Gibt es einen Zusammenhang?

Amokläufe und Videospiele

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Die Gymnasiasten haben sich mit der Frage befasst, ob Shooter Menschen dazu bringen können, Amok zu laufen.

Br.-Vilsen - Von Niclas Berg, Theo Bielefeld, Stian Mysegades, Bastian Suling und Marilena Knoche, Schüler des Gymnasiums Bruchhausen-Vilsen. Amokläufe und Videospiele – gibt es einen Zusammenhang?

Was sind Shooter?

Shooter, auch Killerspiele genannt, sind Videospiele, in denen man, grob gesagt, andere Spieler aus aller Welt mit Waffen umbringt. Dabei geht es jedoch nicht nur ums stumpfe „Rumballern“, sondern vielmehr um Taktik, Spielen im Team und Absprachen. Mittlerweile können Spieler mit solchen Shootern Geld verdienen, wenn sie bei großen Turnieren gegeneinander spielen und gewinnen.

Ein Beispiel ist das Spiel „Counter-Strike: Global Offensive“. In diesem gibt es zwei Teams. Ein Team muss eine Bombe an einen bestimmten Punkt legen. Das andere Team muss dann verhindern, dass diese explodiert. Es gibt auch Extras, die man sich erspielen oder kaufen kann.

Viele Amokläufe sollen durch Shooter entstanden sein. Stimmt dieses Vorurteil?

Man hört es immer wieder: Amokläufer sollen ihre Taten in „Killerspielen“ geplant haben. Doch manche Experten, Psychologen und Pädagogen behaupten auch das Gegenteil. Es seien eher familiäre Probleme und die Gesellschaft an Amokläufen schuld, denn heute würden Schüler von ihren Eltern und Lehrern häufig unter Druck gesetzt.

Viele Spieler können bei Shootern auch entspannen und ihre Aggressionen abbauen, indem sie von der Außenwelt ein paar Minuten Pause machen. Außerdem kennen die meisten der Spieler den Unterschied zwischen Realität und Spiel.

Dennoch stimmen viele Außenstehende dem Vorurteil zu, da sie sich nicht mit der modernen Technik und Videospielen auseinandersetzen. Doch wir meinen: Wenn es tatsächlich Amokläufe durch Shooter geben sollte, dann müssten durch die FIFA-Reihe auch Fußballspieler oder durch „Mario Kart“ Rennfahrer entstehen. Dann bräuchte man für Berufe keine Ausbildung mehr – man könnte einfach Videospiele zum jeweiligen Berufswunsch spielen.

Trotzdem sollten Eltern wissen, welche Spiele ihre Kinder spielen. Deshalb wäre es sinnvoll, dass Schulen sich mit dem Thema beschäftigen und Psychologen für Aufklärung und Beratung der Schüler einstellen.

Quelle: www.schuelerzeitung-tbb.de

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