Zweiter Abschnitt soll erschlossen werden

Alter Kamp steht vor Erweiterung

Martfeld - Es geht voran im Baugebiet Alter Kamp in Martfeld. Der Gemeinderat hat während seiner jüngsten Sitzung die 1. Änderung des Bebauungsplans (B-Plans) „Alter Kamp“ beschlossen.

Wie berichtet, will die Gemeinde Martfeld das Baugebiet zusammen mit der Kreissparkasse als Flächeneigentümerin erweitern. Der zweite von insgesamt drei Abschnitten soll demnächst erschlossen werden und Häuslebauern neue Möglichkeiten bieten. Um die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, muss der B-Plan angepasst werden.

Im zweiten Abschnitt, der an der Holzmaase liegt, soll –anders als im ersten – eine Bebauung mit zwei Vollgeschossen möglich sein. Erlaubt sind Einzel- und Doppelhäuser mit zwei Wohneinheiten pro Einzelhaus beziehungsweise Doppelhaushälfte. Die Firsthöhe wird auf maximal zehn Meter festgelegt, die Traufhöhe auf sieben Meter.

Frauke Toppe (Grüne) befürchtete in der Ratssitzung, dass sich die Bewohner des ersten Abschnitts durch die Neuerungen in Sachen Geschossigkeit benachteiligt fühlen könnten. Sie enthielt sich bei der Abstimmung. Toppes Ratskollegen und die Verwaltung teilten diese Bedenken nicht.

„Im Baugebiet selbst stehen schon heute Gebäude, die das geforderte eine Vollgeschoss baurechtlich (rechnerisch) einhalten, optisch jedoch wie ein Gebäude mit zwei Vollgeschossen aussehen“, heißt es in der Beschlussvorlage, die das Bauamt erarbeitet hat.

Etwa sieben Baugrundstücke werden durch die B-Plan-Änderung als öffentliche Grünfläche festgesetzt, die Verwaltung rechnet mit sieben bis 14 neuen Wohneinheiten.

Im April hatten mehrere Anwohner während einer Sitzung des Rats geargwöhnt, dass sich das ohnehin schon starke Verkehrsaufkommen auf Beeren- und Müllerskamp durch die neuen Bauten noch erhöhen könnte – dabei seien beide Straßen schon jetzt zu schmal.

Die Verwaltung macht sich da keine Sorgen: „Eine Erhöhung des aufkommenden Verkehrs ist nicht anzunehmen“, steht in der Beschlussvorlage. „Dabei darf der zurzeit vorherrschende Verkehr auf den heute ausgebauten Teilstraßen nicht als Maßstab genommen werden. Die von den heutigen Einwohnern des Baugebiets vorgetragenen Bedenken werden nicht mitgetragen.“

Dennoch verspricht die Verwaltung, mit der Sparkasse darüber zu sprechen, ob eine Entschärfung des Verkehrs möglich wäre. SPD-Politiker Michael Albers stieß in dieselbe Kerbe: „Wenn das Gebiet tatsächlich vollläuft, werden wir uns im nächsten Schritt noch mal die Zuwegung anschauen müssen.“ - mah

Rubriklistenbild: © dpa

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