Eine echte Erfolgsgeschichte

Feuerwehr Martfeld profitiert von Pfandbon-Spenden

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Zuletzt haben die Martfelder Atemschutzgeräteträger dank der Pfandbon-Aktion zwei neue Helmsprechgarnituren bekommen. Die Feuerwehrmänner Heiner Rahlmann (links), Kai Böer (Zweiter von links) und Stephan Kniep (rechts) dankten „Kööp in“-Inhaber Klaus-Peter Klausen für seine Unterstützung.

Martfeld - „Neue, innovative Wege gehen, und das für einen guten Zweck!“ – das hat sich der Förderverein der Ortsfeuerwehr Martfeld vor einigen Jahren vorgenommen. „In einem Gespräch mit dem Inhaber vom Martfelder Edeka-Markt ,Kööp in‘, Klaus-Peter Klausen, sind wir auf die Idee für den ,Feuerwehr-Pfand‘ gekommen“, berichtet Heiner Rahlmann, Vorsitzender des Fördervereins und Ortsbrandmeister in Martfeld.

Das Konzept ist denkbar simpel. Direkt neben dem Pfand-Automaten für Getränkeverpackungen bei „Kööp in“ hängt ein kleiner Briefkasten. Nachdem die Kunden ihr Leergut abgegeben haben, können sie – freiwillig und anonym – den Pfandbon für die über 45 aktiven, ehrenamtlich tätigen Kameradinnen und Kameraden spenden.

Konzept seit 2013

„Dieses wirklich gute Konzept verfolgen wir schon seit 2013“, berichtet Rahlmann weiter, „so haben wir bereits für die Jugendfeuerwehr oder zur Anschaffung unseres neuen, gebrauchten Mannschafts-Transportwagens gesammelt.“ Insgesamt ist bisher ein vierstelliger Betrag durch die Pfandbon-Spenden zusammengekommen.

Überzeugt hat sich von der Idee auch schon Bundesinnenminister Thomas de Maizière: Bei der Förderpreis-Verleihung „Helfende Hand“ bekamen die Martfelder 2014 für das Konzept einen Preis in der Kategorie „Innovative Konzepte“. „Allein die Preisverleihung in Berlin war ein tolles Erlebnis. Aber es freut uns auch, Anerkennung für die Arbeit zu erhalten“, erzählt Rahlmann.

Zwei neue Helmsprechgarnituren

Dank der Aktion freuen sich die Martfelder Atemschutzgeräteträger neuerdings über zwei neue Helmsprechgarnituren für rund 850 Euro. „Mithilfe dieser Headsets haben unsere Jungs die Hände frei“, erklärt Atemschutzgerätewart Kai Böer. „Besonders im Innenangriff ist es eine große Erleichterung, beim Funken nicht mehr das Gerät in die Hand nehmen zu müssen.“ Sein Stellvertreter Stephan Kniep fügt hinzu: „Es freut mich, dass wir den Förderverein haben und unser Equipment somit über den Standard hinaus verbessern können.“

Für den Standard sorgt gemäß dem niedersächsischen Brandschutzgesetz die Kommune, erklärt Feuerwehr-Pressewart Christian Wolters. Hierzulande ist die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen Trägerin der Freiwilligen Feuerwehr und unterhält als solche beispielsweise die Ortsfeuerwehren in Hustedt, Kleinenborstel und Martfeld. „Aufgabe der Samtgemeinde ist es, den abwehrenden und vorbeugenden Brandschutz sowie die Hilfeleistung im Samtgemeindegebiet sicherzustellen“, erklärt der Geschäftsführer der Gemeindefeuerwehr, Ralf Rohlfing. „Dafür stellen wir allen zehn Ortsfeuerwehren die Fahrzeuge, das Equipment und auch die Einsatzbekleidung zur Verfügung.“ Rahlmann ergänzt: „Hin und wieder entwickeln wir im Kommando Ideen für erweiterte Ausrüstung oder sinnvolle Anschaffungen.“ Dabei helfen die Pfandbon-Spenden.

Spenden für den guten Zweck

Rahlmann ist „Kööp in“-Inhaber Klaus-Peter Klausen dankbar für die Möglichkeit, in seinem Geschäft eine Spendenbox aufzustellen. Und er dankt allen Kunden, die so zahlreich ihren Pfand für den guten Zweck spenden. „Das ist nicht selbstverständlich“, betont der Ortsbrandmeister.

Als Nächstes will die Martfelder Wehr mit den Pfandbon-Spenden einen „Powermoon“ finanzieren, eine helle, schattenfrei leuchtende Lichtquelle. Damit lassen sich Einsatzstellen gut ausleuchten.

mah

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