Rat stimmt für zwei Ladesäulen

E-Mobilität nimmt auch im Flecken Fahrt auf

Br.-Vilsen - Von Karin Neukirchen-Stratmann. Die E-Mobilität ist derzeit Thema in allen Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde, und das nicht ohne Grund. Unterstützt mit insgesamt 10.000 Euro will die Samtgemeinde die E-Mobilität fördern.

Um die entsprechenden Fördermittel kümmert sich die Avacon, die die Säulen aufstellt. Den Strom zahlt die Samtgemeinde. Als Standort für eine Säule im Flecken schlug die Verwaltung dem Rat den Bereich Bahnhof/Wasserspielplatz vor.

Mit dem Thema konnten sich nicht alle Ratsmitglieder anfreunden. Jochen Kracke (CDU) erklärte: „Ich betrachte das Thema E-Mobilität sehr differenziert. Es ist in meinen Augen nicht nachvollziehbar, dass die Öffentliche Hand den Strom zahlt. Wir zahlen ja auch nicht für Tankstellen.“

Andere Politiker begrüßten das Vorhaben. „Wir freuen uns über das Angebot der Samtgemeinde. Wir würden sogar sagen, dass wir zwei Ladesäulen errichten sollten, eine am Bahnhof/Wasserspielplatz, eine vielleicht in Bruchhausen, zum Beispiel bei Klingeberg“, schlug Reinhard Thöle (SPD) vor. Unterstützung für diese Idee bekam er von den Grünen. „Ein zweiter Standort würde uns als Luftkurort sehr gut zu Gesicht stehen“, meinte Bernd Schneider. Er sprach von einem weiteren Angebot für Touristen und einer Attraktivitätssteigerung. Torben Garbers (CDU) war überrascht über die Idee einer zweiten Ladesäule. „In Zeiten, wo der Haushalt knapp ist, kann ich dem nicht einfach zustimmen.“

Am Ende stimmte der Rat bei vier Gegenstimmen aus den Reihen der CDU für die Anschaffung von zwei Ladesäulen, wobei die Verwaltung die genauen Standorte noch ermitteln soll.

Einstimmig wurde das Einzelhandelskonzept für Bruchhausen-Vilsen beschlossen, mit einer weiteren Änderung. „Die betrifft die Nahversorgung“, erklärte Gemeindedirektor Bernd Bormann. Eine Tabelle im Konzept sei daher geändert worden. 

Dort steht nun „Nahversorgungsangebot in dem zentralen Versorgungsbereich sichern und weiterentwickeln“ sowie „Ergänzendes Nahversorgungsangebot in den übrigen Gemeinden der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen nur unterhalb der Schwelle der Großflächigkeit zur Optimierung der Nahversorgung zulassen“. Bernd Schneider begrüßte das Konzept als „wichtigen Baustein für die Entwicklung und Steuerung des Einzelhandels im Flecken Bruchhausen-Vilsen und für die kommunale Bauleitplanung.“ Das Konzept wird nun öffentlich ausgelegt.

Einstimmig erfolgten auch die Feststellung des Jahresabschlusses 2015 des Eigenbetriebs „TourismusService“ Bruchhausen-Vilsen, die Entlastung der Betriebsleitung und die Behandlung des Jahresergebnisses 2015. Hermann Hamann (SPD), Vorsitzender des Marktausschusses, begrüßte die Verwaltungsarbeit. „Auch 2016 ist schon in Arbeit. Wir sollten zeitnah dann auch 2017 erhalten, damit wir sehen können, ob wir reagieren müssen, denn der Überschuss schmilzt wie Schnee in der Sonne.“

Für eine anstehende Gleissanierung im Bereich Heiligenberg der Museums-Eisenbahn mit einem Ausbauvolumen von rund 62 000 Euro hat der Rat beschlossen, 52 000 Euro überplanmäßig zur Verfügung zu stellen. „Abzüglich von Förderungen stehen als Nettobelastung beim Eigenbetrieb Tourismus des Fleckens 19 500 Euro“, sagte Bürgermeister Lars Bierfischer. Diesem Beschluss folgte der Rat einstimmig.

Rubriklistenbild: © dpa

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