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Wieder Feuer in Asendorf-Uepsen: Carport nicht zu retten

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Von: Anne-Katrin Schwarze

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Der brennende Carport ist nicht zu retten.
Der brennende Carport ist nicht zu retten. © Feuerwehr

Asendorf – „Gebäudebrand in Uepsen“ – hätten am späten Samstagabend nicht auch die Sirenen in Asendorf und umzu geheult, die Feuerwehrleute hätten hoffen können, ihre digitalen Melder zeigten einen alten Einsatz an. Wieder brannte es im Asendorfer Ortsteil Uepsen. Dieses Mal an der Barkloger Straße.

Dort stand ein Carport in Flammen. Als die Einsatzkräfte in der Osternacht in Uepsen ankamen, griff das Feuer bereits auf den angrenzenden Schuppen über, informiert Asendorfs Ortsbrandmeister Frank Ahlers. Da auch das Wohngebäude in unmittelbarer Nähe durch die Flammen bedroht war, löste die Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle in Diepholz direkt die Alarmstufe F2 aus. Somit wurden neben der Ortsfeuerwehr Asendorf auch die Wehren aus Engeln und Bruchhausen-Vilsen zur Einsatzstelle gerufen. Zusätzlich entschieden Gemeindebrandmeister Michael Ullmann und Ortsbrandmeister Frank Ahlers, zur Verstärkung das Tanklöschfahrzeug aus Siedenburg zu alarmieren. Den Totalschaden des Carports konnten die Einsatzkräfte jedoch nicht abwenden, auch der Schuppen wurde erheblich beschädigt. Durch den Einsatz von fünf C-Rohren und den Aufbau einer sogenannten Riegelstellung durch die 40 Einsatzkräfte, davon fünf Trupps unter Atemschutz, konnte die Feuerwehr aber das Wohngebäude retten.

Erst am 11. April hatte es etwas einen Kilometer Luftlinie entfernt in einer Brandruine in Uepsen zum zweiten Mal gebrannt.

Beitrag vom 13. April: Am frühen Montagabend brannte es an der Straße Uepser Heide erneut. Dieses Mal schlugen die Flammen aus einem seinerzeit geretteten Nebengebäude.
„Unklare Rauchentwicklung“ hieß es bei der Alarmierung der Ortsfeuerwehr Asendorf um 17.35 Uhr an die bekannte Adresse. Rund um die Brandruine vom 23. Februar war immer noch das Flatterband erhalten, das ungebetene Besucher vom Betreten des Grundstücks abhalten sollte.

An der Einsatzstelle eingetroffen, stellten die Feuerwehrkräfte fest, dass jetzt ein Anbau mit einem Heizungsraum in Flammen stand. Wie bereits im Februar, stand das Gebäude beim Eintreffen der Feuerwehr im Vollbrand. Die Flammen schlugen aus dem Dach. „Da das Feuer auf die direkt angrenzende Scheune überzugreifen drohte, wurde sofort die Alarmstufe erhöht und die Ortsfeuerwehren Bruchhausen-Vilsen und Engeln alarmiert“, berichtet Asendorfs Ortsbrandmeister Frank Ahlers. Dank vieler Helfer konnte das Übergreifen der Flammen auf eine Scheune verhindert werden und diese erhalten bleiben. Insgesamt 59 Rettungskräfte waren am Einsatzort, die letzten verließen diesen nach dreieinhalb Stunden.

Nach Angaben der Feuerwehr beschlagnahmte die Polizei die Einsatzstelle und begann umgehend mit den Ermittlungen zur Brandursache. 

Beitrag vom 14. April: Ein Feuer in einer Brandruine – da liegt der Gedanke der Brandstiftung nicht fern. Die Polizei hat entsprechende Ermittlungen aufgenommen, teilt Polizeisprecher Thomas Gissing mit. Sie bittet um Hinweise auf besondere Beobachtungen, insbesondere zu zwei Jugendlichen, die sich am Montagnachmittag an der Straße Uepser Heide in oder an dem im Februar abgebrannten Gehöft aufgehalten haben könnten. Gegen 17.30 Uhr brannte in Uepsen ein Anbau des Anwesens, in dem sich der Heizungsraum befand. Die Feuerwehr konnte den Brand in dem seit Februar unbewohnten Gebäude löschen und eine angrenzende Scheune retten. Hinweise nimmt die ermittelnde Polizei Diepholz entgegen, Telefon 05441/ 9710. 

Beitrag vom 24. Januar: Bis in den Nachmittag hinein war die Feuerwehr mit Nachlöscharbeiten beschäftigt, mehr als 16 Stunden waren insgesamt 130 Feuerwehrleute im Asendorfer Ortsteil Uepsen im Einsatz, wo in der Nacht zu Mittwoch ein Wohnhaus auf einem Gehöft in Brand geraten und durch die Flammen vollständig zerstört worden war.

Gegen 1 Uhr ging der Notruf bei der Leitstelle ein, zu diesem Zeitpunkt brannte das Haus in Alleinlage aber bereits lichterloh. Der Bewohner selbst habe kein Telefon gehabt und musste die entfernt wohnenden Nachbarn wecken, um von dort aus Hilfe zu rufen, berichtet Asendorfs Ortsbrandmeister Frank Ahlers. Er leitete diesen Großeinsatz. „Als wir in der Uepser Heide ankamen, schlugen uns die Flammen bereits aus der Haustür und aus Fenstern entgegen“, beschreibt er seinen ersten Eindruck.
Der Bewohner selbst hatte das Feuer bemerkt. Der Rettungsdienst brachte ihn mit Anzeichen einer Rauchgasvergiftung in eine Klinik.

Die Leitstelle hatte den Anruf des Bewohners richtig gedeutet und umgehend eine sogenannte F3-Lage angenommen, ein ausgedehntes Feuer. Per Sirene alarmierte der Disponent die Ortsfeuerwehren Asendorf, Bruchhausen-Vilsen, Ochtmannien, Uenzen und Engeln sowie die Einsatzleitung „ELO“. Obwohl die Feuerwehren nach ihrem Eintreffen schnell mit dem Löschen beginnen konnten, war das Wohnhaus des alleinstehenden Mannes nicht zu retten. „Die Nebengebäude konnten wir aber halten“, berichtet Frank Ahlers, der sich mit Kameraden aus Asendorf noch am Nachmittag an der Einsatzstelle befand.

Insgesamt waren 130 Feuerwehrleute mitten in der Nacht nach Uepsen geeilt. „Tagsüber hätten wir wohl nicht so viele Kräfte zur Verfügung gehabt“, so Ahlers. In den ersten Stunden des Einsatzes war ihm jede helfende Hand recht. Direkt an der Einsatzstelle gab es zwar einen Unterflurhydranten, der reichte zur Wasserversorgung aber nicht aus. Die nächstgelegene Möglichkeit, an Löschwasser zu kommen, lag etwa einen Kilometer weit entfernt. Die Feuerwehren verlegten eine 1 000 Meter lange Schlauchleitung, nachträglich alarmierte Tanklöschfahrzeuge aus Affinghausen und Siedenburg setzte der Einsatzleiter für einen Pendelverkehr ein.
„Es waren mindestens zehn Trupps von Atemschutzgeräteträgern im Einsatz“, berichtet Frank Ahlers. Dass das Gebäude beim Eintreffen der Feuerwehr bereits in Vollbrand stand, sei eine Herausforderung gewesen. Dass in nahezu allen Räumen leicht brennbare Materialien in großer Zahl lagerten, habe den Flammen reichlich Nahrung gegeben. Gegen 3 Uhr meldete der Einsatzleiter „Feuer unter Kontrolle“, gegen 5.30 Uhr konnte er den Großteil der Einsatzkräfte nach Hause schicken. Für viele so rechtzeitig, dass sie nach einer Dusche pünktlich an ihren Arbeitsstellen erscheinen konnten. Er selbst und die Ortsfeuerwehr Asendorf übernahm bis in den Nachmittag hinein die Brandwache und die Nachlöscharbeiten. Ab spätem Vormittag unterstützte das Technische Hilfswerk (THW) aus Hoya die Feuerwehr. Mit schwerem Gerät zogen die Helfer die Trümmer auseinander, um an wirklich alle Glutnester zugelangen.

Das DRK versorgte die Feuerwehren während des mehrstündigen Einsatzes mit warmen Getränken und einem Imbiss. Obwohl die Einsatzstelle nicht zuletzt wegen des aufgeweichten Bodens in unwegsamen Gelände viele Gefahren barg, kehrten alle Feuerwehrleute unbeschadet an ihre Standorte zurück. Für den Fall der Fälle war aber ein Rettungswagen zur Eigensicherung vor Ort, erklärt Ahlers das Großaufgebot an Rettungskräften.

Dazu zählte auch die Polizei. Die Beamten beschlagnahmten den Brandort und nahmen gestern erste Ermittlungen zur Brandursache auf, heißt es in einer Pressemitteilung. „Hinweise auf eine Brandstiftung liegen derzeit nicht vor“, informierte die Polizei. Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen rund 150 000 Euro.

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