Aufnahme in Dorfentwicklung beantragt

Bruchhausen hofft auf Fördergelder

Br.-Vilsen - Um Fördergelder zu bekommen, tut sich Bruchhausen-Vilsen mit Hoyerhagen und Bücken zusammen: Gemeinsam haben sich die drei Gemeinden als sogenannte Dorfregion um eine Aufnahme ins niedersächsische Dorfentwicklungsprogramm beworben.

Das teilt Bernd Bormann, Gemeindedirektor in Bruchhausen-Vilsen, mit. Er hofft, Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres einen positiven Bescheid zu erhalten.

„In Bruchhausen-Vilsen geht es vor allem um die Teile, die – anders als Vilsen – nicht von der Städtebauförderung profitiert haben“, sagt Bormann. Nach derzeitigem Planungsstand wäre nur Hoyerhagen mit der kompletten Fläche dabei. 

Die Gemeinde Bücken wäre mit dem alten Ortskern vertreten und Bruchhausen-Vilsen mit Bruchhausen, Homfeld, Bruchmühlen, Wöpse, Riethausen, Gehlbergen und Stapelshorn. Von Hoya lägen einzelne Grundstücke in der Dorfregion, etwa das der Landesreitschule. Insgesamt leben laut Antrag 3 161 Einwohner in den betroffenen Teilen Bruchhausen-Vilsens.

Hoffen auf positiven Bescheid

Im Falle eines positiven Bescheids werden im Jahr 2018 Arbeitsgruppen gebildet, sagt Bormann. 2019 könnte dann die Umsetzung förderfähiger Maßnahmen beginnen. Zuschüsse könnten im Rahmen der Dorfentwicklung beispielsweise für die Beseitigung von Leerständen, die Gestaltung und Nutzung des Meliorationskanals sowie die touristische Entwicklung gewährt werden.

Möglicherweise könnte es auch Fördergelder für eine Umnutzung des Amtshofs in Bruchhausen geben. Nach dem Tod ihres Vaters Dr. Günther Oerding hat Dr. Christina Oerding-Arndt Ende Juni die im Haus befindliche Zahnarztpraxis geschlossen. Das historische Gebäude steht zum Verkauf, auf der Immobilienplattform www.immowelt.de ist ein Preis von 900.000 Euro angegeben. Es bietet 200 Quadratmeter Wohnfläche, 800 Quadratmeter Praxis- und Nutzfläche sowie einen 277 Quadratmeter großen Gewölbekeller. Das Grundstück ist 5 507 Quadratmeter groß.

Kinderkrippe im Amtshof?

In der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen werden derzeit verschiedene Nutzungsmöglichkeiten für den Amtshof diskutiert. Denkbar wäre aus Sicht der Kommune beispielsweise die Einrichtung einer Kinderkrippe, eines Ärztehauses oder von seniorengerechtem Wohnen.

Weitere im Antrag genannte Projekte: der geplante Nachbau des Dampflokschuppens von 1912 am Bahnhof Bruchhausen-Vilsen und die bereits laufende Umwandlung des Ostbahnhofs (ebenfalls in Bruchhausen-Vilsen) in ein Gästehaus.

Ziel des Förderprogramms ist es, die Eigenarten eines Dorfs zu erhalten, vor allem das Ortsbild und den dörflichen Charakter. Das soll durch öffentliche und private Gestaltungs- und Sanierungsmaßnahmen erreicht werden.

mah

Rubriklistenbild: © dpa

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