„Jo & Lazy Fellow“ machen unverwechselbare Musik, die nicht jedem gefällt

Country und Jimi Hendrix: Das passt nicht zusammen!

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Die Band kam mit vielen, aber nicht mit allen Songs gut bei den tausend Zuhörern an.

Br.-Vilsen - Von Dagmar Voss. Ideale Wetterbedingungen herrschten am Mittwochabend beim letzten Konzert der diesjährigen „Musik im Park“-Reihe – und zahlreiche Zuhörer waren gekommen. Allenthalben machten sie es sich im Kurpark Bruchhausen-Vilsen zum Picknick auf der Wiese gemütlich, einige tummelten sich vor der Bühne, die Schlangen am Getränkezelt wuchsen schnell und die Stimmung war eindeutig bestens.

Fast drei Stunden unterhielt die Band „Jo & Lazy Fellow“ ihr Publikum mit Country-, Western-, Rock- und Bluesklängen. Die Niederländerin Joanna Knitter (Gesang, Gitarre) sowie die drei polnischen Musiker Piotr Gora (Schlagzeug), Kris Pomierski (Bass) und Piotr Augustynowicz (Gitarre) hatten reichlich beliebte, vielen Zuhörern vertraute Stücke im Gepäck. Johnny Cash und Dolly Parton, die Dixie Chicks und Patsy Cline hatten die Vorlagen für temperamentvolle Songs und bluesige Balladen geliefert. Da füllten großartige Welthits die warme Luft, auf originelle Weise in einen immer mit Country-Stil versetzten, unverwechselbaren Duktus umgewandelt.

Dazu brachte das Quartett einige eigene Stücke zu Gehör. Mit einfachen Texten und lebendigen Melodien hatte die Band ihre Kompositionen angereichert wie bei „You are my baby“. Immer mal wieder hatten die Musiker das unverwüstliche Thema Liebe in klangvollen Balladen verarbeitet, so bei „Love my like a man“.

Die Gruppe erntete zunächst immer wieder johlenden Beifall. Beispielsweise bei Elvis-Presley-Songs wie „Blue suede shoes“, bei dem wunderbaren Lied „Norwegian Woods“ von den Beatles und bei „Blues time“, bekannt geworden durch den Kultfilm „Blues Brothers“.

Doch schon gegen Ende des zweiten von drei Sets wurde es mit einem Coverversuch von Jimi Hendrix’ „Hey Joe“ und dann später mit einem Janis-Joplin-Song unpassend. Ein Zuhörer aus Bücken sagte dazu: „Bei ihren Country-Western-Klangfarben haben sie mir besser gefallen, aber bei Hendrix und Joplin passte nichts mehr zusammen.“ Das empfand er auch bezogen auf die Outfits der Musiker, die Sängerin war im Stil einer Pippi Langstrumpf und ihre männlichen Kollegen im Westernstil gekleidet.

Die diversen Line-Dance-Gruppen, die angereist waren, zeigten, dass sie tanzen können. Das taten sie unverzagt, egal, ob Country oder Rock oder Blues lief. Zeitweise schwangen auf der Fläche vor der Bühne gleichzeitig drei Gruppen ihre Beine und Hüften im typischen Line-Dance-Stil. Sogar ein Geburtstagslied für ein Mitglied der Mavericks gab es von der Band.

Es war ein größtenteils gelungener Abschluss der „Musik im Park“-Reihe. Laut Organisatorin Jutta Filikowski vom „TourismusService“ waren rund tausend Besucher da.

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