Rat verabschiedet „gesunden Haushalt“

Asendorf steht finanziell gut da

Asendorf - Von Mareike Hahn. Einstimmig und ohne Diskussion hat der Asendorfer Gemeinderat den Haushaltsplan 2018 beschlossen. Bürgermeister Heinfried Kabbert (Unabhängige Wählergemeinschaft) bezeichnete das Zahlenwerk als „sehr zufriedenstellend“.

Kämmerer Hannes Homfeld stellte in der jüngsten Ratssitzung die Eckdaten vor. Er sprach von einer „guten, gesunden Haushaltslage“.

Zunächst ging Homfeld auf den diesjährigen Ergebnishaushalt ein. Der schließt mit einem Überschuss von 142.700 Euro ab. Auch für die kommenden Jahre erwartet Homfeld, dass unter dem Strich jeweils ein Plus steht. Ansonsten könnte Asendorf ein Minus aber durch die Ergebnisrücklage locker ausgleichen. Die betrug Ende vergangenen Jahres 1,2 Millionen Euro – dank der einmaligen Auflösung von Rückstellungen, ermöglicht durch eine Gesetzesänderung.

Für 2018 rechnet der Kämmerer in der Gemeinde Asendorf mit Erträgen in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro. Allein 1,2 Millionen Euro davon entfallen auf die Einkommensteuerbeteiligung. Insgesamt 2,5 Millionen Euro nimmt die Gemeinde durch die Grund-, Gewerbe-, Vergnügungs- und Hundesteuern sowie die Umsatzsteuerbeteiligung ein. „Das Land geht von positiven Steigerungsraten sowohl für die Grundsteuer B als auch für die Gewerbesteuer und die Beteiligung an der Einkommensteuer aus“, sagte Homfeld. Steuererhöhungen gibt es in Asendorf dieses Jahr nicht.

Einnahmen fließen in Umlagen

Wie gewonnen, so zerronnen: Den allergrößten Teil ihrer Einnahmen muss die Gemeinde wieder abgeben. Ganze 2,3 Millionen Euro gehen laut Haushaltsplan 2018 in die Samtgemeinde-, die Kreis- und die Gewerbesteuerumlage.

Rund 400.000 Euro will Asendorf nutzen, um Pflicht- und freiwillige Aufgaben zu bezahlen. So sind für die Straßenbeleuchtung 12.800 Euro eingeplant. 25.500 Euro fließen in die Jugendarbeit, 103.500 Euro in die Gemeindestraßen und 55.500 Euro in die Pflege öffentlichen Grüns.

Auch die wichtigsten Zahlen im Finanzhaushalt erläuterte der Kämmerer dem Gemeinderat und den rund zehn anwesenden Bürgern. Die liquiden Mittel betrugen Ende vergangenen Jahres 1,4 Millionen Euro.

Für den Kauf von Grundstücken sind 2018 pauschal 100.000 Euro vorgesehen. „Da stecken keine konkreten Planungen hinter, der Ansatz ist dafür da, flexibel zu sein“, sagte Homfeld. „Ob er tatsächlich in Anspruch genommen wird, muss man sehen.“

Ferner stehen im Investitionsprogramm 5 000 Euro als „erste Kosten“ für die geplante Flurbereinigung Brebber-Graue. Wie berichtet, könnte das Verfahren im dritten Quartal 2018 formal eingeleitet werden, die ersten Maßnahmen könnten ab dem nächsten Jahr zu bezahlen sein.

Im Vergleich zu den anderen Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde steht Asendorf übrigens recht gut da: Die Steuererträge pro Einwohner liegen dort dieses Jahr voraussichtlich bei 778 Euro. Im Flecken Bruchhausen-Vilsen sind es mit 870 Euro mehr, in Schwarme (751 Euro) und Martfeld (727 Euro) dagegen weniger.

Rubriklistenbild: © dpa

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