„De Homfelder“ präsentieren plattdeutschen Dreiakter

Bühne frei für den „Füürwehrheld“

Bei den Proben zum plattdeutschen Dreiakter „De Füürwehrheld“ beginnt jetzt die heiße Phase für (hintere Reihe, von links) Heinz Drewes, Heide Schröder, Hermann Schröder, Heinrich Schumacher sowie (sitzend, von links) Annika Drewes und Julia Morische. Auf dem Foto fehlt Sören Schweers. Foto: Heiner Büntemeyer

Dille/Homfeld – Soll man mit dem Feuerwehrkommandanten Hugo Speck nun Mitleid haben oder nicht? Diese Frage stellt sich gleich zu Beginn des plattdeutschen Dreiakters „De Füürwehrheld“ den Zuschauern. Dieser „Feuerwehrheld“ (gespielt von Heinz Drewes) schläft auf dem Wohnzimmersofa seinen Rausch aus, als seine Ehefrau Inge (Heide Schröder) ihn aufscheucht und ihrem „Suupsack“ eine ordentliche Gardinenpredigt hält. Was sie noch nicht weiß: Ihr Mann hat keinen Führerschein mehr. Die Polizisten haben ihm diesen in der Nacht vor den Türen eines anrüchigen Etablissements abgenommen. Als dann auch noch Tochter Petra (Annika Drewes) erscheint und verkündet, dass sie den Redakteur Oskar Morgen (Sören Schweers) heiraten möchte, flippt ihr „Papi“ völlig aus: „Kommt gar nicht in Frage!“, lautet seine knappe Antwort.

Der einzige, der noch zu ihm hält, ist sein etwas begriffsstutziger Freund Alfons (Heinrich Schumacher). Dezent zeigt der ihm die Kreiszeitung, die bereits über die nächtlichen Ereignisse mit dem Feuerwehrhauptmann berichtet. Beide vermuten einen Komplott und überlegen, wer dahinterstecken und davon einen Vorteil haben könnte. Ihre Annahme: Specks Stellvertreter Lothar Halbwegs (Hermann Schröder).

Speck greift zum Telefon, staucht den Redakteur zusammen und verkündet eine Nachrichtensperre der Feuerwehr Homfeld der Kreiszeitung gegenüber. Das ruft die Bürgermeisterin Klara Schulte (Julia Morische) auf den Plan, die den Feuerwehrhauptmann seines Postens enthebt, weil er dem Ansehen der Gemeinde geschadet habe. Die Lage scheint ausweglos. Zu gerne möchte man als Zuschauer der Verschwörungstheorie glauben, doch die Fakten sprechen eindeutig gegen den Feuerwehrkommandanten.

Doch „De Füürwehrheld“ wäre keine plattdeutsche Komödie, wenn es nicht ein Happy End geben würde. Wie das aussieht, erfahren die Besucher, wenn sie eine Aufführung im Gasthaus Dillertal miterleben.

Seit Mitte September proben die Darsteller bereits an dem Stück von Walter Pfaus, in der plattdeutschen Übersetzung von Heino Burhop. Spielleiterin Ingrid Brunotte korrigiert inzwischen nur noch Nuancen, damit bei den Dialogen die Pointen richtig sitzen und später beim Publikum auch ankommen. Daher werden einige Szenen so lange wiederholt, bis die Regisseurin zufrieden ist. Dann muss Elke Franz höllisch aufpassen, dass sie als Souffleuse die Übersicht behält. Für die Maske zeichnet Marlies Struß verantwortlich, für Bühnenbau und Technik Bernd Brunotte und für die Requisite Sabine Schwecke. Die Akteure hoffen, dass sich ihr Spaß auf die Zuschauer überträgt.

Die Aufführungen:

Es gibt insgesamt neun Aufführungen des plattdeutschen Stücks „De Füürwehrheld“. Die Premiere am Samstag, 23. November, und die Vorstellungen an den Sonntagen 12. und 19. Januar nächsten Jahres sind bereits ausverkauft. Für folgende Aufführungen gibt es im Gasthaus Dillertal (Dille 8) im Vorverkauf unter Telefon 04252/2680 aber noch Eintrittskarten:

. Freitag, 29. November, 19.30 Uhr, mit Tombola

.  Samstag, 30. November, 18.30 Uhr, mit Abendbüfett

. Sonntag, 1. Dezember, 14.30 Uhr, mit Torten- und Kuchenbüffet

.  Freitag, 17. Januar, 19 Uhr, mit Entenbraten

.   Freitag, 24. Januar, 19.30 Uhr, nur Theateraufführung

.   Sonntag, 26. Januar, 9.30 Uhr, mit Schlachte-Frühstück und Musik vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Bruchhausen-Vilsen

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