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Die Filter funktionieren noch –Wiehe-Bad in Bruchhausen-Vilsen gerettet

Freibad ohne Wasser mit Rutsche
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Hochsommerwetter, aber das Wiehe-Bad muss geschlossen bleiben, weil Unbekannte das Beckenwasser kontaminiert hatten. Das Labor bestätigt jetzt: Die Filteranlage wurde dadurch nicht zerstört.

Br.-Vilsen – Das beauftragte Labor meldete seine Untersuchungsergebnisse später als angekündigt. Aber alle, die sehnsüchtig darauf gewartet haben, in welchem Zustand die Filter im Wiehe-Bad nach einer mutwilligen Verschmutzung sind, können aufatmen: „Die untersuchten Filter weisen keine Auffälligkeiten auf“, teilte Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann am Freitag aus dem Befund mit.

Damit ist die Sorge vom Tisch, ob die entsprechende Anlage nach einem Einbruch und einer mutwilligen Verunreinigung komplett erneuert werden muss. Abgesehen davon, dass der Austausch kaum vor Ende der Freibadsaison hätte abgeschlossen werden können, wird sich auch der finanzielle Schaden vergleichsweise in Grenzen halten.

Keine neuen Hinweise

„Natürlich werden wir juristisch alle Schritte gehen, dazu fühlen wir uns den Steuerzahlern gegenüber verpflichtet“, so Bormann. Noch aber gibt es niemanden, der zur Verantwortung gezogen werden könnte. „Es gibt keine neuen Hinweise, die uns weiterführen“, sagte Polizeipressesprecher Thomas Gissing gestern auf Anfrage. Seine Kollegen ermittelten in alle Richtungen.

LKA ermittelt

Vom Landeskriminalamt, das die Spurensicherung übernommen hatte, gebe es ebenfalls noch keine Neuigkeiten, auch nicht dazu, wie lange die kriminaltechnische Auswertung der Beweisstücke noch dauere, heißt es zum Stand der Ermittlungen.

Zur „endgültigen Absicherung“ des Laborbefunds führe die Samtgemeinde jetzt einen weiteren Reinigungsvorgang für die Filter durch, informiert Bernd Bormann.

Gesundheitsamt überprüft Wasser

Ab Dienstag können wir das Wiehe-Bad für den Badebetrieb vorbereiten, sodass das Gesundheitsamt in der darauf folgenden Woche die erforderliche Beprobung des Wassers vornehmen kann“, schildert er das weitere Vorgehen. Sobald die Behörde grünes Licht für den Betrieb gebe, könne das Freibad dann kurzfristig öffnen.

Unbekannte Einbrecher hatten am 6. Juni 2,5 Millionen Badewassser kontaminiert. Seitdem stellt sich die Frage, ob das Bad ausreichend vor Eindringlingen geschützt ist. „Natürlich nicht“, sagt Bernd Bormann unumwunden. „Wir wollen unsere Bäder nicht mit S-Draht (Variante von Stacheldraht, Anm. d. Red.) umzäunen“, sagt er. Die Freibäder in Schwarme und Bruchhausen-Vilsen sollen sich vielmehr positiv darstellen. Eine Videoüberwachung sei jetzt und früher schon diskutiert worden, die rechtlichen Rahmenbedingungen zum Datenschutz seien jedoch extrem schwierig. „Aber wir prüfen das.“

Dummejungenstreiche gäbe es immer wieder, eine so folgenschwere Verschmutzung wie jetzt sei aber beispiellos. „Das war bisher bar jeder Vorstellungskraft“, gibt er aus Gesprächen mit Fachfirmen wieder.

2000 Euro Belohnung

Weiterhin ist eine Belohnung von 2 000 Euro für sachdienliche Hinweise festgesetzt. Hinweise nimmt die Polizei in Syke an, Telefon 04242/9690.

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