Töne aus aller Welt

„goraSon“ brennt ein Feuerwerk der osteuropäischen Musikkunst ab

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„goraSon“ versprühte in Robberts Huus pure Lebensfreude.

Schwarme - Von Jana Wohlers. Balkanische Klangwelten, jiddische Tangos, feurige Klezmer-Musik – in Robberts Huus in Schwarme brannte das Bremer Trio „goraSon“ am Samstagabend ein wahres Feuerwerk der osteuropäischen Musikkunst ab.

Mit einer großen Portion Herzblut und ganz viel Spielfreude boten die drei Musiker den rund 70 Besuchern ein Konzerterlebnis, das an musikalischer Vielfalt kaum zu übertreffen ist.

Im Takt wippende Füße, nickende Köpfe, träumerische Blicke: Lange brauchte es nicht, bis die Musik von Karin Christoph, Reinhard Röhrs und Miroslav Grahovac dem Publikum ins Blut überging. Schon mit den ersten Klängen der Instrumente zog „goraSon“ die Zuschauer in einen Bann und entfachte Begeisterungsstürme. Wer den mit unbändiger Leidenschaft gespielten Stücken lauschte, der begab sich auf eine Reise durch die bunte Vielfalt der Balkan-Musik, wurde gedanklich Teil einer tanzenden Menge, ließ sich in seiner Fantasie die Sonne ins Gesicht scheinen und horchte den Erzählungen vergangener Tage.

Das Trio spielte eine perfekte Mischung aus Klezmer, balkanischen Tönen und jiddischen Tangos. „Aus aller Welt was uns gefällt“, fasste Karin Christoph lächelnd zusammen. Viele Worte brauchte es nicht, um das Feuer im Publikum zu entfachen. Das Zusammenspiel von Violine, Kontrabass und Akkordeon weckte Emotionen, zusätzlich gab es einige Erzählungen zu den Stücken. Mit Tempo-Wechseln, einer großen Klangpalette und ausgelassenen Improvisationen wusste „goraSon“ die Spannung zu steigern, um sie im nächsten Augenblick in einem Balkan-Feuerwerk explodieren zu lassen.

Spielerische Leichtigkeit

Karin Christoph wusste mit spielerischer Leichtigkeit die Saiten ihrer Violine zu streichen und entlockte ihr mal sanfte, mal feurige Töne. Reinhard Röhrs am Kontrabass bot zusammen mit Miroslav Grahovac am Akkordeon ein ebenso virtuoses wie faszinierendes Klangerlebnis, dessen tiefe Klänge mal kontrastär, mal im perfekten Einklang standen. Mit gesanglichen Einlagen untermalte das Trio seine Lieder.

Das Repertoire von „goraSon“ reichte von feuriger, ausgelassener Musik bis hin zu nachdenklich stimmenden, fast philosophisch anmutenden Stücken. Egal, ob Melancholie oder pure Lebensfreude klanglich Robberts Huus erfüllten – das Publikum feierte die Musiker mit tosendem Applaus, der schier kein Ende nehmen wollte.

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