St.-Cyriakus-Kirche in Vilsen hat einen ganz besonderen Orgelschatz

Ein architektonisches Unikum

Der Kirchenmusiker Dietrich Wimmer spielte die Orgel in der St.-Cyriakus-Kirche. - Foto: Dieter Niederheide

Br.-Vilsen - Von Dieter Niederheide. Mit der von Paul Ott 1959 gebauten Orgel besitzt die St.-Cyriakus-Kirche in Vilsen zweifelsfrei einen außergewöhnlichen Orgelschatz. In den Augen des Kirchenmusikers Dietrich Wimmer ist das Instrument in seinem kuriosen Über-Eck-Aufbau eine Art architektonisches Unikum.

Die Klänge, die er jetzt im Rahmen der von ihm initiierten Reihe „Orgelschätze – Genuss für Leib und Seele“ der Orgel entlockte, waren musikalisch ein genussvolles Erlebnis für die rund 60 Konzertbesucher. Es war hörbar, dass Dietrich Wimmer diese Orgel bestens kennt und zu spielen weiß. Das Instrument, es ist die vierte Orgel von St. Cyriakus, wurde 1998 grundlegend renoviert und klanglich überarbeitet. Sie verfügt über zwei Manuale, 32 klingende Register, Hauptwerk und Rückpositiv. Eine Besonderheiten ist das Solopedal, das sich in einem extra Gehäuse befindet.

Das Instrument ist das größte, das Dietrich Wimmer im Rahmen der diesjährigen „Orgelschätze“ spielt. Dass an dieser modernen, wuchtig und doch elegant wirkenden Orgel Bach-Werke interpretiert werden können, bewies Wimmer beim 21. Konzert der Reihe „Orgelschätze“.

Der freischaffende Kirchenmusiker aus Bruchhausen-Vilsen spielte gleich zwei Werke des deutschen Komponisten. Da war zunächst das Concerto a-Moll, das Johann Sebastian Bach nach Vorlage von Antonio Vivaldi auf die Orgel übertragen hat. Als zweites Bach-Werk erklang das Präludium und die Fuge D-Dur, die zu den meist gespielten Werken des Komponisten zählt. Es stellt an den Organisten hohe technische Ansprüche.

Wie immer beeindruckte Wimmer mit seinem Orgelspiel. Imponierend waren für den Kenner seine Improvisationen „Wie lieblich ist der Maien“ oder die Suite für das Solopedalwerk. Der Kirchenmusiker wartete zudem mit dem Präludium und der Fuge G-Dur von Felix Mendelssohn auf sowie mit Leon Boellmanns „Marche Religieuse“.

Frauen der Kantorei versorgten die Besucher der Veranstaltung mit Essen und Trinken. Währenddessen zeigte der Stuhrer Künstler Wilfried Lehnert Bilder zum Thema „Sakralbauten“. Die Gästeführerinnen Sophie und Berta, die zwei Frauen aus dem 18. Jahrhundert spielten, nahmen alle Interessierten auf ihrem Gang durch Bruchhausen-Vilsen mit in die Vergangenheit.

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