Bösewichte der Kaffeehausszene

Die Musiker von „Nimmersatt“ spielen in Süstedt Stücke der 20er- und 30er-Jahre

„Lass mich dein Badewasser schlürfen“ heißt das Programm, das die drei Männer von „Nimmersatt“ am Samstag, 2. Dezember, in der Nolteschen Scheune in Süstedt präsentieren.

Süstedt - „Lass mich dein Badewasser schlürfen“ heißt es am Samstag, 2. Dezember, in der Nolteschen Scheune in Süstedt, Mühlenweg 1. Dort tritt ab 20 Uhr die Gruppe „Nimmersatt“ auf. Sie spielt im Rahmen der „Scheunenkonzerte“-Reihe Musik der 1920er- und 30er-Jahre.

„,Nimmersatt‘ ist 1988 in Greifswald als Studententruppe gegründet worden, sehr frech und frei, Nimmersatt eben“, schreibt Konzertorganisator Winfried Metzner vom Heimatverein Süster Kring in einer Pressemitteilung. Und weiter: „Schon damals war klar, wo bei ,Nimmersatt‘ die Reise hingeht. Respektlos, sorglos und immer ein Stück gegen die Linie. Bloß nicht zu akademisch werden und viel Spaß für Publikum und Künstler bieten.“

Weit über 1500 Konzerte

Nach dem Mauerfall begann die Kleinkunst-Kapelle, europaweit aufzutreten. „Das Erfolgsrezept ist eine sehr unterhaltsame Mischung aus wirklich guten Songs der 20er und 30er, verbunden mit absolut treffsicheren und knalligen Moderationen“, wirbt Metzner. „Mit Attributen wie ,Bösewichte der Kaffeehausszene‘ sind die Mitglieder des Trios schon bedacht worden.“ Weit über 1 500 Konzerte hat „Nimmersatt“ bereits in ganz Deutschland und darüber hinaus gespielt.

Zu der Gruppe gehören Karsten Tobiasch (Tenor, Perkussion), Ulf Radlof (Bass, Gitarre) und Thomas Winkler (Bariton, Bass). Tobiasch und Radlof sind von Anfang an dabei, sie gehörten einst zu den Gründern der Band. Bis heute wohnen die Männer in Greifswald und Umgebung.

Sie verneigen sich nach eigenen Angaben tief vor den berühmten „Comedian Harmonists“, betonen aber, dass ihr eigenes Programm deutlich anders ist: „Zwar singen auch wir im Satzgesang, und auch wir haben zwei Stücke aus dem Programm der ,Comedians‘ drauf, aber wir vermeiden gern den Eindruck, wie sie zu singen.“

Gitarre und Bass als Begleitinstrumente

Was ist denn an „Nimmersatt“ anders? „Wir sind zu dritt, passen in ein kleineres Auto und sind nicht so berühmt. Außerdem haben wir als Begleitinstrument nicht das Piano, sondern Gitarre und Bass“, erklären die Bandmitglieder. „Mein kleiner grüner Kaktus“ singen sie trotzdem. „Sonst steigen uns schließlich die Leute aufs Dach.“

Der Eintritt für das Konzert in der Süstedter Scheune kostet zehn Euro. Reservierungen sind bis Freitag, 1. Dezember, um 11 Uhr beim „TourismusService“ am Bahnhof in Bruchhausen-Vilsen möglich, Telefon 04252/ 930050, Fax 04252/930053, E-Mail tourismus@bruchhausen-vilsen.de.

Mehr Informationen gibt es im Internet. Auf der Homepage der Kapelle sind auch Hörproben zu finden.

www.nimmersatt.net

www.noltesche-scheune.de

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