180 Sportler beteiligen sich 

Vierte Auflage des Wettkampfs „Mensch gegen Maschine“: Dampflok verliert erneut

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Unterwegs waren auf der Museumsbahnstrecke zwischen den Bahnhöfen Bruchhausen-Vilsen und Asendorf nicht nur Zweibeiner. 

Br.-Vilsen/Asendorf - Von Horst Friedrichs. Ein Rausch der Geschwindigkeit konnte am Sonntag auf der Museumsbahnstrecke zwischen den Bahnhöfen Bruchhausen-Vilsen und Asendorf nicht entstehen. Denn ein natürliches Tempolimit war bei beiden Kontrahenten des Wettbewerbs „Mensch gegen Maschine“ vorgegeben.

Bei den Läufern - als Wettkampfgruppe „Mensch“ - regelten Kraft und Ausdauer die erreichbare Höchstgeschwindigkeit. Der dampfbetriebene Personenzug dagegen - als Wettkampfgruppe „Maschine“ - erreichte seine Leistungsgrenze mit Technik aus dem 19. Jahrhundert.

„Franzburg zieht, Hoya schiebt“, lautete das Motto der Museumsbahner für den vierten Wettkampf seiner ungewöhnlichen Art, der Sonntag im Luftkurort startete. Die Dampflokomotive „Franzburg“, Baujahr 1894, fuhr mit ihren 200 PS als „Zugmaschine“ an der Spitze des Personenzugs, der mehr als 180 Zuschauer zu befördern hatte. Die Dampflok „Hoya“, Baujahr 1899, 283 PS stark, steuerte ihre Schubkraft am Ende des Zugs bei.

„Wir haben insgesamt rund 180 Teilnehmer an den Wettläufen des Deutschen Leichtathletik-Verbands DLV registriert“, sagte Axel Burmeister vom Deutschen Eisenbahn-Verein (DEV), der die Museumseisenbahn betreibt. „Auf jeden Teilnehmer kommt mindestens ein Zuschauer, der im Zug mitfährt.“ Letztere konnten während der Fahrt beobachten, wie die Läufer auf ihrer etwa parallel verlaufenden Strecke davonzogen, mithielten oder zurückfielen. Nachdem die schnellsten Leichtathleten bereits um 14 Uhr am Zielort Asendorf eintrafen, erreichte der Dampfzug den dortigen Bahnhof erst um 14.12 Uhr. Weitere Läufer trudelten noch in der darauffolgenden Viertelstunde in Asendorf ein.

Damit war die Niederlage für den Wettkampfpart „Maschine“ abermals besiegelt. Wie schon bei den drei vorangegangen Wettkämpfen siegte auch diesmal der Mensch. Das war die Bilanz des AOK-Wettlaufs über acht Kilometer und des Novo Nordisc-Staffellaufs über zweimal vier Kilometer. Zum weiteren Programm gehörten ein Kinder-Wettlauf über einen Kilometer und der Volksbank-Wettlauf über 1,8 Kilometer.

Für die nun schon regelmäßige Niederlage der Dampfloks beim Wettlauf „Mensch gegen Maschine“ gibt es eine einfache Erklärung: „Theoretisch können unsere Dampfzüge zwar eine Geschwindigkeit von 20 Stundenkilometern erreichen“, erläuterte Museumsbahner Axel Burmeister. „Aber in der Praxis erreicht der Zug von Bruchhausen-Vilsen bis Asendorf nur eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 12,5 Kilometern pro Stunde. Das liegt vor allem daran, dass er zu Beginn der Fahrt erst einmal die Steigung bewältigen muss, die hinauf zum Geestrücken führt.“

Das Wetter bezeichneten die Veranstalter beim vierten Wettlauf als ideal. Sonnenschein und ein kühlender Wind begleiteten die Läufer während der gesamten Wettkampfdauer.

Das Startsignal am Bahnhof des Luftkurorts gab Bernd Schneider, Vorsitzender des Tourismusschusses der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen. Sowohl dort als auch anschließend in Asendorf hielt Moderator Bernd Rebischke die Zuschauer über das Wettkampfgeschehen auf dem Laufenden.

Am Zielort Asendorf gab es für Teilnehmer und Zuschauer ein Rahmenprogramm mit Buden und Ständen und Tanzvorführungen der „Winchester Line-Dancer“.

Moderator Rebischke dankte den Sponsoren und den vielen „guten Geistern vor Ort“, den ehrenamtlichen Helfern nämlich, für ihre tatkräftige Unterstützung. Stellvertretend nannte er Christa Gluschak von der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen und Viktoria Leu von der Geschäftsstelle des Niedersächsischen Leichtathletik-Verbands, NLV.

Lokführer Eric Arndt verließ seine „Franzburg“ beim Einfahren in den Asendorfer Bahnhof mit einem Sprung und legte die letzten Meter bis zum Ziel als Läufer zurück. Unterdessen übernahm sein Heizer Jens Hatesohl die Lokomotive. Auf der „Hoya“ fuhren Matthias Bartels als Lokführer und Karl Alms als Heizer.

Alle Ergebnisse der Läufe finden sich im Internet unter www.laufmanager.net.

Vierte Auflage des Wettkampfs „Mensch gegen Maschine“

 © Jantje Ehlers
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