Interessengemeinschaft blickt auf erfolgreiches Jahr zurück

„Asendorf braucht die IGA. Die IGA tut Asendorf gut“

Wolfgang Kolschen (rechts) wollte sein Amt als IGA-Vorsitzender eigentlich abgeben. Weil sich aber kein Nachfolger fand, macht er noch ein Jahr weiter. Torsten Stellmann (links) hingegen schied als Schriftführer aus. Kolschen dankte ihm mit einem Präsent für sein Engagement. - Foto: Uwe Campe

Asendorf - Die Interessengemeinschaft Asendorf (IGA) hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich. Das wurde während der Mitgliederversammlung im Gasthaus Uhlhorn deutlich.

Die IGA wurde 1991 als Zusammenschluss der ortsansässigen Gewerbetreibenden und freiberuflich Tätigen gegründet – mit dem Ziel, die wirtschaftliche, strukturelle und soziale Entwicklung der Gemeinde Asendorf zu fördern. Zu diesem Zweck veranstaltet der Verein jährlich drei große Märkte: seit 1991 den bäuerlichen Weihnachtsmarkt, seit 1999 den Erdbeermarkt und seit 2004 den Kartoffelmarkt.

Diese Veranstaltungen standen auch 2015 im Mittelpunkt der IGA-Aktivitäten. Alle drei Märkte waren gut besucht, und das Wetter spielte mit, freute sich Vorsitzender Wolfgang Kolschen bei der Versammlung. Er machte deutlich, wie wichtig die Märkte angesichts des Strukturwandels im Einzelhandel – Stichwort „Online-Handel nimmt zu“ – seien. Den Marktleitern und den Beteiligten dankte er für ihr Engagement.

Darüber hinaus organisierte die IGA im vergangenen Jahr Gemeinschaftsprojekte für den örtlichen Handel und das Handwerk, zum Beispiel die Weihnachtstaleraktion, und kümmerte sich um die Asendorfer Weihnachtsbeleuchtung. Auch Informationsveranstaltungen zu verschiedenen Themen standen auf dem Programm. Der Verein war in die Produktion des Asendorf-Info-Blatts involviert und beteiligte sich aktiv und finanziell an verschiedenen Prozessen des Standortmarketings in Asendorf und in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen. Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die Marketinggruppe „Zukunftsvision Asendorf“ und der Internetauftritt der Gemeinde.

In seinem Bericht informierte Kassenwart Heiner Menke über die finanzielle Situation des Vereins. Das Guthaben stieg im vergangenen Jahr von 10 283 auf 15 472 Euro. Dazu trugen insbesondere die guten Ergebnisse der Märkte bei. Die IGA hat zurzeit 53 Mitglieder.

Schwierig gestaltete sich bei der Versammlung die Neuwahl des Vorstands, da sich mit dem Vorsitzenden Kolschen, mit Kassenwart Menke und mit Schriftführer Torsten Stellmann gleich drei Amtsinhaber nicht zur Wiederwahl stellen wollten. Da es für den Vorsitz und für die Kassenführung jedoch keine Vorschläge gab, erklärten sich Kolschen und Menke schließlich bereit, für eine verkürzte Legislaturperiode von einem Jahr – üblich sind bei der Interessengemeinschaft vier Jahre – weiterzumachen. Die 28 anwesenden Mitglieder bestätigten sie daraufhin einstimmig in ihren Ämtern. Ebenfalls einmütig wurden die bisherige Beisitzerin Petra Deubel als neue Schriftführerin, Rene Deubel als Kassenprüfer und Bernd Bremer als neuer Beisitzender gewählt.

Dem scheidenden Schriftführer Torsten Stellmann dankte Kolschen für sein langjähriges Engagement und überreichte ihm ein Präsent.

Den Vorschlag, die Satzung dahingehend zu ändern, dass zukünftig bis zu vier Beisitzer dem Vorstand angehören dürfen, nahmen die Mitglieder nach kurzer Diskussion an.

Im laufenden Jahr stehen wieder die Märkte im Fokus. Darüber hinaus ist eine Feier zum 25-jährigen Bestehen der IGA geplant, eventuell im Rahmen des traditionellen Martinsgansessens der Gemeinde.

Die dritte Regionalmesse der Samtgemeinde, die „regiolife“, die im April 2017 in Bruchhausen-Vilsen stattfinden soll, wirft bereits ihre Schatten voraus. Die IGA sucht noch Verstärkung für das Planungsteam.

Der Vorstand nahm den Vorschlag eines Mitglieds an, zukünftig die Möglichkeit auszuschöpfen, jährlich vier verkaufsoffene Sonntage in Asendorf anzubieten. Gleichzeitig erklärte der Vorstand indes, dass eine Verbindung mit weiteren Aktivitäten, wie zusätzlichen Märkten, schlichtweg an mangelnden organisatorischen Kapazitäten scheitern würde.

Abschließend mahnte die Versammlung an, sich rechtzeitig um die Neubesetzung der im kommenden Jahr vakant werdenden beiden Vorstandposten zu bemühen, um die wichtige und erfolgreiche Arbeit der Interessengemeinschaft auch zukünftig zu gewährleisten. Bürgermeister Heinfried Kabbert formulierte es im Sinne wohl aller Anwesenden: „Asendorf braucht die IGA. Die IGA tut Asendorf gut.“

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