Am Busbahnhof

Ärztezentrum in Bruchhausen-Vilsen entsteht zwischen Netto und Raiffeisen

Zwei Männer stehen auf einer Brachfläche und präsentieren Baupläne
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Flecken-Bürgermeister Lars Bierfischer (links) und Gemeindedirektor Bernd Bormann präsentieren Pläne für ein zentrales Ärztezentrum in Bruchhausen-Vilsen. Das Grundstück zwischen dem Netto-Markt und der Genossenschaft soll nicht mehr lange brach liegen.

Br.-Vilsen – Bruchhausen-Vilsen bekommt ein Ärztezentrum. Was sich Politik und Verwaltung schon seit Jahren wünschen, soll in absehbarer Zeit Realität werden. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, verkündeten Flecken-Bürgermeister Lars Bierfischer und Gemeindedirektor Bernd Bormann Montagnachmittag an Ort und Stelle: Auf der Brache zwischen dem Netto- und dem Raiffeisen-Markt sollen ein Praxisgebäude mit einer Nutzfläche von 1500 Quadratmetern sowie zwei Wohnblocks mit je sechs Einheiten entstehen.

Die Verhandlungen mit dem Investor seien weit fortgeschritten, teilte Bormann mit. Dennoch fehlte diesem Termin. Er sei noch dabei, die letzten Verträge zu schließen, hieß es. Bis dahin bleibe er im Hintergrund. Sein Entwurf dürfte dem ein oder anderen aber bekannt vorkommen – im benachbarten Hoya entsteht unter derselben Regie ein optisch ähnliches Objekt, ebenfalls unter der Überschrift Ärztehaus.

Einer der Hauptnutzer des Ärztezentrums an der Straße Am Gaswerk werde eine bereits ortsansässige Hausarztpraxis, ließ Lars Bierfischer wissen, ohne Namen zu nennen. Eben, weil die Verträge noch nicht unterschrieben seien. Als zweiten Ankermieter für das dreistöckige Gebäude wünsche sich die Gemeinde die ebenfalls ortsansässige Augenarztpraxis. Zu ihren Inhabern bestehe schon seit Jahren Kontakt. „Es ist nicht leicht, Praxisräume anbieten zu können“, stellte Bierfischer fest. „Daher sehen wir uns mit dem Ärztezentrum auf dem richtigen Weg für Bruchhausen-Vilsen“, meinte er. Für das Erdgeschoss seien unterschiedliche Nutzungen denkbar. „Sinnvoll erscheinen uns eine Apotheke und ein Optiker“, sagte der Bürgermeister. Der Investor habe ein Café vorgeschlagen. Je nach Interesse könnten dort auch weitere Praxisräume entstehen, schließt Bierfischer nicht aus.

Schon vor Jahren hatte das Büro „Ideenwelt Gesundheitsmarkt“ die ärztliche Versorgung in der Samtgemeinde unter die Lupe genommen. Das Team um Planer Dr. Bechler habe den Investor vermittelt und jetzt den Auftrag erhalten, weitere Ärzte zu akquirieren, so Bormann. Er rechne in den nächsten zwei bis drei Monaten mit Ergebnissen. „Das muss im Herbst laufen“, gibt er als Zeitplan vor. Die Verhandlungen seien ausreichend weit fortgeschritten.

Obwohl der Bebauungsplan noch geändert werden müsse, halte er einen Baustart früh im nächsten Jahr für realistisch. Die Inbetriebnahme sollte etwa ein Jahr später erfolgen können. „Alle Fraktionen unterstützen die Pläne für ein Ärztezentrum“, erinnerte Bürgermeister Lars Bierfischer an den politischen Rückhalt des Vorhabens. Die dauerhafte Daseinsvorsorge lässt sich der Flecken etwas kosten. Ebenso wie die Ansiedlung des neuen Haus- und Augenarztes unterstütze der Flecken auch das Ärztezentrum finanziell. Im einstimmig beschlossenen Haushalt stehen 100000 Euro bereit. „Ohne das finanziell zu pushen, gewinnt man heute keine Ärzte“, verhehlt Bernd Bormann nicht. Denn: „Es ist unser Ziel, die hausärztliche Versorgung zu verbessern“, sagte Bormann für den Flecken, kündigte in seiner Funktion als Samtgemeindebürgermeister aber an, das Thema auch in Asendorf und Martfeld im Blick zu haben.

Für Investoren wie Mediziner sei das Areal nur wenige Schritte vom Busbahnhof entfernt vor allem wegen der zentralen Lage und guten Erreichbarkeit attraktiv. Dass es mit dem BruVi-Mobil bereits jetzt eine Möglichkeit für weniger mobile Menschen gebe, den Flecken zu erreichen, habe Investor wie Ärzte für den Standort eingenommen, gab Lars Bierfischer aus „langen Verhandlungen“ wieder. Damit auf dem Gelände ausreichende Parkmöglichkeiten geschaffen werden können, gebe die angrenzte Genossenschaft einen Teil ihrer Fläche ab. Die Zufahrt zum Ärztehaus erfolge über die Straße Am Gaswerk, stellten Bierfischer und Bormann erste Details zu den Plänen vor. Und sie betonten: „Zuerst wird das Ärztezentrum gebaut, dann erst die Wohnungen.“

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