Fünf Bruchhausen-Vilser Pfadfinder reisen nach West Virginia

„Eine Erfahrung fürs Leben“

Ein großes Abenteuer erwartet die fünf Jugendlichen (von links) Joke Hübner, Amrei Osiewacz, Hannah Krawen, Vivian Gruber und Felix Hagedorn vom Stamm „Rotmilan“ beim Weltpfadfindertreffen in West Virginia (USA). Foto: NALA Harries

Martfeld - VON NALA HARRIES. Bald geht es los für die fünf Pfadfinder Joke Hübner, Amrei Osiewacz, Hannah Krawen, Vivian Gruber und Felix Hagedorn des Stamms „Rotmilan“ aus der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen. Im Sommer steigen sie in den Flieger nach Amerika und erleben dort in West Virginia wahrscheinlich das Abenteuer ihres Lebens.

Denn vom 19. Juli bis zum 2. August versammeln sich rund 45 000 Pfadfinder aus allen Ländern der Welt zu einem Weltpfadfindertreffen in West Virginia. Von Beginn an hat sich die Pfadfinderbewegung zum Ziel gesetzt, eine weltumspannende, Völker verbindende Institution zu werden. Plattform für diese Völkerverständigung sind die alle vier Jahre stattfindenden Treffen, die sogenannten Jamborees. Vor 16 Jahren durften bereits drei Jugendliche des Stamms Rotmilan nach Thailand reisen, um dort an einem dieser riesigen Zeltlager teilzunehmen.

Der Begriff Jamborees sei zurückzuführen auf die indianische Definition eines friedlichen Treffens der Stämme, erklärt Pitt Brandstädter, stellvertretender Vorsitzender des Bunds deutscher Pfadfinder (BdP) Bruchhausen-Vilsen. Hannah Krawen versucht, das Ausmaß dieser Zeltstadt in passende Worte zu fassen: „Ein Fußmarsch vom einen Ende des 40 000 Quadratmeter großen Geländes bis zum anderen dauert rund drei Stunden. Damit keiner verloren geht, werden wir immer in Trupps unterwegs sein.“ Sogar ein Supermarkt wird extra für die Jugendlichen aufgebaut.

Übernachten werden die Fünf in einem ihrer schwarzen Stoffzelte, die charakteristisch für ihren Stamm sind. Im Inneren haben sechs bis acht Personen Platz. In den ersten drei Tagen nach der Ankunft in den USA bleiben Joke, Amrei, Hannah, Vivian und Felix zunächst in Washington, um zu akklimatisieren. Danach geht es weiter nach West Virginia. „Das wird eine Erfahrung, die wir im Leben nicht vergessen werden“, meint Hannah Krawen.

Auf dem Plan steht unter anderem auch der sogenannte „Culture Day“. „Jede Nation bringt dafür traditionelle Dinge aus ihrem Land mit. Wir haben uns für Brot und Sauerkraut entschieden“, erklärt Joke Hübner. Außerdem soll es auf dem Gelände eine riesige Seilbahn geben.

Joke Hübner aus Martfeld, Amrei Osiewacz aus Asendorf, Hannah Krawen und Felix Hagedorn ebenfalls aus Martfeld und Vivian Gruber aus Bruchhausen-Vilsen gehören zu rund 1 700 anderen deutschen Pfadfindern, die in die USA reisen. „Es ist aber schon etwas Besonderes, gleich fünf Stammesmitglieder zu den Jamborees schicken zu dürfen“, meint Pitt Brandstädter. Mitmachen kann bei dem Treffen jeder Pfadfinder im Alter von 13 bis 16 Jahren.

Eine ordentliche Summe, die sich Hannah Krawen versucht, zusammenzusparen. „Ich wünsche mir zu Weihnachten oder zum Geburtstag Geld für die Reise“, sagt sie. Die Pfadfinder hoffen auf einen Zuschuss vom Landkreis und sind noch verstärkt auf Sponsorensuche.

Kontaktdaten:

Weitere Informationen für Sponsoren bei Pitt Brandstädter unter Telefon 04255/982744 oder per E-Mail an info@pfadfinder-bruchhausen-vilsen.de

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