Positives im Negativen sehen

„BruVi-Park“: Besucher und Schausteller zufrieden mit dem Eröffnungstag

Br.-Vilsen – Es riecht nach Jahrmarkt. Es hört sich nach Jahrmarkt an. Es sieht nach Jahrmarkt aus. Aber fühlt es sich auch wie ein echter Jahrmarkt an? Die ersten Besucher konnten sich am Freitag, 11. September, ein Bild vom zeitlich begrenzten Freizeitpark Bruchhausen-Vilsen machen.

„Der Freizeitpark ist natürlich nicht zu vergleichen mit den großen Jahrmärkten der Region“, meint Lars Stummer, Vorsitzender des Schaustellervereins Bruchhausen-Vilsen, am Eröffnungstag. Henry Stummer sagte: „Wir sind glücklich. Wir sind froh, dass wir endlich unser Leben wieder leben dürfen.“

BruVi-Park: Viel Platz für Abstand

Auch die Besucher freuten sich für und mit den Schaustellern und Beschickern. „Ich finde es gut, dass die Schausteller die Gelegenheit bekommen, wieder etwas zu machen“, sagte Daniela Benne aus Hassel. Sie war mit ihrem Sohn, der Geburtstag hatte, im „BruVi-Park“. „Es ist schön, dass man wieder an der frischen Luft etwas unternehmen kann“, meinte sie.

Die Gänge des „BruVi-Parks“ sind weitestgehend leer. Hygieneabstände können selbst bei voller Auslastung von 700 Besuchern problemlos eingehalten werden.

Auf dem Marktplatz stehen die typischen Essbuden mit ihrem unverkennbaren Geruch, die Fahrgeschäfte laufen und die rund 200 Besucher der ersten Stunde schlendern durch die Gänge. „Eigentlich ganz normal“, mag man auf den ersten Blick denken. Auf den zweiten Blick fällt auf, dass die Abstände zwischen den Buden und Karussells ungewöhnlich groß sind.

BruVi-Park: Maximal 700 Besucher

In den Gängen gibt es kein Gedränge – ein Einbahnstraßensystem gibt die Richtung vor. Vorgeschriebene Hygieneabstände sind ohne größere Probleme einzuhalten, was auch den Besuchern gefiel. „Man fühlt sich hier sicher“, sagte Timo Lesniewski aus Nienburg über den Umstand, dass maximal 700 Besucher zeitgleich auf das Gelände dürfen. Er besuchte den Park zusammen mit Nele Mäder aus Stade. „Bis jetzt kann ich noch nichts Schlechtes über das Konzept sagen“, lobte sie die Veranstalter.

An die Parkregeln halten sich die Besucher des „BruVi-Parks“. Das Einbahnstraßensystem ist einfach umzusetzen.

David Eisenhauer, der Beschicker des Parks, hob die Vorteile eines mobilen Freizeitparks hervor: „Wir müssen das Positive im Negativen sehen. Es gibt keine Warteschlagen, hier ist so viel Platz.“ Das sah auch die Hasselerin Daniela Benne so: „Der Park ist zwar schon recht klein, aber durch die Einbahnstraßenregelung gibt es einfach kein Gedränge.“ Ebenso hoffe sie, dass die Laufzeit von einem Monat die Besucherandränge ausbleiben lässt.

Ob sich der Park letztendlich finanziell für die Schausteller lohnen werde, konnte Lars Stummer noch nicht sagen: „Das muss man sehen.“ Er betonte: „Wir machen das aber nicht, um Geld zu verdienen.“ Den BruVi-Park sehe er als eine Art Pilotprojekt für weitere Möglichkeiten, den Beruf des Schaustellers trotz der Corona-Krise zu retten.

BruVi-Park: Besucherampel zeigt, wie voll der Park ist

Die Schausteller des „BruVi-Parks“ bieten Interessierten ab Montag die Möglichkeit, vor dem Besuch zu schauen, wie voll der Park ist. Unter www.ihr-popup-park.de wird es eine Besucherampel geben, die durch rote, gelbe oder grüne Farben die aktuelle Auslastung anzeigt.

Rubriklistenbild: © Jannick Ripking

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