Alles begann mit einem Tret-Trecker

Bernd Bremer ist 25 Jahre selbstständig

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Bernd Bremer, Inhaber der Firma Bremer Landtechnik in Asendorf.

Asendorf - Dass Weihnachten 1970 die Grundlage für Bernd Bremers späteren Berufswunsch „Landmaschinenmechaniker“ war, lässt sich nicht beweisen. Aber die Erzählungen der Eltern lassen es vermuten. Damals bekam der Vierjährige einen IHC-Tret-Trecker vom Weihnachtsmann. Heute ist er erwachsen und Inhaber der Firma Bremer Landtechnik in Asendorf. Kürzlich feierte Bernd Bremer seine 25-jährige Selbstständigkeit.

Den Schritt in die Selbstständigkeit ging Bernd Bremer laut Pressemitteilung Ende 1992 in Bücken. Dort pachtete er einen Landmaschinenbetrieb und hatte zunächst fünf Mitarbeiter. Zusätzlich zur Landtechnik nahm er Stapler und Motorgeräte ins Sortiment. „Rückblickend lässt sich sagen, dass diese Zeit wichtig war, auch, um Erfahrungen zu sammeln“, sagt Bremer. 1999 wurde er Inhaber des 1870 gegründeten Familienbetriebs in Asendorf. Auch dort erweiterte er das Angebot um Stapler und Motorgeräte sowie um Garagen- und Rolltore.

Heute arbeiten am Standort an der Alten Heerstraße mehr als 30 Männer und Frauen. Ein Teil von ihnen hält dem Unternehmen seit mehr als 30 Jahren die Treue. Bremer kommt ins Schwärmen, wenn er von seinem Team spricht. Ihm ist bewusst, dass der Job sich in vielen Bereichen gewandelt hat und teilweise über eine Fünf-Tage-Woche hinausgeht. „Wenn zum Beispiel am Samstagabend ein Futtermischwagen kaputt geht, dann fährt ein Monteur hin“, sagt der Inhaber. „Die Tiere können nicht bis Montag warten, bis es wieder Futter gibt.“

Fortbildungen und Schulungen

Regelmäßige Fortbildungen und Schulungen der Monteure garantieren laut Bremer präzises Arbeiten an den landtechnischen Maschinen. Wurden früher vom Menschen Drücke oder elektrische Spannungen gemessen, hilft nun spezialisierte Diagnosesoftware. Dennoch ist der Fachmann gefragt, betont Bremer. Die Software zeigt den Schaden an, doch die Reparaturen führen die Monteure aus. Egal ob Schlepper, Mähdrescher oder Rundballenpressen – sie müssen funktionieren. Im Gegensatz zum Auto wird in der Landtechnik deutlich mehr repariert als ausgetauscht. Nach Angaben von Bremer ist ein Traktor durchschnittlich 18 Jahre alt.

Weihnachten 1970 bekam Bernd Bremer einen IHC-Tret-Trecker.

Nicht immer muss sich der Monteur bei einer Anfrage direkt auf den Weg machen: Es ist möglich, bei entsprechend ausgerüsteten Fahrzeugen und Maschinen eine Ferndiagnose zu erstellen und dann über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Die Daten werden via Telematik-Technik geschickt.

Mal sehen, was die Zukunft bringt

Und noch viel mehr hat sich in den vergangenen Jahren getan. Selbstfahrende Ernte- oder Arbeitsmaschinen sind längst keine Utopie mehr, erklärt Bremer. Eine zu bearbeitende Fläche wird über GPS-Punkte begrenzt, und innerhalb dieser Markierungen kann etwa ein Mähdrescher autonom fahren und ernten.

Bremer arbeitet gern mit dem Landmaschinenkonzern Claas aus Ostwestfalen zusammen. Und wer weiß, vielleicht liegt irgendwann einmal ein per App steuerbarer Claas-Spielzeug-Mähdrescher unter einem Weihnachtsbaum. Und ein möglicher Nachkomme von Bernd Bremer wird von der Faszination Landtechnik erfasst.

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