Aus nach zweieinhalb Jahren

„Kzwei“ schließt: Astrid und Christian Kropp geben ihren Traum auf

Christian und Astrid Kropp geben den Betrieb ihres Restaurants „Kzwei“ zum 29. Juli auf.
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Christian und Astrid Kropp geben den Betrieb ihres Restaurants „Kzwei“ zum 29. Juli auf.

Vilsen – „Das ,Kzwei‘ war immer unser Traum“, sagt Christian Kropp. Dieser Traum ist für ihn und seine Frau Astrid nun zerplatzt. Das „Kzwei“ im Zentrum von Bruchhausen-Vilsen öffnet am 28. Juni nach zweieinhalb Jahren seine Türen zum letzten Mal.

Die Corona-Krise trifft die Betreiber hart. Das Darlehen, das das Ehepaar für die Gründung des Gastronomiebetriebes aufgenommen hat, und die laufenden Kosten seien durch die wegfallenden Einnahmen nicht mehr aufzufangen. Aus diesem Grund ziehen Astrid und Christian Kropp jetzt die Reißleine – und zwar rechtzeitig. „Wir wollen lieber mit einem Veilchen als mit blauen Auge rausgehen“, beschreibt Astrid Kropp die Lage.

Das Kzwei steckt nach eigenen Angaben noch in den Kinderschuhen. „Wir wissen, dass die ersten Jahre nicht leicht sind, aber wenn wir jetzt nicht viel falsch gemacht hätten, dann hätten wir den Fuß in der Tür gehabt“, sagt die Betreiberin. Das Coronavirus habe ihren Finanzplan allerdings kräftig aus den Fugen gerissen.

„Es ist unglaublich, dass ein Virus die ganze Welt lahmlegen kann“, sagt Christian Kropp konsterniert. „Es fallen einfach alle Veranstaltungen weg.“ Auf dem Brokser Heiratsmarkt wären die Betreiber des Restaurants vertreten gewesen. „Das hätte uns wirklich geholfen“, meint der Christian Kropp. Seine Frau ergänzt mit Tränen in den Augen: „Das wäre noch ein Funken Hoffnung gewesen.

Ob der Brokser Markt das „Kzwei“ vor der Schließung gerettet hätte, kann und will das Paar aber nicht beurteilen. „Da spielen viele Faktoren eine Rolle. Wir hätten in diesem Jahr sechs Konfirmationen bei uns gehabt. Auch die fallen weg“, erklärt Christian Kropp.

Auch auf Facebook machte das „Kzwei“ die Schließung zum Monatsende bekannt. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Nach nicht einmal einem Tag hatte der Beitrag 50 Kommentare und wurde insgesamt 69 Mal in den sozialen Medien geteilt. „Seitdem stand das Telefon nicht mehr still“, meint Christian Kropp.

Der Großteil der Kommentare zeugt von Betroffenheit und Trauer über die Schließung. Nun bleibt Astrid und Christian Kropp nichts anderes übrig, als sich bei den Gästen für die vergangenen zweieinhalb Jahre für die Treue und die gemeinsamen Momente und Erinnerungen zu bedanken. „Es tut weh, zumachen zu müssen“, sagt der Betreiber des „Kzwei“

Wie es für die beiden jetzt weitergeht, sei noch nicht klar. „Im Moment kann ich mir keine echten Gedanken um die Zukunft machen“, erklärt Christian Kropp, „aber ich werde versuchen, in der Gastronomie zu bleiben.“  jr

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