Andenken an den Vater

Christina Oerding-Arndt schließt ihre Praxis im Amtshof

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Am 30. Juni wird Dr. Christina Oerding-Arndt zum letzten Mal die Tür zu ihrer Praxis abschließen.

Br.-Vilsen - Von Karin Neukirchen-Stratmann. Dr. Christina Oerding-Arndt schließt am 30. Juni ihre Praxis im Amtshof. Die Zahnärztin wird ab 1. Juli in der Praxis „Anuth & Felstehausen“ in Martfeld tätig sein.

Nach dem überraschenden Tod ihres Vaters Dr. Günther Oerding im Dezember vergangenen Jahres mussten seine vier Kinder eine Entscheidung, vor allem auch über den Amtshof, treffen.

„Drei von uns Kindern haben auf das Erbe verzichtet, unsere Schwester Katharina hat das Erbe angenommen, dieses aber unter Nachlassverwaltung durch das Amtsgericht gestellt“, berichtet Christina Oerding-Arndt. Vor mehr als 38 Jahren hatte Günther Oerding das Haus erworben. 

„Er hat sein ganzes Leben den Mitarbeitern, Patienten und der Restaurierung sowie Erhaltung des Amtshofs gewidmet. Das ist eine Lebensleistung, die ich bewundere“, sagt die Ärztin. Der Wunsch von Schwester Katharina sei es daher auch, „dass der Amtshof ein Andenken an unseren Vater bleibt.“

Mit dem Verkauf der Immobilie ist der Bassumer Makler Lüdeke beauftragt, erste Interessenten hätten sich das Objekt bereits angesehen. „Es wäre sehr schön, wenn das Anwesen auch in Zukunft der Öffentlichkeit zugänglich bleibt. Das wäre sicher auch im Sinne des Ortes.“

Seit zwölf Jahren ist die Zahnärztin in der Praxis tätig. Mit ihrer Familie wohnt sie im Luftkurort, im Amtshof 2 ist sie aufgewachsen und kennt jeden Winkel des Hauses. „Wir fühlen uns hier sehr wohl und wollen auch im Flecken wohnen bleiben.“

Beruflich geht es nach Martfeld

Beruflich wird sich Christina Oerding-Arndt nach Martfeld verändern. „Dort werde ich in der Praxis ,Anuth & Felstehausen‘ tätig sein.“ Ein glücklicher Umstand für die 39-Jährige. „Ich wollte kürzertreten und mehr Zeit für meine Familie haben, das kann ich nun realisieren.“

Genauso wichtig wie ihre Familie ist ihr der Beruf. „Aber ich möchte mich auf Dauer nicht zerreißen, möchte gerne mit vollem Herzen bei der Behandlung sein, aber auch bei der Familie.“ Alle Firmen im Amtshof werden beendet. Die Patienten der Praxis sind über die Schließung bereits seit Längerem informiert.

Ihre Schwerpunkte, die zahnärztliche Schlafmedizin und die Behandlung von Kiefergelenkserkrankungen, möchte die Zahnärztin auch in Martfeld weiter praktizieren. „Es gibt ja Menschen, die nicht nur schnarchen, sondern auch Atemaussetzer im Schlaf haben. Das kann man mit einer Atemmaske beheben oder aber mit einem Schienensystem für die Zähne. Das bringt den Menschen den gesunden Schlaf zurück“, erklärt die Fachfrau.

Funktionsstörungen im Kau- und Kiefersystem behandelt sie auch, „diese führen oft zu Migräne, Muskel- und Kieferschmerzen. Auch dort können wir für Abhilfe sorgen.“

Nun freut Oerding-Arndt sich auf den nahtlosen Übergang zum 1. Juli in Martfeld. Und vielleicht findet sich dann nicht nur mehr Zeit für die Familie, sondern auch für ihr Hobby, das Lesen, „gerne auch fremdsprachig“.

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