FSJlerin Leona Magers

Erst das Abitur, dann der Grundschulbesuch

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FSJlerin Leona Magers mit den Kindern (von links) Paula, Hannah, Jonatan und Rasmus-Bo im Sportunterricht der Klasse 1B.

Asendorf - Von Jana Wohlers. Für Jugendliche gestaltet sich die Berufswahl nach dem Schulabschluss nicht immer leicht. Zu kurz sind die bis dahin absolvierten Praktika, zu rar die Möglichkeiten, sich ein genaues Bild eines potenziellen Wunschberufs zu machen. Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) als Orientierungsphase erfreut sich daher steigender Beliebtheit. Leona Magers aus Asendorf entschied sich nach dem Abitur für genau diese Option: Seit Anfang August absolviert sie ihr FSJ an der Grundschule und im TSV in Asendorf.

Es ist eine Premiere in Asendorf: Magers ist die erste FSJlerin, die sowohl in der Grundschule als auch im Turn- und Sportverein eingesetzt wird.

Vormittags geht sie mit in den Unterricht, überwiegend in die Klasse 1B von Lehrerin Katharina Sliwinski. Dort bietet die 19-Jährige den Jungen und Mädchen Unterstützung an, erklärt Aufgabenstellungen und beantwortet offene Fragen. Auch die Einteilung der Klassendienste, etwa des Tafeldiensts, hat Leona Magers schon nach kurzer Zeit in die Hand genommen. „Die ersten Wochen waren wirklich anstrengend. Ich war wie erschlagen von all den neuen Eindrücken und Aufgaben“, erzählt die FSJlerin.

Nach dem Abitur habe sie sich für ein Freiwilliges Soziale Jahr entschieden, um eine Auszeit vom Lernen zu bekommen. „Auch wollte ich mir darüber klar werden, ob ich wirklich Grundschullehramt und, wenn ja, in welchen Fächern studieren möchte.“ Nach einigen Wochen ihrer „Lehrer auf Probe“-Zeit in der Asendorfer Grundschule wich die erste Anstrengung dem Spaß. „Ich konnte immer mehr Sachen selbstständig machen und habe die Kinder besser kennengelernt“, sagt Leona Magers.

Häufig im Sportunterricht im Einsatz

Je nach Bedarf wird die FSJlerin auch in anderen Klassen eingesetzt, dort überwiegend im Sportunterricht. Lehrerin Katharina Sliwinski ist voll des Lobs für die junge Erwachsene. „Leona ist sehr engagiert und hat nach ihrer Eingewöhnungszeit direkt begonnen, Aufgaben selbstständig in die Hand zu nehmen“, erzählt Sliwinski. „Für mich ist sie eine große Entlastung.“

Zu Beginn ihres FSJ ging Leona Magers durchaus mit gemischten Gefühlen in die Grundschule Asendorf. Völlig unbegründet, wie sich schon nach kurzer Zeit herausstellte: „Ich wurde total herzlich aufgenommen und musste nie mit einer Frage hinter dem Berg halten.“

Ihre Nachmittage verbringt Leona Magers beim TSV Asendorf, wo sie unter der Betreuung von Nicole Uhde bereits eigene Kurse gibt. Schon vor ihrem FSJ hat die 19-Jährige eine Tanzgruppe mitgeleitet. Im TSV ist Magers, die seit Jahren selber leidenschaftlich gerne tanzt, nun für Aerobic-Kurse, das Kinderturnen und die Betreuung der Leichtathleten zuständig.

Kopplung funktioniert gut

Die Kopplung von Grundschule und TSV funktioniert gut. „Das FSJ ist sehr vielfältig, und man bekommt die Möglichkeit, viele verschiedene Erfahrungen zu sammeln“, bilanziert Magers.

Auch Torben Wittmershaus, Leiter der Grundschule in Asendorf, zieht eine positive Zwischenbilanz zum Pilotprojekt. „Es ist eine Bereicherung für beide Seiten. Wir werden auf jeden Fall versuchen, für das nächste Schuljahr wieder einen FSJler in Kooperation mit dem TSV zu bekommen“, sagt er.

Noch bis Ende Juli ist Leona Magers als FSJlerin in Grundschule und TSV aktiv. Dass sie wirklich Grundschullehramt studieren möchte, steht für die 19-Jährige mittlerweile fest. „Durch den Einblick in den Lehrer-Alltag habe ich an Sicherheit gewonnen“, sagt Magers. Nicht zuletzt die Arbeit mit den Schülern habe sie überzeugt: „Man bekommt von den Kindern so viel zurück. Es macht Spaß zu sehen, dass sich alle Mühe lohnt.“

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