Musik ist alterslos

Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ spielt in Syke – und übt mit Altrockern

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Die Gymnasiastinnen und die Altrocker hatten viel Spaß.

Br.-Vilsen/Syke - Von Ulf Kaack. Ungewöhnlichen Musikunterricht für ein spannendes, in Kürze stattfindendes Konzert erhielten kürzlich die fünf Mädchen der Band „1922“ von den gestanden Altrockern der in Hannover gegründeten Gruppe „Jane“. Die Geschichte dahinter ist amüsant.

„1922“ – das sind Paula Schulte, die Cajon und Metallophon spielt. Weiterhin Bassistin Finia Osterholz und Andrea Sikut am Cajon. Jana Bormann zeichnet sich für Gitarre und Ukulele, Michelle Kestner für Gitarre und Xylofon verantwortlich. Für den Gesang sind alle gemeinsam oder als Solisten verantwortlich. In der Summe eine recht exotische Instrumentierung. Allesamt sind sie Schülerinnen am Gymnasium Bruchhausen-Vilsen.

Und auch der Bandname ist ebenso ungewöhnlich, wie kreativ gewählt. „Vor drei Jahren waren wir mit unserer Schule auf einer Musikfreizeit in Müden an der Örtze“, sagt Paula Schulte. „Wir saßen in der Küche und haben ganz locker vor uns hin gejammt. Das muss wohl ganz gut geklungen haben. Jedenfalls ernannte uns unsere Lehrerin Frau Michalek – in diesem Moment wohl mehr im Spaß, als im Ernst – zur neuen Schulband. Das tat sie exakt um 19.22 Uhr am 11. Februar 2016. So entstand die Band und so der Name.“

Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern

Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern
Bruchhausen-Vilser Schülerband „1922“ übt mit Altrockern © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack

Der Grundstein war gelegt, fortan probten die Mädchen eifrig. Immer am Dienstagnachmittag im Musikraum des Schulzentrums Bruchhausen-Vilsen. Und das keinesfalls auf Weisung der Lehrerin, sondern weil sie von sich selbst überzeugt waren. Schnell beherrschte das Quintett ein kleines Repertoire. Fremdkompositionen von Ed Sheeran, Vance Joy oder Farin Urlaub stehen auf ihrer Setlist. Doch keinesfalls abgekupfert, sondern neu interpretiert und arrangiert. Ihre Version von „Zombie“, ursprünglich von den „Cranberries“ zu einem Welthit gemacht, hat in der Samtgemeinde bereits Kultcharakter. Musikalisch hat sich das Quintett nach eigenem Bekunden dem Indie-Folk verschrieben, integriert hierin portionsweise Elemente der Stilrichtungen Progressive und Alternative. Eine hörenswerte Mixtur, die ankommt beim Publikum.

Gnadenlos gute Performance

Als sie sich im vergangenen Jahr am Songwettbewerb „Rosa“ des Rotary-Clubs beteiligten, legten die fünf Mädels eine gnadenlos gute Performance vor über 1 200 Zuschauern hin und katapultierten sich aus dem Stand auf den zweiten Platz. Das rief wiederum Gerd Harthus auf den Plan, den Vorsitzenden von „JazzFolkKlassik“ in Syke, kurz JFK genannt. Sein Verein gestaltet im Auftrag der Stadt das dortige Konzertprogramm. „Ich habe ,1922‘ an diesem Abend rein zufällig gesehen und war schwer beeindruckt“, sagt der JFK-Chef. „Üblicherweise engagieren wir nur überregional agierende Musiker, aber hier haben wir uns im Vorstand schnell auf eine Ausnahme verständigt. ,1922‘ hat uns alle überzeugt und wir wollten der Band einen Auftritt in einem professionellen Umfeld ermöglichen.“

Und der findet am Freitag, 25. Mai, um 20 Uhr auf der Diele im Kreismuseum Syke statt. Mit allem, was dazu gehört: Engagementsvertrag, Gema-Meldung, Bühnenplan, Catering Backstage, professionelle Bühnentechnik … Und Gage natürlich.

„Das Angebot von Gerd war für uns schon der Hammer, wir haben uns riesig gefreut“, sagt die ambitionierte Sängerin. „Noch eine Spur irrer war es, als uns die JFK-Leute zu Jahresbeginn einluden, den absoluten Profis von ,Jane‘ über die Schulter zu schauen, die in Syke ein Konzert spielten. Wir kannten die Band überhaupt nicht. Klar, die waren weit vor unserer Zeit international sehr erfolgreich. Wir mussten uns erst mal schlaugoogeln, mit was für Berühmtheiten wir es da zu tun kriegen.“

„Wir durften testen, was wir wollten“

Schon vor dem Soundcheck waren die Mädels mitten im Geschehen, erhielten Einblicke in die komplexe Bühnentechnik, das Sound- und Lightengineering. Sie schauten dem Mann am Mischpult über die Schulter, während er die verschiedenen Instrumente auf der Bühne klanglich aufeinander abstimmte. Alles so, wie es bei ihrem Konzert im Kreismuseum werden wird. Allerdings eine Nummer kleiner, denn so viele Instrumente wie „Jane“ hat „1922“ dann doch nicht am Start.

Und als der Sound perfekt war, ging es auf die Bühne. „Die Jungs von ,Jane‘ waren total nett und haben uns ihr ganzes Equipment nicht nur erklärt, wir durften testen, was wir wollten – von den Drums, über die riesige Keyboard-Anlage bis hin zu den verschiedenen Effektgeräten“, blickt Gitarristin Michelle Kestner mit glänzenden Auge auf das Ereignis zurück. „,Jane‘-Chef Detlef Klamann ließ mich all seine wertvollen Gitarren spielen. Ein Traum war seine Gibson-Doppelhalsgitarre, oben mit zwölf und unten mit sechs Saiten. Richtig schwer war das Ding. So ein Instrument bekommt man wirklich nicht alle Tage in die Hände. ,Led Zeppelin‘ haben darauf einst ,Stairway to Heaven‘ eingespielt und die weinrote Doubleneck unsterblich und heute unbezahlbar gemacht.“

Konzert am 25. Mai

Auch im Backstage-Bereich und in der Garderobe konnten sich die „1922“-Mädchen nach Lust und Laune aufhalten. Bei dieser Gelegenheit nahm sie Dete Klamann zur Seite und verpflichtete sie aus dem Stand heraus als Backgroundchor. „Wir haben mit ihm den Refrain des Songs ,Roses on the Floor‘ eingeübt“, erzählt Michelle Kestner. „Und in der Zugabe standen wir mit ,Jane‘ auf der Bühne, vor tobendem Publikum im ausverkauften Saal, und haben gesungen. Ein tolles Gefühl, eine riesige Erfahrung.“

Karten für das Konzert von „1922“ am 25. Mai um 20 Uhr im Kreismuseum Syke gibt es zum Preis von sechs Euro im Internet und an der Abendkasse.

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