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Glasfasernetz: Ausbau beginnt in Bruchhausen-Vilsen mit symbolischem Spatenstich

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Von: Anne-Katrin Schwarze

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Drei Personen beim Spatenstich
Die digitale Zukunft beginnt mit einem dinglichen Spatenstich von Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann, GVG-Gebietsleiter Andreas Niehaus und VPT-Projetleiterin Marina Lange. © Oliver Siedenberg

Br.-Vilsen – Der Termin ist mehrfach verschoben worden. Jetzt aber sind Tatsachen geschaffen: Mittwoch erfolgte der erste Spatenstich für den Ausbau des Glasfasernetzes in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen. In diesem Jahr sollen die ersten Kunden mit einer blitzschnellen Internetverbindung versorgt sein. Das sagte Andreas Niehaus zu. Der GVG-Gebietsleiter setzte gemeinsam mit Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann symbolisch den ersten Spatenstich einer am Ende 83 Kilometer langen Trasse.

„Der letzte Hausanschluss wird laut heutigem Stand Ende 2023 hergestellt und die Baumaßnahmen dann abgeschlossen sein“, stellte Niehaus den Zeitplan vor. Darin enthalten sei ein Puffer für Eventualitäten. „Es sollte schneller gehen“, meinte er.

Mit Lichtgeschwindigkeit surfen zu können, darauf hatten die Kunden der GVG-Marke „nordischnet“ bereits deutlich früher gehofft. Der Baubeginn war direkt nach der Vermarktungsphase mit dem zweiten Quartal 2021 angegeben worden; vor einem Jahr. Während der Pandemie war es aber auch bei diesem Unternehmen zu erheblichen personellen wie materiellen Engpässen gekommen, hieß es seinerzeit zur Verzögerung.

Andreas Niehaus richtete den Blick Mittwoch aber ausschließlich nach vorn. An den Stichworten Home-Office, Home-Schooling und Online-Handel machte er fest, wie wichtig eine „neue, stabile Technologie“ für die Zukunft sei.

Mehr als die Hälfte der Haushalte in der Samtgemeinde habe dies erkannt, sagte Niehaus zur Resonanz auf die Werbekampagne. Wer bis Mitte 2020 einen Vertrag mit „nordischnet“ abgeschlossen hatte, erhielt günstige Anschlusskonditionen.

„Wir arbeiten eigenwirtschaftlich“, erinnerte er Mittwoch. 40 Prozent Anschlussdichte hatte das Unternehmen seinerzeit als Messlatte aufgelegt. Im Endspurt schien es an den letzten paar Prozent zu scheitern. „Wenn’s ganz blöd läuft, gucken am Ende alle in die Röhre“, sagte Andreas Niehaus seinerzeit unmittelbar vor Ablauf der Bewerbungsfrist. Und erreichte die angestrebte Quote.

Zwei Jahre später, nach zwei Pandemie-Jahren, dürfte das Interesse an schnellem Internet umso größer sein. „Wo die Bagger noch nicht waren, kann man noch aufspringen und sich vergünstigt einen Hausanschluss legen lassen“, warb Niehaus. Also quasi überall in den sogenannten schwarzen Flecken der Samtgemeinde; bei Adressen also, die bislang mit einer Bandbreite von mindestens 30 Mbit/s versorgt werden.

Die Tiefbauarbeiten, die die Firma VPT Consulting ausführt, beginnen jetzt im Ortskern des Fleckens. „In vier bis fünf Monaten“, so Niehaus, werden die Kunden an der Bruchhöfener Straße in Lichtgeschwindigkeit surfen können.

Von dort aus werde nach und nach das Gemeindegebiet erschlossen. „In diesem ersten Bauabschnitt werden etwa 950 Häuser ans Netz angeschlossen, und es sind Trassen mit einer Länge von 52 Kilometern geplant“, hieß es Mittwoch.

Die Samtgemeinde sei bautechnisch in vier Cluster aufgeteilt. „Wir werden mit einer Trassenlänge von etwa 83 Kilometern insgesamt mehr als 1 300 Gebäude anschließen. Das ist mehr als die Hälfte aller Gebäude“, führte Niehaus aus.

Der Ausbau erfolge gemeindeweise, den Zeitplan werde „nordischnet“ auf seiner Internetseite veröffentlichen, hieß es.

„Wir freuen uns, dass der Partner des Landkreises auch den Ausbau in der Samtgemeinde übernimmt“, sagte Bernd Bormann. Der vom Landkreis beauftragte Ausbau des Breitbandnetzes im Außenbereich, den sogenannten weißen Flecken, befinde sich bereits in vollem Gange, eine Netzübergabe durch den Eigenbetrieb Breitbandausbau des Landkreises an die GVG sei für die zweite Jahreshälfte 2022 geplant, teilte Andreas Niehaus mit.

Während des gesamten Ausbauprozesses erfolge die Fertigstellung der Hausanschlüsse nach und nach. Parallel zum voranschreitenden Tiefbau werden erste Kundenanschlüsse am „PoP“ (Point of Presence) aktiviert. „Einzelne Nutzer können surfen, sobald ihr Hausanschluss aktiv ist“, erklärte Andreas Niehaus den Ablauf. Über den Zeitpunkt werden alle Kunden schriftlich informiert. Wie verabredet, kümmere sich „nordischnet“ um alle Formalitäten mit dem bisherigen Dienstleiter.

Bruchhausen-Vilsen ist nach Bassum die zweite Kommune im Nordkreis, die innerorts mit Glasfaser versorgt wird. Am Ende der Kampagne werden mehr als 60 Prozent der Einwohner im Landkreis ans schnelle Netz angeschlossen sein, bei nahezu allen anderen liege Glasfaser dann direkt vor der Haustür, schilderte Andreas Niehaus.

Kontakt zu nordischnet: Telefon 0431/ 80649649 www.nordischnet.de

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