit einer Höchstgeschwindigkeit von sieben Stundenkilometern.

Ausschussmitglied Jochen Kracke (CDU) war gegen Poller: „Das ist definitiv keine Abkürzung, durch das Baugebiet zu fahren. Und nur 22 Stimmen? Das ist nicht die große Mehrheit. Ich kann das nicht nachvollziehen.“

Unverständnis bei Nils Ehlers

Auch Nils Ehlers (CDU) verstand den erneuten Antrag nicht. „Mir wurden Stimmen zugetragen, die eine Trennung durch die Poller befürchten. Und wenn ich sehe, dass in dem Baugebiet 60 Grundstücke bebaut sind, mit jeweils zwei Erwachsenen, wären das 120 Personen, aber nur 22 haben unterschrieben. Und von den Bürgern ist gerade nicht mal jemand da. Ich habe nicht den Eindruck, dass die breite Masse diese Poller will.“

Erkundigt wurde sich dann nach einer Verkehrszählung in dem Bereich. „Die letzte fand 2007 statt, da gab es zwischen 15 und 53 Fahrzeuge pro Tag, die in eine Richtung fuhren“, erklärte Bauamtsleiter Torsten Beneke. Nun soll es eine neue Zählung geben.

Rubriklistenbild: © dpa

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