Kunstverein plant Ausstellung und Kooperationen

Art-Projekt will nicht länger im eigenen Saft schmoren

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Art-Projekt arbeitet bereits mit dem Kunstkreis Holzminden zusammen. So bereicherten mehrere Mitglieder zuletzt eine Ausstellung im Schloss Bevern. Das Bild zeigt ein paar Besucher mit einer Skulptur des Weyhers Gert Schröder. 

Br.-Vilsen - Der Kunstverein Art-Projekt aus Bruchhausen-Vilsen will neue Wege gehen: Er plant für die Zukunft neben den bewährten Ausstellungen auch „andere Formate“, wie es der Vorsitzende Andreas Achberger formuliert.

Seit Jahren zeigen die in der ganzen Region lebenden Mitglieder des Vereins in wechselnden Ausstellungen in der Klostermühle Heiligenberg ihre Werke. Das soll auch im neuen Jahr so bleiben. Zusätzlich möchte Art-Projekt im alten Gaswerk in Bruchhausen-Vilsen eine besondere Veranstaltung ausrichten. Im Mai soll es dort laut Achberger eine Gemeinschaftsausstellung geben, die über zwei Wochen läuft und an den beiden Samstagen jeweils durch ein Konzert von einer Band aus der Region ergänzt wird. „Wir sind zurzeit dabei, alles fix zu machen“, sagt der Vereinsvorsitzende, der in Bodenwerder (Kreis Holzminden) wohnt.

Dr. Dr. Wolfgang Griese, Kunstexperte aus Bruchhausen-Vilsen und Vorstandsmitglied des Kultur- und Kunstvereins (KuK), habe die Idee für die Zusatz-Ausstellung gehabt, die künftig jedes Jahr stattfinden könnte. Mehrere Künstler sollen Werke verschiedener Kunstrichtungen zeigen. „Im Gaswerk können wir Skulpturen platztechnisch auch etwas besser unterbringen als in der Klostermühle“, sagt Achberger. „In der Mühle hatten wir schon den ersten Schadensfall.“

„Jungen Leuten ein Forum bieten“

Nicht nur Angehörige des Vereins sollen die Möglichkeit bekommen, ihre Arbeiten im Gaswerk zu präsentieren: „Wir fänden es toll, wenn sich auch Leute von außen melden, die was ganz anderes machen“, sagt Achberger. Die klassischen Art-Projekt-Mitglieder sind nicht mehr ganz jung, viele haben das Rentenalter erreicht, Malerei und Bildhauerei sind ihre Steckenpferde. 

Was ganz anderes, das könnten Videos oder Diashows sein. Oder Experimentelles, am Computer Entwickeltes. „Wir sind sehr offen für den digitalen Bereich“, sagt Achberger. „Und wir wollen auch jungen Leuten ein Forum bieten und jüngere Besucher ansprechen.“

Andreas Achberger

Denkbar wäre auch eine Performance, etwa aus Musik, Tanz, Schauspiel, Video und Pantomime. „Was Ungewöhnliches halt. Die Kunst muss sich die Freiheit nehmen, aus vorhandenen Strukturen auszubrechen.“

Es gebe in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen etwa 200 Menschen, die künstlerisch tätig sind – vom Schriftsteller über den Kunstschaffenden bis zum Tänzer. Achberger möchte sie an einen Tisch bringen.

Wer Interesse hat, sich an der Ausstellung im Gaswerk zu beteiligen, kann ihm unter info@kunstverein-art-projekt.de mailen. Auch in der Klostermühle sind Gastkünstler willkommen.

Zusammenarbeit mit Vereinen

Überhaupt möchte sich Art-Projekt mehr öffnen, ergänzt der Vorsitzende. Er freut sich, dass sich der Kunstverein für die Ausstellung im Mai mit dem Verschönerungsverein (VVV) als Pächter des Gaswerks und mit dem KuK zusammentut.

Außerdem kooperiert Art-Projekt mit dem Kunstkreis Holzminden, die Mitglieder haben zuletzt knapp 20 Bilder zu einer Ausstellung der Künstlervereinigung im Schloss Bevern beigesteuert. Achberger: „Im Sommer wollen wir das wiederholen. Und im Spätherbst möchte der Kunstkreis Werke in der Klostermühle zeigen.“

Der Art-Projekt-Vorsitzende kann sich eine regelmäßige Zusammenarbeit mit anderen Vereinen gut vorstellen. „Es müssen nicht unbedingt Kunstvereine sein. Wir wollen nicht mehr im eigenen Saft schmoren.“

Knapp unter 30 Mitglieder

Achberger überlegt: „Es wäre doch mal toll, mit einem Sportverein was auf die Beine zu stellen. Man könnte zum Beispiel zusammen Fotos machen und künstlerisch bearbeiten.“

Die Mitgliederzahl von Art-Projekt ist konstant: „Wir haben uns mal die 30 als Obergrenze gesetzt und sind immer knapp darunter.“ Doch auch ohne Mitgliederschwund sollten sich gerade kleine Vereine nach Achbergers Ansicht zusammentun: „Sonst werden wir leicht vergessen.“ 

mah

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