Aircombat-Fliegen des Modellflugvereins Schwarme

Bruchlandungen gehören dazu

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Historische Jagdflugzeuge im Maßstab 1:12 werden am Sonnabend den Himmel über dem Schwarmer Modellflugplatz nachhaltig beleben.

Schwarme - Von Ulf Kaack. Das traditionelle Anfliegen zum Start in die neue Saison haben die Mitglieder des Modellflugvereins Schwarme (MFV) bereits hinter sich. Nun steht die Ausrichtung des ersten nationalen Wettbewerbs auf dem Programm: das Aircombat-Fliegen am Samstag, 6. Mai, auf dem vereinseigenen Flugsportgelände am Rand des Süstedter Bruchs.

Dabei handelt es sich um eine noch recht junge Sportart in der Modellfliegerei, die für den Zuschauer umso attraktiver ist: Gleichzeitig kurbeln sieben Modellflieger mit irrwitziger Geschwindigkeit durch den Luftraum. Jedes schleppt ein am Heck befestigtes, zwölf Meter langes Band hinter sich her. Mit entsprechenden Manövern versuchen die Konkurrenten, diese Papierfahne in der Luft zu durchtrennen. 

Währenddessen müssen die Piloten höllisch darauf achten, dass sie das eigene Band nicht verlieren. Dabei kommt es ständig zu waghalsigen Verfolgungsjagden – nicht selten im extremen Tiefflug, mit höchster Geschwindigkeit und atemberaubenden Flugfiguren. Spektakuläre Kollisionen und Bruchlandungen gehören fast zur Tagesordnung und bilden das Salz in der Suppe.

„Bei den Modellen handelt es sich um historische Jagdflugzeuge, in Fachkreisen als Warbirds bezeichnet, aus der Zeit zwischen 1935 bis 1945“, erklärt Bernd Beschorner, Vorsitzender des MFV, die Maschinen dieser Wettbewerbsklasse. „Ihre Eigner haben diese im Maßstab 1:12 selbst konstruiert, nach Bauplan gebaut oder ganz einfach aus einem handelsüblichen Baukasten heraus zusammengesetzt. Für den Vortrieb sorgen kleine Verbrennungsmotoren von 2,5 bis vier Kubikzentimetern oder entsprechende Elektromotoren.“

Eine weitere Klasse stellen Maschinen nach dem Vorbild von Jägern aus dem Ersten Weltkrieg. Diese Doppel- oder Dreierdecker kommen im Maßstab 1:8 daher und bestechen durch ihre antiquierte Optik und ihre detailversessene Bauart.

Der Aircombat-Wettbewerb ist Teil der Deutschen Meisterschaften. Bislang haben sich knapp 30 Piloten mit ihren Modellflugzeugen zur Teilnahme in Schwarme angemeldet. Bleibt also nur, den Veranstaltern gutes Flugwetter zu wünschen. Beschorner: „Regen führt nur zu Unterbrechungen und die Windgeschwindigkeit sollte maximal 30 Stundenkilometer betragen – dann kann die wilde Hatz am Himmel losgehen. Und in den Pausen versorgen wir unsere Gäste mit Würstchen und Nackensteaks, Glühwein sowie verschiedenen Kalt- und Warmgetränken.“

Dabei hofft der MFV-Vorsitzende auf einen regen Zuschauerbesuch. Im Zeitraum von 10 bis 17 Uhr findet das wilde Fliegerspektakel statt. Der Eintritt und das Parken sind kostenlos.

www.mfv-schwarme.de

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