Reges Treiben bei der Museumseisenbahn

Alte Loks und alte Kostüme

Lademeister Frank Bechmann half Anke Böttcher und ihren Kindern Mayra (8) und Kjell (6), ihren Bollerwagen in den Zug zu schaffen.

Br.-Vilsen - Von Dieter Niederheide. Den alten Gehrock vom Urgroßvater und den Beerdigungszylinder vom Opa hatte Jörg Backhaus aus Wunstorf extra aus dem Schrank geholt, um beim historischen Wochenende der Museumseisenbahn Bruchhausen-Vilsen mit dem Thema „50 Jahre unter Dampf“ ins Bild zu passen. Auch seine Ehefrau Carine trug historische Kleidung, während Sohn Jannes (2) den Blick nicht von der Dampflok Hermann abwenden konnte. Die Familie war begeistert von dem, was sich auf den Bahnhöfen Bruchhausen-Vilsen, Heiligenberg und Asendorf abspielte.

Bei strahlendem Sonnenschein schickte die Museumseisenbahn historische Dampflokomotiven wie Hoya, Hermann und Spreewald auf die Strecke. Die Fahrten ab Bruchhausen-Vilsen durch das Vilser Holz nach Heiligenberg, wo alte Bahn-Verkehrszeichen erklärt wurden und Verladeaktionen stattfanden, waren ein echtes Erlebnis.

Mit lauter, klarer Stimme rief in Asendorf Dieter Mattick, Bahnhofsvorsteher und örtlicher Betriebsbeauftragter der Museumseisenbahn: „Hier Bahnhof Asendorf“. Schnell stand er in seiner passenden Uniform, im Stil etwa der 1920er-Jahre, im Mittelpunkt.

Ein Hingucker: „Bauer Max“ aus dem brandenburgischen Senftenberg hatte eine Kiepe dabei. - Fotos: Dieter Niederheide

Auch „Bauer Max“ aus dem brandenburgischen Senftenberg gehörte mit seiner Kiepe zu den viel beachteten Akteuren. Anke Böttcher und ihre Kinder Mayra (8) und Kjell (6) aus Bruchhausen-Vilsen zogen ebenfalls die Blicke an. Mutter und Tochter waren schick anzusehen in ihren alten Trachten, mit Bollerwagen und einem Korb mit Eiern. Kjell trug eine Lederhose. Vater Jens Böttcher tat derweil Dienst als Lokführer und ließ die Lok dampfen und schnaufen. Der Bollerwagen wurde von Lademeister Frank Bechmann und seinen Helfern in den historischen Gepäckwagen gehievt.

Kurzum: Es herrschte lebhaftes Treiben auf den Bahnhöfen der Museumsbahn, und die Fans historischer Züge kamen voll auf ihre Kosten. Sie nahmen mit ihren Kameras alles auf, was nach Historie aussah.

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