Asendorfer Gemeinderat beendet Planungen / Bürgermeister wünscht keine Diskussion

Aus für neuen Verbrauchermarkt

Asendorf - Von Mareike Hahn. Asendorf bekommt keinen neuen Verbrauchermarkt. Das hat der Gemeinderat am Dienstagabend beschlossen. Mehrheitlich entschied das Gremium während seiner Sitzung im Gasthaus Steimke in Graue, das entsprechende Verfahren nicht weiter voranzutreiben. Anderer Meinung waren nur Jens Grimpe (SPD) und Carsten Steimke (CDU).

Bürgermeister Heinfried Kabbert (Wählergemeinschaft) blickte zunächst kurz zurück: „Seit gut einem Jahr beschäftigen wir uns mit der Ansiedlung eines zweiten Verbrauchermarkts in Asendorf“, sagte er. „Am 24. September 2013 haben wir einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan gefasst – ein unverbindliches Signal an den Investor, dass wir grundsätzlich Interesse an seinen Planungen haben.“ Es habe seitdem zwei voneinander unabhängige Gutachten und einen regen Meinungsaustausch gegeben. „Auch sehr viele Einzelgespräche haben stattgefunden, aber nicht alle Inhalte gehören hier auf den Tisch“, fuhr der Bürgermeister fort.

Auf die aktuelle Sitzungsvorlage ging Heinfried Kabbert nicht ein. Darin heißt es: „Ein Gutachten hat belegt, dass auf dem beabsichtigten Gelände (Altenfelder Weg/Bundesstraße 6) lediglich ein Verbrauchermarkt mit einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern zulässig ist.“ Die Gemeinde Asendorf, in der es bereits einen Edeka gibt, dürfe nämlich als sogenanntes Grundzentrum nur die Versorgung der eigenen Bevölkerung sicherstellen, aber keine Kaufkraft aus anderen Gemeinden abziehen.Das ursprüngliche Vorhaben eines Investors – die Ansiedlung eines 1300 Quadratmeter großen Markts – sei also nicht umsetzbar. „Es ist daher zu entscheiden, ob unter diesen Umständen das Verfahren fortgeführt werden soll“, steht in der Sitzungsvorlage, die Kabbert unterschrieben hat.

Argumente für oder gegen den Bau eines 800-Quadratmeter-Markts wollte der Bürgermeister am Dienstagabend nicht hören: Der Rat müsse nun entscheiden, wie es weitergeht, sagte er – und kam gleich zur Sache: „Ich will keine Diskussion mehr führen, da alle Argumente schon mehrfach diskutiert wurden“, betonte Heinfried Kabbert. „Ich wünsche nur noch eine Antragstellung.“

Joachim Dornbusch (Grüne) war es, der als erster beantragte, die Planungen für den zweiten Verbrauchermarkt ad acta zu legen. Die Abstimmung folgte sogleich, und schon war das Thema vom Tisch.

Auch in der Einwohnerfragestunde am Ende der Ratssitzung stellte Kabbert gleich klar, dass er keine Stellungnahmen zum Thema Verbrauchermarkt hören wolle. Die Bürger kamen dieser Aufforderung schweigend nach.

Rubriklistenbild: © dpa

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