Offiziell eingeweiht

Millionenspende macht Neubau von Kindergarten Löwenzahn in Bruchhausen-Vilsen möglich

Erwachsene begutachten den Sandkasten einer Kita.
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Treffen an der Sandkiste (von links): Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann, Bauamtsmitarbeiterin Insa Immoor, Löwenzahn-Leiterin Anja Marcks, Architektin und Planer Franziska und Oliver Keese sowie Fachbereichsleiterin Cattrin Siemers.

Br.-Vilsen – „Ich sehe nur Glück, Zufriedenheit und Freude, weil ein lang gehegter Wunsch erfüllt wurde.“ Nicht nur Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann strahlte mit der Oktober-Sonne um die Wette, auch alle anderen Anwesenden freuten sich darüber, dass der Kindergarten Löwenzahn am Samstagmittag endlich offiziell eingeweiht werden konnte. In Betrieb ist der Neubau mit vier Gruppenräumen bereits seit dem 22.

Juni 2020.

Die Corona-Pandemie machte jedoch erst jetzt einen kleinen, offiziellen Einweihungsakt möglich: mit einigen der am Bau beteiligten Handwerkern und Architekten, mit Erzieherinnen und Kommunalpolitikern, aber ohne die, für die der Kindergarten gebaut wurde: die Kinder. Sie aber waren dennoch präsent – in Bildern an der Wand und mit vielen persönlichen Statements vom Band, warum ihnen der neue Kindergarten so gut gefällt – zum Beispiel, weil man hier gut malen und spielen kann.

Und noch jemand fehlte in den Reihen der Gäste: Diejenige, die den Bau mit ihrer siebenstelligen Großspende erst ermöglicht hatte. Elisabeth Rodekohr sagte ihre Teilnahme zwar kurzfristig ab, erhielt aber viel Lob und Anerkennung. Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann nannte sie in seiner Rede die „gute Fee“, die man sich in schwierigen Zeiten wünsche. „Damals standen wir vor der großen Herausforderung, einen Kindergarten zu bauen, den wir uns nicht leisten konnten“, erinnerte er an die schlechte Haushaltslage, der sich die Samtgemeinde vor drei Jahren ausgesetzt sah. Genau in dieser Situation bot Elisabeth Rodekohr die Unterstützung an, die den Bau des neuen Kindergarten Löwenzahns möglich machte. „Eine Frau, ein Wort“, freute sich Bernd Bormann über das besondere Engagement.

Großes Lob gab es auch für Franziska und Oliver Keese vom Planungsbüro Keese aus Wagenfeld. „Das hat richtig Spaß gemacht mit Ihnen“, richtete Kindergartenleiterin Anja Marcks ihren Dank an den Ingenieur und die Architektin, die ebenso viel Freude daran hatten, den Kindergarten-Neubau zu planen und zu realisieren: „Wir bedanken uns für das Vertrauen, das man in uns gesetzt hat, so eine Maßnahme in einem Jahr zu machen und nebenbei noch eine Straße zu bauen und ein Baugebiet zu erschließen“, sagte Oliver Keese und freute sich, dass in direkter Nachbarschaft zum Kindergarten immer mehr Wohnbebauung entsteht. Zugleich zeigte er sich glücklich darüber, dass ein besonderer Spagat gelungen sei: „Eine Heimat für die Kinder und gleichzeitig eine Arbeitsstätte zu schaffen.“

Auf insgesamt 1 260 Quadratmetern entfaltet sich der Neubau des Kindergartens Löwenzahn an der neuen Straße „Am Friedeburggraben“, nur ein paar Schritte vom alten Standort „Auf der Loge“ entfernt.

Eine einladende Eingangshalle führt zu den vier Gruppenräumen, in denen zwei Integrationsgruppen à 18 Kinder, eine Ganztagsgruppe mit 25 und eine Kleingruppe mit je 15 Kindern Platz finden.

Rund 300 Quadratmeter ist das Gebäude größer als das alte, in das der neue Kindergarten des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) eingezogen ist. Mit der Kunstwerkstatt Artenreich aus Graue fertigten die Erzieherinnen Mosaike, die sich in der Eingangshalle, aber auch in den Waschräumen wiederfinden. „Die Kinder sind unsere Zukunft, sie sollen sich hier wohlfühlen“, erklärte Anja Marcks.

In einem Bildervortrag erinnerte sie gemeinsam mit Fachbereichsleiterin Cattrin Siemers an die Planungs- und Bauphase, zeigte Fotos von der Grundsteinlegung und vom Richtfest. „In diesem Kindergarten haben wir zum ersten Mal eine Mensa verwirklicht“, nannte Cattrin Siemers ein Beispiel für eine Besonderheit im Kindergarten Löwenzahn. Denn hier nehmen die Kinder ihr Mittagessen nicht mehr in den Gruppenräumen, sondern in einem Speiseraum ein. Die große Küche ist direkt daneben platziert, über eine Durchreiche gelangen die Speisen direkt auf die Tische der Kinder. Darüber hinaus ist in die Mensa auch eine Kinderküche integriert, in der die Mädchen und Jungen auf einer ihrer Körpergröße angepassten Arbeitshöhe gemeinsam mit einer Erzieherin kochen und backen können.

Die geladenen Gäste warfen bei kurzen Führungen einen Blick in die einzelnen Räumlichkeiten und durften für sich feststellen, was zuvor Bauingenieur Oliver Keese bereits konstatiert hatte: „Das hier ist eine tolle Location.“

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