Baubeginn voraussichtlich im Sommer / 800 Quadratmeter Verkaufsfläche

Netto zieht an den Sportplatz

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Auf dieser Wiese soll der neue Netto-Markt entstehen.

Martfeld - Von Andree Wächter. Der Martfelder Netto-Markt zieht um: Nach Angaben von Gemeindedirektor Bernd Bormann will das Unternehmen noch in diesem Jahr anfangen, auf dem brachliegenden Gelände neben dem Sportplatz, direkt an der Bruchhauser Straße, zu bauen. Das neue Gebäude soll rund 800 Quadratmeter Verkaufsfläche bieten.

Ein Jahr lang war es ruhig um das Thema: Seit der Gemeinderat Martfeld im April vergangenen Jahres grünes Licht für den Umzug gegeben hatte, tat sich – zumindest in der Öffentlichkeit – nichts mehr. Hintergrund für die Pläne von Netto war ursprünglich der Wunsch nach mehr Platz: Der Discounter wollte seine Verkaufsfläche in Martfeld auf etwa 1100 Quadratmeter erweitern und sah dazu am bisherigen Standort (Bremer Straße) keine Möglichkeit. Bei einigen Bürgern stießen die Pläne auf scharfe Kritik, doch die Politiker sprachen sich mehrheitlich dafür aus, Netto keine Steine in den Weg zu legen. Sie hatten Angst, dass der Markt sonst, wie angedroht, den Ort ganz verlassen könnte.

Aber das „Ja“ des Martfelder Rats allein reichte nicht aus: „Mit einem Gutachten muss nachgewiesen werden, dass der neue Markt keine Kaufkraft aus anderen Gemeinden abzieht“, erklärte der damalige Gemeindedirektor Horst Wiesch während der Gemeinderatssitzung im April 2014. Das Ergebnis liegt mittlerweile vor: „Weiterhin sind nur 800 Quadratmeter zulässig“, sagt Wieschs Nachfolger Bormann.

Netto hält trotzdem an den Umzugsplänen fest. Zu Einzelheiten wollte sich Christina Stylianou, Leiterin Unternehmenskommunikation von Netto Marken-Discount, auf Nachfrage nicht äußern: „In dieser frühen Planungsphase können wir aus Wettbewerbsgründen noch keine Informationen kommunizieren.“

Laut Gemeindedirektor Bormann könnte schon im Sommer Baubeginn sein. Die Verträge lägen der Netto-Zentrale unterschriftsreif vor. Er gehe davon aus, dass in den kommenden vier Wochen alle Beteiligten unterzeichnen werden. Bei der Gestaltung des neuen Markts wolle der Gemeinderat mitreden.

Bauherr ist eine Investorengesellschaft, Netto möchte das Haus am Sportplatz nach Bormanns Worten mieten – genauso ist es am aktuellen Standort geregelt. Nach dem Umzug wird die Immobilie an der Bremer Straße vermutlich leer stehen. Ein Nachmieter ist noch nicht in Sicht: Wirtschaftsförderin Uta Seim-Schwartz hat zwar bereits Gespräche mit Interessenten geführt, bisher aber ohne konkretes Ergebnis.

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