A-cappella vom Feinsten

Die Band „medlz“ löst in Asendorf Begeisterungsstürme aus

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Silvana Mehnert (von links), Joyce-Lynn Lella und Nelly Palmowske – begeisterten bei ihrem Auftritt in der Kirche.

Asendorf - Von Uwe Campe. Nunmehr zum dritten Mal trat am Donnerstagabend die A-cappella-Frauenband „medlz“ zu einem Benefizkonzert in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen auf, was Henning Rodekohr vom Mitveranstalter Vilsa-Brunnen augenzwinkernd zu der Bemerkung veranlasste, dass manche niedersächsischen Politiker in solchen Fällen bereits von „gelebtem Brauchtum“ sprechen würden.

Möglich gemacht haben dieses besondere musikalische Ereignis außer seinem Unternehmen auch der Rotary Club Bruchhausen-Vilsen, der Bruchhausen-Vilser Verein „Lebenswege begleiten“ und die Kirchengemeinde Asendorf. Neben den vier Sängerinnen konnte Kirchenvorstand Hans-Friedrich Rothschild als Hausherr rund 500 Gäste in der bis auf den letzten Platz besetzten St.-Marcellus-Kirche begrüßen.

„Medlz“, das sind die vier Sängerinnen Nelly Palmowske, Joyce-Lynn Lella, Sabine Kaufmann und Silvana Mehnert, die ein breites Repertoire an Songs von Soul, Pop, Volksliedern und Eigenkompositionen bieten. Die Band gilt als eine der gefeiertsten in ihrem Genre. „Aufs Jahr zurückblicken, zur Ruhe kommen, Familie und gemeinsame Momente genießen – all das kommt in uns auf, wenn wir an Weihnachten denken – und deshalb gehen wir auf Weihnachtstour“ führte Sabine Kaufmann einleitend aus. 

Was folgte, waren zwei Stunden A-cappella-Musik vom Allerfeinsten. Ausgestattet nur mit den allernötigsten Rhythmusinstrumenten, dafür aber mit kristallklaren und zu verschiedensten Modulationen fähigen Stimmen, beglückte die Band unter dem Motto „Weihnachtsleuchten“ ihre Zuhörer ein ums andere Mal mit Weihnachts- und Winterliedern aus aller Welt.

Sabine Kaufmann animierte die Besucher.

Den Auftakt machte das Lied „Gloria in excelsis Deo“, dem Stücke wie etwa „Hört der Engel große Freud“, „Joy to the world“, „White Christmas“, das vertonte Theodor-Storm-Gedicht „Weihnachtslied“, „Santa Baby“ oder das auf Finnisch gesungene melancholische Lied über einen kleinen Spatz am Weihnachtsmorgen folgten. 

Stimmgewaltig, dazu wortgewandt und witzig, gelegentlich auch etwas verspielt, gelang es den jungen Frauen vom ersten Ton an, ihr Publikum für sich einzunehmen und immer wieder ein Leuchten in die Augen ihrer Zuhörer zu zaubern. Ob bei „Jingle bells“ oder dem Titelsong aus dem Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, mit dem es – begleitet von stürmischen Beifall – in die Pause ging, die „medlz“ beeindruckten bei allen Liedern gleichermaßen mit Professionalität und Perfektion.

Auch im zweiten Teil des Konzerts konnten die festlich in Rot und Schwarz gekleideten Sängerinnen, die auch optisch einen absoluten Hingucker boten, trotz frühlingshaften äußeren Temperaturen Weihnachtsstimmung verbreiten. Mit einer deutschen Version des „Little drummer Boys“ und den Liedern „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ sowie „Alle Jahre wieder“ ging es weiter, bevor Sängerin Joyce-Lynn Lella als Preatcher-Woman die Kanzel bestieg und von dort einige Gospels vortrug. Dem Hebräisch untermalten „Tochter Zion“ folgte mit dem temperamentvollen Irish-Folk-Stück „Christmas in Killarney“, zu dem die Sängerinnen auch Tanzeinlagen lieferten, sicherlich einer der Konzerthöhepunkte – zumindest gemessen am anschließenden Applaus.

Die Eigenkomposition „Egal wo du jetzt auch bist“ galt, wie Sängerin Sabine Kaufmann betonte, sowohl ihrer vor zehn Jahren an Weihnachten verstorbenen Großmutter als auch allen anderen Menschen, die nicht mehr unter uns sind. Mit dem amerikanischen Klassiker „Walking in a winter wonderland“ endete dann der offizielle Teil dieses im besten Sinne des Wortes stimmungsvollen Konzerts.

Die Band dankte ebenso den Veranstaltern, Helfern und Betreuern für die Möglichkeit, in Asendorf auftreten zu können, wie auch dem fantastischen Publikum. Dieses gab seinen Dank mit stehenden Ovationen und minutenlangem Beifall, in den sich auch immer wieder „Bravo-Rufe“ mischten, zurück, sodass die Sängerinnen um weitere Zugaben gar nicht umhinkamen. Deren erster Teil bestand aus einem Medley amerikanischer Weihnachtslieder, in denen natürlich die überaus erfolgreichen Songs „Santa Claus is coming to town“ und „Rudolph the red nosed reindeer“ nicht fehlen durften. 

„Medlz“ spielen in Asendorf

Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreis zeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
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Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
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Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
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Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Schon zum dritten Mal trat die A-cappella-Band in der Samtgemeinde auf. © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe

Überaus witzig war dann die zweite Zugabe mit internationalen Variationen des Liedes „O Tannenbaum“, unter anderem in Japanisch, Spanisch, Griechisch und auf Sächsisch („Wi grin sin daine Blädder“). Wäre es nach dem Willen der im Übrigen mehrheitlich weiblichen Zuhörerschaft gegangen, hätte es sicher noch weitere Zugaben gegeben – indessen, mit dem ohne Mikrofon gesungenen „Stille Nacht“ zogen sich die „medlz“, begleitet von einem letzten Beifall, aus der sich für kurze Zeit verdunkelnden Kirche zurück.

Die Erlöse der Veranstaltung werden auch in diesem Jahr wieder zwischen dem Verein „Lebenswege begleiten“, den Rotariern sowie der Kirchengemeinde geteilt und fließen verschiedenen Projekten vor Ort, aber auch in Namibia zu.

Ihren Eindruck von dem Konzert brachte eine Zuhörerin treffend mit den Worten „Welch ein Weihnachtsgeschenk schon am Nikolaustag“ auf den Punkt. Bleibt zu hoffen, dass die Band ihre Ankündigung wahr macht, auch im nächsten Jahr wieder in der Gemeinde zu gastieren – „Brauchtum“ will schließlich gepflegt sein.

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