Kandidatur offiziell

Bernd Bormann will Samtgemeindebürgermeister von Bruchhausen-Vilsen bleiben

Drei Personen vor Portraitbildern
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Ein Platz in der Ahnengalerie ist Bernd Bormann (rechts) bereits sicher. Bevor er dort landet, möchte er aber noch einmal Samtgemeindebürgermeister werden. Die nötigen Unterlagen überreichte er gestern Wahlleiterin Cattrin Siemers und deren Stellvertreter Volker Kammann.

Samtgemeinde – Im November hatte er seine Absicht bereits bekundet, gestern machte er es offiziell. Amtsinhaber Bernd Bormann kandidiert für eine zweite Amtszeit als Samtgemeindebürgermeister von Bruchhausen-Vilsen. Die erforderlichen Unterlagen überreichte er Gemeindewahlleiterin Cattrin Siemers und deren Stellvertreter Volker Kammann.

Dieses Mal ist der nötige Papierkram überschaubar. Neben seinen persönlichen Daten benennt Bernd Bormann seine Frau und seine erwachsene Tochter als erforderliche Vertrauenspersonen und hat sich im Bürgerbüro bescheinigen lassen, dass er den Vorgaben entsprechend wählbar ist. An Eides statt erklären muss er außerdem, dass er nur für dieses eine Amt kandidiert. Auf 160 Unterstützerunterschriften kann er allerdings jetzt verzichten. Diese Legitimation gilt seit der ersten Kandidatur als geleistet, erklärt Kammann.

Bis zum 26. Juli, Schlag 18 Uhr, hätte Bernd Bormann Zeit gehabt, seine Bewerbung einzureichen. Es so spannend zu machen, sehe er aber keinen Anlass. Bisher ist er der einzige offizielle Bewerber um das höchste Amt in der Samtgemeinde.

Am 12. September wählen etwa 14 500 Frauen und Männer aus der Samtgemeinde aber nicht nur ihren Bürgermeister, sondern auch den Samtgemeinderat sowie die vier Gemeinderäte Asendorf, Bruchhausen-Vilsen, Martfeld und Schwarme. Außerdem wird an diesem Tag über die Zusammensetzung des nächsten Kreistags abgestimmt.

Wähler aus der Samtgemeinde gehen also mit vier Stimmzetteln in die Kabinen, die in insgesamt 22 Wahllokalen aufgestellt werden. Dass dort alles coronagerecht ablaufen kann, prüft Volker Kammann seit Wochen. „Diese Wahl vorzubereiten, bedeutet einen deutlich erhöhten Aufwand“, berichtet er. Auch, weil erst kurzfristig abzusehen sein werde, welche Coronaregeln genau gelten müssen.

Die Wahlleitung habe sich jedoch rechtzeitig darauf eingestellt, dass die Anzahl der Briefwähler deutlich höher liegen könne als gewohnt. Die jüngsten Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt haben diese Einschätzung bereits bestätigt. „Wir gehen von bis zu 50 Prozent an Briefwählern aus“, sagt Volker Kammann Bisher hatten etwa zehn Prozent der Wahlberechtigten und 20 Prozent der Wähler ihre Stimme vorab abgegeben. Um dem erwarteten Berg an Wahlunterlagen Herr werden zu können, richtet die Samtgemeinde sechs statt bisher zwei Briefwahlvorstände ein. Diese Aufgabe übernehmen in der Regel Mitarbeiter der Samtgemeinde.

Die übrigen Wahlvorstände setzen sich aus Ehrenamtlichen zusammen. Ausreichend Personen zu finden, die für einen geregelten Ablauf im Wahllokal und später für die Auszählung der Stimmen sorgen, war für die Samtgemeinde kein Problem. Sie sagte allen Wahlhelfern zu, rechtzeitig geimpft zu werden. „Das mag geholfen haben“, sagt Volker Kammann zur guten Resonanz.

Bis zum 26. Juli müssen alle Bewerber und Parteien ihre Wahlvorschläge bei den Wahlleitern einreichen. Am 3. August tagt dann der Gemeinde-Wahlausschuss. Erst nach dessen Sitzung können die Stimmzettel gedruckt werden. Spätestens am 23. August muss die Briefwahl beginnen, fordert der Gesetzgeber. „Wir versuchen, früher zu starten“, erläutert Kammann den Zeitplan. Ausgegeben werden die Unterlagen bis zum 10. September, dem Freitag vor dem Wahltag. Im Bürgerbüro stehen in dieser Zeit erstmals zwei statt bisher ein Mitarbeiter für die Briefwahlangelegenheiten zur Verfügung. Das Prozedere wiederholt sich dann zwei Wochen später für die Bundestagswahl am 26. September.

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