Ausstellung „Unerschöpflich“ von Edgar Wüstefeld ist bis 26. April zu sehen

Der Alltag dient als Inspiration

In ihrer Laudatio stellt Karin Altrogge das Bild „Auge des Horus“ des Sulinger Künstlers Edgar Wüstefeld in den Fokus. Foto: Heide Wirtz-Naujoks

Heiligenberg – Zur Vernissage der neuen Gemäldeausstellung „Unerschöpflich“ des Sulinger Künstlers Edgar Wüstefeld fanden sich am Sonntagnachmittag zahlreiche geladene und interessierte Gäste in der Galerie der Klostermühle Heiligenberg ein. Ausgestellt sind großformatige und abstrakte Bilder in expressiver Acrylmalerei.

Karin Altrogge vom Bruchhausen-Vilser Kunstverein „Art-Projekt“ stellte den Künstler in ihrer Eröffnungsrede vor. Schon in der Grundschulzeit entdeckte Edgar Wüstefeld seine Leidenschaft für die Malerei. Die Sulinger Künstler Robert Enders und Johannes Pätzold prägten seinen künstlerischen Werdegang in der Jugendzeit. Neben Beruf und juristischer Karriere hat Wüstefeld sich später in verschiedenen Kursen und Workshops orientiert, um sich individuelle Grundlagen für sein künstlerisches Wirken zu schaffen. Seit 2005 malt er intensiv im eigenen Atelier in Sulingen, seit 2011 auch in der Ateliergemeinschaft „Freystil“ in Vechta.

Zu den Vorbildern des Künstlers zählen heute namhafte Vertreter der zeitgenössischen abstrakten Kunst wie Gerhard Richter oder Anselm Kiefer. Die Inspiration für seine Bilder findet Edgar Wüstefeld im täglichen Leben, in der ihn umgebenden Landschaft oder Architektur. Sein Vorstellungsvermögen bietet ihm ein unerschöpfliches Potenzial für die kreative Umsetzung seiner Kunstwerke. Unter den in der Klostermühle ausgestellten Werke befinden sich unter anderem zwei Bilder, die in den vergangenen Jahren mit regionalen Kunstpreisen bedacht wurden.

Die Bilder zeichnen sich durch kraftvoll mit Spachteltechnik auf die Leinwand aufgetragene Farbe aus. Die reliefartigen Strukturen verleihen der Bildoberfläche eine leichte Dynamik, die mal mehr, mal weniger durch andere Bildelemente aufgelockert wird. In einigen seiner Werke spiegelt sich eine deutliche Gradlinigkeit wider. Die Darstellung von geometrischen Formen wie Kreise und Rechtecke als reinste Form der Abstraktion und intuitive Malerei wechseln sich ab. Jedes der abstrakten Bilder lässt unterschiedliche Interpretationen zu. Manchmal erfordert die Darstellung einen zweiten Blick, um beim Betrachter Assoziationen zu Figuren oder einem politischen Statement auszulösen.

In ihrer Laudatio stellte Karin Altrogge das Bild „Auge des Horus“ in den Fokus. Die Abbildung eines überdimensionalen Horusauges konfrontiert mit den großen Mächten der Geschichte und der altägyptischen Mythologie. Aus einem Mythos entwickelte sich die Hieroglyphe des Horusauges, das zum Sinnbild für Licht, Ganzheit und Heilung wurde. Edgar Wüstefeld lässt das Motiv in leuchtendem Gelb, partiell versehen mit Blattgold, erstrahlen.

Für einen Überraschungseffekt während der Vernissage sorgte die Autorin und Wortakrobatin Anett Molyrier, die mit auf ausgewählte Arbeiten des ausstellenden Künstlers abgestimmten lyrischen Portraits ihre Bewunderung und Wertschätzung zum Ausdruck brachte.

Die Öffnungszeiten:

Die Werke von Edgar Wüstefeld sind bis zum 26. April zu den Öffnungszeiten der Klostermühle (Heiligenberg 2) in den Räumlichkeiten zu sehen, also täglich – außer montags – ab 11.30 Uhr.

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