Carsten Kraft ist neuer Marktmeister der Fördergemeinschaft

„Die Märkte laufen gut, sollen aber noch attraktiver werden“

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Ecki Meyer (rechts) hat den Posten des Marktmeisters an Carsten Kraft übergeben.

Br.-Vilsen - Überrascht war er schon, aber es dauerte keine zehn Minuten, dann sagte er zu: Carsten Kraft war sofort begeistert, als Friedrich „Ecki“ Meyer ihm vorschlug, ihn als Marktmeister der Fördergemeinschaft zu beerben. „Ich möchte etwas kürzer treten“, sagt Meyer, „und ich weiß, dass Carsten Kraft der Richtige für das Amt ist.“

Meyer ist und bleibt Geschäftsführer der Fördergemeinschaft Bruchhausen-Vilsen. Ein Ehrenamt, das viel Zeit in Anspruch nimmt. „Durch die guten neuen Ideen von unserem Vorsitzenden Andreas Witschke ist die Arbeit noch mehr geworden“, sagt Meyer. Witschke führt den Verein seit einem Jahr.

Ende 2017 überlegte sich Meyer, die Aufgaben rund um die Organisation der Märkte abgeben zu wollen. „Ich habe den Vorstand verständigt und mich mit Carsten Kraft zusammengesetzt. Zum Glück sagte er ,Ja‘.“ Meyer freut sich auf den „frischen Wind“, den sein Nachfolger bringen soll und will.

Seit Sommer 2013 lebt Kraft, gebürtiger Bremer, in Gehlbergen. 2016 eröffnete er dort den Weinhandel „Kraft Handelskontor“, seitdem ist er Mitglied in der Fördergemeinschaft. „Nach der Jahreshauptversammlung 2017 habe ich dem Vorstand gegenüber angedeutet, dass ich bereit bin, mich zu engagieren“, sagt Kraft. „In dem Wort ,Fördergemeinschaft‘ steckt für mich ,gemeinsam‘ und ,sich fördern‘.“ Dass er so schnell Marktmeister werden könnte, damit habe er indes nicht gerechnet: „Aber ich bin ein Typ, der gerne Verantwortung übernimmt. Und der Bereich Märkte liegt mir, ich organisiere gerne Veranstaltungen.“ Gleichwohl ist Kraft klar, dass Meyer „große Fußstapfen“ hinterlässt.

„Wir wollen die Attraktivität noch steigern“

15 Jahre war der Bruchhausen-Vilser für die Märkte der Fördergemeinschaft verantwortlich, für den Maimarkt, den Herbstmarkt und den Weihnachtsmarkt. „Sie laufen alle gut“, betont Meyer. Jedes Mal kämen über 1 000 Gäste. Kraft ergänzt: „Aber wir wollen die Attraktivität noch steigern.“ Wir, das sind er und seine sieben Kollegen vom Marktausschuss. Sie möchten verstärkt mit Einwohnern, Marktbesuchern und Ausstellern sprechen, um Anregungen zu sammeln. Meyer unterstützt die Truppe auf Nachfrage gerne.

Deren Motto lautet: „Bewährtes erhalten – Neues schaffen“. Ideen für Änderungen und Neuerungen gibt es viele, versichert Kraft. Er plant – allerdings als Unternehmer, nicht in seiner Funktion als Marktmeister der Fördergemeinschaft – für Ende Juli ein Weinfest, das auf dem Parkplatz des ehemaligen Rewe-Markts in Bruchhausen-Vilsen stattfinden soll, in Kooperation mit der dort ansässigen Pizzeria Alghe Mia. „Mal gucken, wie das angenommen wird“, sagt Kraft. „Wenn es gut läuft, werden wir so etwas sicher in den Mai- oder Herbstmarkt integrieren.“

Neuauflage der „Vilser Fiesta“ im Gespräch

Immer wieder ist aus der Bevölkerung der Wunsch nach einer Neuauflage der „Vilser Fiesta“ zu hören. In den 90er-Jahren boten die Gastwirte bei diesem Fest Spezialitäten in kleinen Portionen an, auch ein Wirte-Rennen stand auf dem Programm. „Das war sehr gut“, erinnert sich Meyer. „Aber der Arbeits- und der finanzielle Aufwand waren enorm. Und dann spielte das Wetter zwei Jahre nicht mit, sodass zu wenig Besucher kamen.“ „Mal sehen, ob wir die ,Fiesta‘ wieder aufleben lassen können“, sagt Kraft. In jedem Fall will er die Wirte an einen Tisch bringen, um wieder gemeinsame Aktionen zu starten.

Außerdem möchte die Fördergemeinschaft die heimischen Vereine stärker in die Märkte einbinden. „Sie werden immer eingeladen. Aber leider ist die Resonanz noch nicht so, wie wir uns das vorstellen“, sagt Meyer, der eine „Vereinsmeile an der Brautstraße“ begrüßen würde.

Schade findet Meyer, dass das von ihm eingeführte Sommernachtsshopping nach drei Jahren mangels Besuchern eingestellt wurde: „Vielleicht ist so was ja auch wieder hinzukriegen.“ J mah

Carsten Kraft ist erreichbar per E-Mail an c.kraft@fgbruvi.de

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