Fleckenrat verabschiedet Peter Schmitz

Ein „Bürgermeister zum Anfassen“

Der neue Bürgermeister des Fleckens, Lars Bierfischer (rechts), überreichte seinem Vorgänger Peter Schmitz und dessen Frau Regina zum Abschied einen Blumenstrauß. - Foto: neu

Br.-Vilsen - Von Karin Neukirchen-Stratmann. Es war seine letzte Amtshandlung als scheidender Bürgermeister im Flecken Bruchhausen-Vilsen: Peter Schmitz (SPD) eröffnete am Mittwochabend im Rathaus die konstituierende Sitzung des neuen Fleckenrats. „Ich bin 1991 angetreten, um etwas zu bewegen. Die 25 Jahre waren eine erfüllende und schöne Zeit für mich“, sagte Schmitz, der auf eigenen Wunsch aus der Kommunalpolitik ausscheidet.

Da Schmitz an der offiziellen Verabschiedung der ausscheidenden Ratsmitglieder im Oktober krankheitsbedingt nicht hatte teilnehmen können, übernahm es nun der frischgewählte Bürgermeister Lars Bierfischer (SPD), ihm „Tschüs“ zu sagen. 25 Jahre lang war Peter Schmitz im Rat des Fleckens, davon die letzten 20 Jahre als Bürgermeister. In dieser Zeit sprach er immer wieder vom „einzigen Luftkurort zwischen Bremen und Hannover“.

„Deine Ämter hast du voller Hingabe erfüllt, dem Privaten weit vorangestellt“, sagte Lars Bierfischer. Beispielhaft nannte er Schmitz‘ Engagement für Bruchhausen-Vilsens Partnerschaft mit dem polnischen Ort Janowice, für den Erhalt ortsbildprägender Gebäude wie Bavendamsches Haus, Ostbahnhof oder altes Gaswerk sowie für die Fusionen von Bruchhausen-Vilsen mit Engeln und Süstedt.

„Bei dir war Politik nie abgehoben, du hast stets nach Kompromissen gesucht“, lobte Bierfischer die Arbeit seines Vorgängers.

Ein noch größeres Lob gab es von Wolfgang Griese, einem langjährigen Weggefährten, wenn auch aus den Reihen der CDU. Griese, der ebenfalls bei der Kommunalwahl nicht wieder kandidiert hatte, würdigte Schmitz: „Als Repräsentant des Luftkurorts warst du eine erstaunlich gute Figur.“ Anfänglich habe sich die CDU mit einem SPD-Bürgermeister schwer getan, „nach Jahrzehnten mit Bürgermeistern der schwarzen Couleur kam der Wechsel einer Revolution gleich“, sagte Griese. „Aber du warst ein Bürgermeister zum Anfassen. An der Ratsarbeit im Flecken können sich andere Gemeinden ein Beispiel nehmen.“ Am Ende, sagte Griese, „bist du auch unser Bürgermeister geworden.“

Zum Abschied gab es nicht nur Blumen für Peter Schmitz‘ Ehefrau Regina, sondern auch ein Kunstwerk, nämlich ein Haus, das viele Jahre bei Alt-Samtgemeindebürgermeister Horst Wiesch im Büro gestanden hatte: eine große Keramik von Heidrun Kohnert, die 2005 den Kulturpreis des Landkreises Diepholz bekommen hat.

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