Band selbst überrascht über Zuhörer

„Lenna“ begeistert – auch bei Regen und Gewitter

Viele Besucher ließen sich vom Regen nicht abschrecken. - Foto: os

Bruchhausen-Vilsen - Von Heiner Büntemeyer. „Ich freu mich wie Bolle, dass ihr ausgehalten habt!“ Alenna Rose, Sängerin der Nachwuchs-Pop-Band „Lenna“, war begeistert. Denn das Gewitter und der heftige Regen hätten der Gruppe am Mittwochabend ihr Konzert im Kurpark Bruchhausen-Vilsen verderben können. Haben sie aber nicht.

Natürlich blieben nicht alle Besucher bei „Musik im Park“, als der Regen einsetzte – aber viele andere ließen sich davon nicht abschrecken und harrten sogar aus, obgleich sie keinen Regenschutz mitgebracht hatten. So drängten sich die Gäste unter den Vordächern der Bier- und Wurstbude oder flüchteten unter die große Kastanie mit dem dichten Laubdach. Aber nach Hause gingen sie nicht, und das können die fünf Musiker aus Stuhr als echte Anerkennung für ihre Musik werten.

Deutscher Power-Pop, handgemacht und selbst getextet, komponiert und arrangiert – das kam beim Publikum sehr gut an und lockte auch viele junge Besucher in den Park, denn es war ihre Musik: verhaltene und sentimentale, aber auch fetzige Melodien mit dazu passenden melancholischen oder frechen Texten, die sich gut anhörten. „Wenn ich aufstehen will, steh ich neben mir. Gib auf mich acht“, heißt es da. Oder auch: „Und könnten deine Bilder reden, sie blieben trotzdem stumm.“

„Lenna“ erinnert in vielen Songs ein wenig an „Rosenstolz“, aber Sängerin Alenna, die Gitarristen Tammo und Fynn, Flo am Bass und vor allem Juri am Schlagzeug können auch ganz anders, und dann rockt der Park.8501825

Was diese Band besonders sympathisch macht, ist ihr Umgang mit dem Publikum. Da liegt der Verdacht nahe, dass die jungen Musiker noch immer selbst überrascht sind, dass so vielen Zuhörern ihre Musik gefällt. Ihr „Danke“ für den Applaus klingt noch echt und nicht routiniert.

Obgleich die Band bereits zwei EPs herausgebracht hat – „1 000 Farben“ und „Alles geht“ – war ein zweistündiges Livekonzert eine echte Herausforderung für sie. „Eigentlich wollen wir immer nur unsere neuen Songs spielen“, sagte Alenna, aber für einen so langen Auftritt mussten sie und ihre Mitstreiter dann doch in die „Schatztruhe“ ihrer alten Songs eintauchen und staunten selbst über „Schätzchen“ wie den Song „Monster – der Gast, den du nicht eingeladen hast“.

Ihr erstes Konzert im Kurpark gab die Band „Lenna“ am Mittwoch mit der Gastspielerin Sara Kanarski am Cello. - Foto: bt

Zwischendurch musizierten sie auch zu sechst, denn mit Sara Kanarski hatten sie eine Cellistin zu Gast, die einst mit Lenna zusammen die Schulbank gedrückt hatte. Glücklich ist die Band auch über den eigenen Proberaum, den sie in den vergangenen Wochen selbst eingerichtet hat und der für neue Impulse sorgt, wie der dort entstandene Song „Hörst du sie schreien“ beweist.

Ein Dank gebührt auch den Veranstaltern, die mit dieser Band die Reihe „Musik im Park“ auch für jüngere Menschen spannend gemacht haben.

„Lenna” im Kurpark

www.lenna-band.de

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